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Essien krönt Chelseas Aufholjagd

Valencia CF - Chelsea FC 1:2 (Gesamt: 2:3)
Michael Essiens Treffer in der 90. Minute bringt Chelsea unter die letzten Vier.

Michael Essien brachte Chelsea FC mit seinem Treffer in der 90. Minute zum dritten Mal in den letzten vier Spielzeiten ins Halbfinale der UEFA Champions League.

Aufholjagd in Hälfte zwei
Nach dem 1:1 letzte Woche an der Stamford Bridge standen die Engländer nach dem Führungstreffer der Spanier durch Fernando Morientes in der 32. Minute schon vor dem Aus. Allerdings gelang Andriy Shevchenko sieben Minuten nach dem Anpfiff zum zweiten Durchgang mit einem Abstauber der Ausgleichstreffer, ehe Essien - der im Hinspiel des Halbfinales gesperrt sein wird - die starke Leistung des FC Chelsea in der zweiten Halbzeit mit dem Siegtreffer in allerletzter Sekunde belohnte. Der Afrikaner konnte Santiago Cañizares aus spitzem Winkel überwinden, womit die "Blues" nun in der Runde der letzten Vier auf den PSV Eindhoven oder Liverpool FC treffen werden.

Chelsea mit Chancen nach Ecken
In den ersten 20 Minuten der Begegnung konnte sich die Elf von José Mourinho einige Ecken erspielen, auch wenn die Londoner das Spiel bis dahin nicht wirklich dominiert hatten. Dennoch kam Chelsea nach Standardsituationen zu zwei guten Möglichkeiten. Die erste Chance vergab Ricardo Carvalho, nachdem er einen Lampard-Eckball freistehend an Cañizares' Gehäuse vorbei köpfte, die zweite Möglichkeit konnte der deutsche Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack nicht nutzen, der sich zwar gegen Emiliano Moretti im Zweikampf durchgesetzt hatte, seinen Versuch mit dem Kopf jedoch direkt in die Arme des Valencia-Schlussmanns platzierte.

Villa scheitert
Chelsea hatte zu diesem Zeitpunkt klar mehr Ballbesitz, dennoch konnte sich der englische Meister keine wirklich klaren Tormöglichkeiten herausspielen, was im Fußball bekanntlich bestraft wird. Der erste ernsthafte Warnschuss der Hausherren an die Mourinho-Truppe kam zustande, als David Albelda Stürmer David Villa auf der linken Seite steil schickte. Der spanische Nationalspieler konnte seine Gegenspieler abschütteln und spielte dann einen grandiosen Pass auf Morientes, der die Kugel an Petr Čechs rechten Pfosten donnerte, aber nicht in die Maschen.

Morientes trifft
Valencia zog daraufhin merklich das Tempo an und ging zwei Minuten später in Führung. Joaquín Sánchez brachte eine Flanke von der rechten Seite in den Fünfmeter-Raum und weder John Terry, John Obi Mikel noch Carvalho konnten Morientes daran hindern, im Rutschen den Ball gegen die Laufrichtung des Keepers in das rechte, untere Eck zu befördern. Nun stand das Mestalla-Stadion Kopf und kurz darauf hätte Morientes ein weiteres Tor erzielen können, doch Ashley Cole konnte dieses Mal im letzten Moment blocken.

Systemumstellung
In der Pause stellte Mourinho dann das System etwas um, er ließ 4-3-3 spielen und schickte Essien auf die rechte Verteidiger-Position, außerdem wechselte er Joe Cole ein. Die Umstellungen des Portugiesen sollten sofort greifen. Cole und Drogba bildeten ein perfektes Duo, und Chelsea spielte um einiges offensiver als im ersten Durchgang. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff flankte Essien auf Drogba, der bei der Ballannahme von Luis Miguel und Roberto Ayala so gestört wurde, dass die Kugel genau Shevchenko vor die Füße fiel. Der Ukrainer hatte daraufhin keine Schwierigkeiten, das Leder an Cañizares vorbei ins Tor zu zirkeln. Valencia war nun unter Dauerdruck und Drogba hätte in der 66. Minute fast die Führung erzielt, doch Cañizares zeigte eine gute Parade.

Essiens Last-Minute-Tor
Obwohl Chelsea im zweiten Durchgang die klar bessere Mannschaft war, hätten die Hausherren durch den eingewechselten Miguel Ángel Angulo fast die Führung erzielt. Kurz nach dessen Versuch zeigte Cañizares, der vor der Halbzeit schon einen Drogba-Kopfball gut pariert hatte, eine Glanzleistung, als er einen Ballack-Kopfball aus der Ecke des Tores fischen konnte. In der Nachspielzeit machte Valencias Nummer eins allerdings keine so gute Figur. Essien hämmerte die Kugel aus spitzem Winkel ins kurze Eck, womit Chelsea als erste englische Mannschaft überhaupt im Mestalla-Stadion gewinnen konnte und, noch viel wichtiger, den Halbfinaleinzug feiern durfte.

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