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Rekordtor ebnet Bayern den Weg

FC Bayern München - Real Madrid CF 2:1 (Gesamt: 4:4, München qualifiziert)
Das schnellste Tor in der Geschichte der Champions League ebnete Bayern den Weg.

66.000 Zuschauer in der Arena München wurden nach nur elf Sekunden Zeuge des schnellsten je erzielten UEFA Champions League-Tores durch Roy Makaay, das den Weg zum verdienten 2:1-Sieg des FC Bayern München gegen Real Madrid CF ebnete. Lucio schien mit einem Kopfballtor alles klar gemacht zu haben, bevor ein verwandelter Strafstoß von Ruud van Nistelrooy und Platzverweise für Mark van Bommel sowie Mahamadou Diarra für ein aufregendes Finale sorgten.

Salihamidžić und Lucio dabei
Obwohl es kurz vor dem Spiel noch so aussah, als ob Trainer Ottmar Hitzfeld auf Hasan Salihamidžić und Lucio verzichten müsste, konnte er doch auf die beiden zurückgreifen, so dass Andreas Görlitz für Bastian Schweinsteiger aus der Startformation weichen musste. Neben den am Knie verletzten David Beckham und José Antonio Reyes musste Real-Trainer Fabio Capello auch noch auf den unter einer Adduktorenzerrung leidenden Fabio Cannavaro verzichten.

Blitztor 
Dem FC Bayern gelang ein unglaublicher Traumstart: Im Mittelfeld eroberte sich Salihamidžić direkt nach Anstoß den Ball von Roberto Carlos und legte quer zu dem in den Strafraum startenden Makaay, der zum 1:0 nach elf Sekunden vollstreckte – gleichzeitig war dies das schnellste UEFA Champions League-Tor aller Zeiten.

Capello nervös 
In der Folgezeit war Real Madrid zwar um Ballkontrolle bemüht, zeigte sich aber sichtlich geschockt, zahlreiche Bälle gingen ins Niemandsland, so dass Capello schon nach einer Viertelstunde erstmals wild gestikulierend an der Seitenlinie erschien.

Bayern am Drücker 
Nach 20 Minuten gab es die nächste Großchance, als Makaay mit einem perfekten Ball aus der eigenen Hälfte einen Konter über Lukas Podolski einleitete, doch der Nationalspieler scheiterte an Real-Schlussmann Iker Casillas. Nach einer knappen halben Stunde vergab Makaay eine fast identische Gelegenheit, diesmal hatte van Bommel die Vorarbeit geleistet. Bastian Schweinsteiger verpasste wenige Sekunden später das Ziel nur knapp mit einem Schuss von der Strafraumkante.

Defensivschwächen
Capello reagierte nach einer guten halben Stunde und brachte für den defensiven Emerson den offensiveren Guti. Eine scharfe Flanke von Willy Sagnol fand in Daniel van Buyten einen Abnehmer per Kopf, und Casillas musste aus kürzester Distanz sein Können zeigen (38.) – das zweite Bayerntor war zu diesem Zeitpunkt längst überfällig. Kurz vor der Pause offenbarte auch die Bayern-Defensive Lücken, die Real aber nicht zum Torerfolg nutzte.

Fast erneuter Blitzstart 
Casillas dürfte sich nach dem Wiederanpfiff wie in einem schlechten Traum vorgekommen sein, musste er doch nach 30 Sekunden bereits wieder aus kurzer Distanz gegen den von Podolski in Szene gesetzten van Bommel retten. Der wenig geprüfte Oliver Kahn zeigte kurz danach, dass er nach wie vor ein Meister seines Metiers ist, als er einen Kopfball von Ruud van Nistelrooy nach einer Flanke Raúl González’ parierte.

Lucio per Kopf
Die vermeintliche Vorentscheidung war nach 66 Spielminuten dem in den letzten Wochen wieder zu alter Stärke zurückfindenden Lucio vorbehalten, der nach einer Ecke von Willy Sagnol am höchsten stieg und den Ball mit dem Kopf zum verdienten zweiten Bayern-Tor über die Linie beförderte. Salihamidžić hätte direkt im Anschluss ein weiteres Kopfballtor erzielen müssen.

Strafstoß und Platzverweise
In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Nachdem ein Zusammenstoß von Lucio mit dem eingewechselten Robinho zum Strafstoßpfiff führte, wurden sowohl van Bommel als auch Diarra nach einem Gerangel mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. Den anschließenden Strafstoß nutzte van Nistelrooy zu seinem sechsten Tor in dieser UEFA Champions League-Saison, das Spiel endete schließlich mit einer hektischen, aber torlosen Schlussphase.

Verdienter Erfolg
Unter dem Strich steht ein verdienter Einzug des deutschen Rekordmeisters ins Viertelfinale, da er die Probleme in Madrids Hintermannschaft aufdeckte und ausnutzte. Einziger Wermutstropfen an einem aus Münchener Sicht perfekten Abend: Der immer zentraler werdende van Bommel wird im Viertelfinalhinspiel gesperrt fehlen.