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Mit Micoud zurück zum Erfolg

Nach sechs Jahren in Italien und Deutschland ist Spielmacher Johan Micoud wieder zurück in Bordeaux und will auch mit den Franzosen in der Champions League für Schlagzeilen sorgen.

Nach sechs Jahren in Italien und Deutschland ist Spielmacher Johan Micoud wieder zurück beim FC Girondins de Bordeaux und will auch mit den Franzosen in der UEFA Champions League für Schlagzeilen sorgen.

Der König kehrt heim
Vor zehn Jahren war Micoud von AS Cannes - wo auch der berühmte Zinédine Zidane seine Profi-Karriere begann - nach Bordeaux gewechselt. Er gewann mit Girondins die französische Meisterschaft und stand in zwei Liga-Pokal-Finals. Danach ging er zu Parma FC und Werder Bremen, wo er sich internationale Anerkennung verschaffte. Mit 33 Jahren hat Micoud nun die Chance genutzt und ist im Sommer ablösefrei nach Bordeaux zurückgekehrt. Mit seinem alten und neuen Verein trifft er in der Champions League morgen auf Galatasaray SK und später noch auf den PSV Eindhoven sowie Liverpool FC.

Micoud optimistisch
"Es wird schwer, aber ich glaube an unser Weiterkommen", sagte der in Cannes geborene Micoud. "Wir haben das Vergnügen, an der Anfield Road zu spielen - das ist eine der besten Adressen im europäischen Fußball. Der PSV ist kein leichter Gegner und eine Reise in die Türkei ist nie angenehm. Dennoch hätte es bei der Auslosung schlimmer für uns kommen können." Viel hat sich geändert, seitdem Micoud Bordeaux verlassen hat. Statt mit einem Volkswagen fährt er nun in einem Ferrari. Doch "Le Chef", wie er in Bremen getauft wurde, fühlt sich in Bordeaux immer noch wohl. "Ich liebe diesen Verein", sagte er. "Hier habe ich wunderbare Dinge erlebt."

Lob von Ricardo
Micouds Heimkehr war der größte Sommer-Transfer in Frankreich. Derjenige, der diesen Deal eingefädelt hat, ist der frühere Bordeaux-Spieler und -Trainer Michel Pavon gewesen. Der jetzige Coach Ricardo jedenfalls freut sich über diese Verstärkung. "Er ist ein großer Spieler, der seine Erfahrungen weitergibt", sagte er. Micoud ist einfach nur glücklich, wieder unter seinen Freunden zu sein und sagte: "Ich habe so viele bekannte Gesichter im Château du Haillan [die Klub-Zentrale] und in der Mannschaft wieder gesehen; Ulrich Ramé, Lilian Laslandes und David Jemmali. Schön, dass das alles geklappt hat. Jetzt bin ich gerade dabei, die jüngeren Spieler kennen zu lernen."

Frustrierende Jahre
Micoud weiß aber auch, dass der Klub während seiner Abwesenheit frustrierende Jahre durchgemacht hat. "Es ist vergleichbar mit der Situation in Bremen, als ich dort ankam", sagte er. "Sie träumten von den Titeln, die immer der [FC] Bayern München gewonnen hat." Bremen konnte 2003/04 den Rekordmeister stürzen und gewann in dieser Saison sogar das Double. Micoud spielte zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Jahre bei Werder. "Hier wollen wir Olympique Lyonnais genau so Konkurrenz machen, wie es mir mit Werder gegen Bayern gelungen ist", sagte Micoud. "Wir dürfen uns nur nicht von Anfang schon aufgeben. Bordeaux hat viele junge Spieler, die noch gar nicht wissen, wie gut sie sind."

"Großartiges Team"
Micoud muss aber noch beweisen, ob er mit Bordeaux in den Titelkampf eingreifen kann. Ramé appelliert daher auch an die Mitspieler des Spielmachers. "Was kann er denn schon alleine bewegen?", sagte der Torwart. "Das Zusammenspiel zwischen ihm und der Mannschaft muss noch besser werden, damit seine Fähigkeiten besser zur Geltung kommen." In Bordeaux hoffen sie darauf, dass der Schalter noch rechtzeitig umgelegt werden kann, ehe am Dienstag die Champions League mit dem Spiel in Istanbul beginnt. "Ich habe bei Europapokal-Spielen gelernt, dass die großen Teams niemals aufgeben", sagte Micoud. "Ich versuche, diese Einstellung mit nach Bordeaux zu bringen."

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