Henry sorgt für klare Verhältnisse
Dienstag, 26. September 2006
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Arsenal FC - FC Porto 2:0
Thierry Henrys 50. Europapokaltor stellte die Weichen für einen mühelosen Sieg der Gunners.
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Der letztjährige UEFA Champions League-Finalist Arsenal FC setzte seinen großartigen Start in die neue Saison mit einem überzeugenden 2:0-Erfolg gegen den FC Porto fort und führt die Gruppe G mit sechs Punkten aus zwei Spielen an.
Schöne Konter
Mit je einem Tor in jeder Hälfte sicherte sich Arsenal völlig verdient die drei Punkte, Porto kam mit den schnellen Kontern und dem Direktspiel der Londoner nie zurecht. In der ersten Hälfte versuchte sich Arsenal gegen die souveräne Porto-Abwehr zunächst noch mit Fernschüssen, spielte aber nach dem 1:0 durch Thierry Henry nach 38 Minuten wie aus einem Guss. Arsenals Kapitän, der sein 50. Europapokaltor erzielte, legte dann in der zweiten Hälfte das 2:0 durch Aleksandr Hleb mustergültig auf, die Portugiesen warten damit auch nach zwei Spielen noch auf ihren ersten Treffer.
Bann gebrochen
Nach dem ersten Liga-Sieg in ihrem neuen Stadion am letzten Wochenende gegen Sheffield United FC scheint der Bann vor heimischen Fans nun auch in der UEFA Champions League gebrochen. Die Londoner starteten mit enormem Tempo in diese Begegnung, vor allem Robin van Persie im linken Mittelfeld sorgte immer wieder für Gefahr. Einen Flachschuss des Niederländers konnte Portos Torhüter Helton nach vier Minuten gerade noch um den Pfosten drehen.
Fabregas rettet
Arsenals Fans waren vom Auftritt ihrer Lieblinge begeistert, auch Tomáš Rosický, der seine zentrale Position hinter Thierry Henry sichtlich genoss, kombinierte zweimal brillant mit dem Franzosen, konnte Helton aber nicht in Verlegenheit bringen. Porto überstand aber diesen fulminanten Start der Engländer ohne Gegentor und verschaffte sich immer größere Spielanteile. Die kreativen Mittelfeldspieler Ricardo Quaresma und Anderson hatten hinter der Spitze Hélder Postiga viel Platz und setzten mit einem gefährlichen Fernschuss nach 13 Minuten ein erstes Ausrufezeichen. Dann reagierte Cesc Fabregas glänzend und schlug einen Schuss von Bruno Alves nach Ecke von Quaresma gerade noch von der Linie.
Tolle Flanke
Bei seinem ersten Auftritt nach einer Verletzung wurde Henry von Minute zu Minute stärker. Arsenals Kapitän bereitete auch die erste klare Möglichkeit durch Van Persie nach einer halben Stunde vor, doch der Niederländer jagte den Ball freistehend über die Latte. Dies war der Startschuss für einen Sturmlauf der Gastgeber, zunächst verpasste Fabregas mit einem schönen Volley das Tor nur knapp, dann zwang Van Persie Helton zu einer weiteren Parade. Machtlos war Portos guter Schlussmann allerdings in der 38. Minute, als Emmanuel Eboué von der rechten Seite eine wunderbar angeschnittene Flanke in die Mitte brachte, wo Henry am langen Pfosten den Ball gegen den Lauf Heltons einköpfte.
Debüt für Hleb
Portos Trainer Jesualdo Ferreira wechselte zur Pause zweimal aus, Mittelfeldspieler Raul Meireles kam für Linksverteidiger Ricardo Costa und Stürmer Lisandro López für Postiga, aber den nächsten Treffer erzielte dennoch Arsenal. Drei Minuten nach der Pause trieb William Gallas den Ball durch das Mittelfeld und bediente seinen Landsmann Henry, der uneigennützig auf den heranstürzenden Hleb querlegte. Der Flachschuss des Weißrussen zischte flach ins lange Eck und der Ex-Stuttgarter durfte sein erstes Champions League-Tor überhaupt feiern.
Lehmann arbeitslos
Danach drosselte Arsenal ein wenig das Tempo und Ferreira schickte mit Adriano einen weiteren Stürmer aufs Feld. Meireles prüfte dann erstmals Jens Lehmann mit einem harmlosen Flachschuss, doch Arsène Wengers Mannschaft hatte das Spiel jederzeit im Griff. Um ein Haar hätten die Gunners sogar noch das dritte Tor erzielt, doch Fabregas scheiterte mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz am starken Helton.