Sparta fürchtet Rosický
Mittwoch, 15. August 2007
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Im Spiel um den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions League zwischen dem AC Sparta Praha und Arsenal FC steht Tomáš Rosický im Blickpunkt.
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Es ist keine wirkliche Überraschung, dass Michal Bílek, der Trainer vom AC Sparta Praha, vor der Begegnung am Mittwoch gegen Arsenal FC Tomáš Rosický als gefährlichsten Spieler der Gäste ausgemacht hat.
Sparta-Vergangenheit
Der Name Rosický ist in der Tschechischen Republik jedem Fußballfan ein Begriff und vor allem die Sparta-Anhänger sind gespannt auf die Rückkehr des ehemaligen Bundesligaspielers. Nachdem er bei Prag in der Saison 1999/2000 den Durchbruch geschafft hatte, verhalf er dem Verein zum vierten Meistertitel in Folge und wechselte im Januar 2001 zum BV Borussia Dortmund. Bei der UEFA EURO 2004™ und der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war der heute 26-Jährige einer der Leistungsträger seines Landes.
Gefahr durch Rosický
Seine erste Saison in London war zwar von Höhen und Tiefen geprägt, doch Bílek warnt vor dem Heimkehrer. "Wir dürfen ihm nicht viel Raum geben, denn er ist sehr gefährlich, wenn er nicht gedeckt ist", sagte Bílek, der Arsenal beim 2:1-Sieg in der Premier League am Sonntag gegen Fulham FC beobachtet hatte. Allerdings ist sich auch Sparta darüber im Klaren, dass die Gunners mehr zu bieten haben als nur Rosický. "Wir wollen nicht nur ein akzeptables Ergebnis", sagte der Trainer. "Nur ein Sieg ermöglicht es uns, im Rückspiel eine Chance zu haben und ich hoffe, dass wir bei ausverkauftem Haus genug Unterstützung haben."
Ein Tor, vier Punkte
Der tschechische Meister wird allerdings seine Chancenverwertung verbessern müssen, wenn man den Fans Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis machen will. Bisher erzielten die Tschechen in zwei Ligaspielen erst einen Treffer, der allerdings - durch einen 1:0-Sieg über den FC Slovan Liberec und ein torloses Unentschieden gegen den FC Viktoria Plzeň - vier Punkte einbrachte. Doch auch in der Defensive drück Sparta der Schuh, nachdem Innenverteidiger Jan Šimůnek am Montag zum VfL Wolfsburg wechselte. Linksverteidiger Michal Kadlec wird wohl in die Mitte rücken und neben seinem Kapitän Tomáš Řepka auflaufen, der nach seiner Sperre wieder ran darf. Sommereinkauf Jiří Kladrubský könnte im linken offensiven Mittelfeld sein Debüt geben.
Fünf Spieler fehlen
Doch nicht nur die Gastgeber haben mit Personalsorgen zu kämpfen. Arsenal muss auf die fünf Spieler verzichten, die schon am Sonntag hatten pausieren müssen. "Wir müssen ohne Emmanuel Adebayor, Abou Diaby, Denilson, Gilberto und Eduardo [da Silva] auskommen", bestätigte Trainer Arsène Wenger. "Eduardo, Denilson und Diaby haben kleine Probleme am Knöchel, doch diese sind groß genug, dass sie nicht spielen können."
Aufholjagd nach Lehmann-Patzer
Die Gunners können aus ihrer Aufholjagd gegen Fulham Selbstvertrauen schöpfen, als sie durch zwei Tore von Robin van Persie und Aleksandr Hleb in den letzten fünf Minuten noch ein 0:1 drehten, das Torhüter Jens Lehmann mit einem bösen Schnitzer in der ersten Minute verschuldet hatte. Arsenal hat bisher jedes Spiel gegen Sparta gewonnen, viermal in vier Spielen, die beiden letzten Male in der Gruppenphase 2005/06 – das war in der Saison, als die Wenger-Truppe bis ins Finale kam. Vielleicht ein gutes Omen für die Engländer.