UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Inzaghi war der Held des Abends

AC Milan - Liverpool FC 2:1
Durch zwei Treffer von Filippo Inzaghi hat der italienische Verein zum siebten Mal den Pokal der europäischen Landesmeister gewonnen.

Inzaghi war der Held des Abends
Inzaghi war der Held des Abends ©UEFA.com

Durch je einen Treffer von Filippo Inzaghi gegen Ende der ersten und zweiten Halbzeit hat der AC Milan zum siebten Mal den Pokal der europäischen Landesmeister gewonnen und damit gegen Liverpool FC gleichzeitig Revanche genommen für die Finalniederlage vor zwei Jahren in Istanbul.

Vertrauen zurückgezahlt
Inzaghi musste 2005 auf das Endspiel verzichten und konnte nur zusehen, wie seine Mannschaft zur Halbzeit zunächst mit 3:0 führte, im zweiten Abschnitt aber den Ausgleich hinnehmen und sich am Ende im Elfmeterschießen geschlagen geben musste. Mit seinen zwei Toren rechtfertigte er aber nun das Vertrauen von Trainer Carlo Ancelotti, der auf seine Erfahrung setzte und Alberto Gilardino draußen ließ. Zunächst fälschte er einen Freistoß von Andrea Pirlo ab, ehe er beim zweiten Tor sein ganzes Können zeigte, Torhüter Pepe Reina umkurvte und acht Minuten vor dem Ende für die Entscheidung sorgte.

Solider Beginn
Liverpool-Trainer Rafael Benítez hatte noch den Spielverlauf von Istanbul im Hinterkopf und wies deshalb seine Manschaft an, keine Chancen zuzulassen. Der Spanier entschied sich für ein fünfköpfiges Mittelfeld mit Jermaine Pennant und Boudewijn Zenden auf den Flügeln, während Kapitän Steven Gerrard in der Mitte spielte, um Dirk Kuyt, die einzige Spitze, zu unterstützen. Diese Taktik hatte den gewünschten Erfolg, denn Liverpool hielt den Ball schön in den eigenen Reihen und zeigte keine Anzeichen von Nervösität, so wie damals in Istanbul. Pennant sorgte für die erste Chance der Partie, als er Alessandro Nesta den Ball abnahm und Dida zu einer Parade zwang. Pennants Schnelligkeit sorgte immer wieder für Probleme, aber auch Milan ließ immer wieder seine Gefährlichkeit aufblitzen, vor allem durch Pirlo, Inzaghi und Kaká.

Gefahr durch Pennant
Der Brasilianer hatte es lange schwer, kam nicht so recht zur Entfaltung und so konnte keine der beiden Mannschaft der Partie, die über weite Strecken der ersten Halbzeit offen war, nachdrücklich ihren Stempel aufücken. Xabi Alonso und John Arne Riise verpassten jeweils aus der Distanz, während Milans Massimo Oddo und Marek Jankulovski auf den Flügeln gefährlich nach vorn rückten. Dennoch war es Pennant, der beinahe die Führung vorbereitet hätte, als er Paolo Maldini - er war mit seinen 38 Jahren der älteste Feldspieler, der je in einem Europapokalendspiel stand, es war bereits seine achte Finalteilnahme - stehen ließ und Kuyt anspielte, der seine Chance jedoch nicht nutzen konnte.

Führung durch Inzaghi
Ein Leichtsinnsfehler auf der anderen Seite sorgte in der 45. Minute für den ersten Treffer des Spieles. Ohne Not wurde Kaká von Alonso gelegt, der deutsche Schiedsrichter Herbert Fandel entschied auf Freistoß. Diesen führte Pirlo aus, dessen Schuss wurde von Inzaghi ins Gehäuse abgelenkt. Fünf Liverpool-Spieler, die in Istanbul dabei waren, gegen sieben "Überlebende" auf der Seite von Milan - und wieder lag die englische Mannschaft zurück. Diesmal aber wollten es die Rosoneri besser machen und nicht abermals den Ausgleich kassieren; damals war es Gerrard, der die Wende einleitete, und der Kapitän trieb sein Team im zweiten Abschnitt an. In der 61. Minute spritzte er in einen Pass von Gennaro Gattuso, umspielte Nesta, aber sein Schuss Richtung Dida erwies sich als zu schwach.

Die Entscheidung
Massimo Ambrosini und Gattuso sorgten dafür, dass Liverpool ansonsten nur zu wenigen Chancen kam, und so brachte Benítez 13 Minuten vor dem Ende den hoch gewachsenen Peter Crouch für Javier Mascherano, was sich jedoch nicht auszahlen sollte. Kaká, der so oft Spiele für Milan entschieden hatte, sollte auch diesmal seine Sternstunde haben. Mit einem tödlichen Pass bediente er Inzaghi, der Reina umkurvte und für die Vorentscheidung sorgte. Hoffnung kam noch einmal auf, als Kuyt nach einem Eckball den Anschluss herstellte, aber mehr sollte es nicht reichen. Es war der Abend von Milan.