UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Arsenal erwartet Sevilla

Arsenal-Trainer Arsène Wenger erwartet im Auftaktspiel der Gruppe H zu Hause gegen Sevilla FC eine völlig offene Partie.

Tomáš Rosický bei der Vorbereitung auf die Partie gegen Sevilla
Tomáš Rosický bei der Vorbereitung auf die Partie gegen Sevilla ©Getty Images

Trainer Arsène Wenger erwartet im Auftaktspiel seines Arsenal FC in der Gruppe H eine völlig offene Partie, denn seiner Meinung nach treffen im Norden Londons zwei europäische Spitzenmannschaften aufeinander. Die Gunners haben am Samstag mit 3:1 gegen Tottenham Hotspur FC gewonnen und liegen nach fünf Spieltagen an der Spitze der Premier League. Gegen Sevilla FC starten die Engländer bereits in ihre zehnte UEFA-Champions-League-Saison in Folge.

Schweres Spiel
Wenger erwartet auf jeden Fall ein schweres Spiel. Sevilla war zwar die letzten 50 Jahre nicht in der europäischen Königsklasse vertreten, doch in den vergangenen beiden Spielzeiten konnten die Spanier jeweils den UEFA-Pokal gewinnen. "Es ist ein psychologischer Vorteil, dass wir an der Spitze [der Premier League] stehen", sagte der 57-Jährige, der seinen Vertrag zuletzt bis 2011 verlängert hat und damit der Trainer mit der längsten Amtszeit bei Arsenal werden wird. "Wir spielen gut und sind sehr selbstbewusst, aber Sevilla ist ebenfalls sehr stark. Beide Teams bevorzugen offensiven Fußball, deshalb sollte es eine interessante Partie werden. Sevilla ist technisch stark und sehr ausgeglichen. Es macht ihnen auch nichts aus, wenn sie auswärts antreten müssen."

"Möglicher Kandidat"
Wenger kümmert sich nicht darum, dass Sevilla keine Erfahrung in der UEFA Champions League hat. Für ihn ist die Truppe von Juande Ramos "einer von mehreren möglichen Kandidaten auf den Triumph in diesem Wettbewerb". Er meinte: "Sevilla gehört neben Real Madrid [CF], [FC] Barcelona und Valencia [CF] mittlerweile zu den führenden Klubs in Spanien. Wenn man sich weiterentwickelt, ist es wichtig, dass man einen Schritt nach dem anderen macht. Erfolge im UEFA-Pokal sind eine gute Vorbereitung auf die Champions League."

Henry nicht mehr da
Arsenal hat in diesem Wettbewerb zwar deutlich mehr Erfahrung vorzuweisen, aber dennoch ist der Finalist von 2006 etwas zurückhaltend, denn zum ersten Mal seit der Saison 1998/99 muss man ohne Thierry Henry auskommen. Wenger, der zudem auf die verletzten Jens Lehmann, William Gallas und Emmanuel Eboué verzichten muss, bleibt trotzdem optimistisch. Er fügte hinzu: "Wenn ein Weltklassemann wie Thierry geht, müssen andere Spieler mehr Verantwortung übernehmen. Dadurch können einige richtig aufblühen, wenn sie mehr und mehr Initiative übernehmen. Die Dynamik der Mannschaft ist hervorragend."

Höhenflug
Sevilla befand sich die letzten beiden Jahre im Höhenflug. Zudem hatten sie eine gelungene Generalprobe, denn am Sonntag wurde RC Recreativo de Huelva mit 4:1 überrollt. Ramos, der seit seinem Amtsantritt im Jahr 2005 bereits fünf Titel gewonnen hat, freut sich schon darauf, sich auf dem höchsten Niveau messen zu dürfen. Er erklärte: "Nach zwei tollen Jahren im UEFA-Pokal sind wir bereit für den nächsten Schritt. Die beiden Wettbewerbe sind sehr verschieden, und gegen Arsenal wird es ein harter Auftakt. Wenn wir die Spiele in der gleichen Art und Weise angehen, können wir durchaus etwas erreichen."

Gedenken an Puerta
Ramos muss ohne Javi Navarro und Adriano auskommen. Er wird auf jeden Fall auf eine offensive Ausrichtung setzen. "Arsenal und Sevilla schießen in der Regel viele Tore, deshalb erwarte ich ein attraktives Spiel. Ein Unentschieden wäre nicht schlecht, da Arsenal die topgesetzte Mannschaft ist. Ein Sieg wäre fantastisch." Sollte Sevilla wirklich gewinnen, werden die Spieler den Erfolg dem im vergangenen Monat verstorbenen Teamkollegen Antonio Puerta widmen. "Der beste Weg, um an Puerta zu erinnern, sind Siege", sagte Ramos. "Wir werden alles tun, um so viele Siege wie möglich in diesem Wettbewerb einzufahren, denn Puerta hätte es genossen, in der Champions League zu spielen."