Salzburg glaubt an sich
Mittwoch, 9. August 2006
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Der FC Salzburg will im Qualifikations-Hinspiel zur UEFA Champions League gegen Valencia CF seine Außenseiterchance nutzen.
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Der FC Salzburg steht im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League vor einer schweren Aufgabe. Mit Valencia CF fischte die Mannschaft des prominenten Trainergespanns Giovanni Trapattoni/Lothar Matthäus den vermeintlich dicksten Brocken aus der Lostrommel. Für beide Mannschaften ist es das erste Aufeinandertreffen im Europapokal überhaupt.
Gut in Form
In Salzburg glaubt man trotz des schweren Gegners an die Außenseiterchance. Großes Selbstvertrauen schöpft man aus dem bisherigen Saisonverlauf, denn in der österreichischen Bundesliga steht man mit drei Siegen aus vier Spielen und einem Unentschieden an der Tabellenspitze. Zudem konnten sich die Salzburger in der zweiten Qualifikationsrunde gegen den Schweizer Meister FC Zürich durchsetzen. In diesem Vergleich offenbarte die Mannschaft zwar im Hinspiel einige Schwächen, konnte aber im Rückspiel Nervenstärke und Routine unter Beweis stellen, die auch gegen Valencia entscheidend sein könnten.
Leichte Vorteile
Zudem setzen die Gastgeber gegen den Tabellendritten der abgelaufenen Saison in der Primera División auf drei entscheidende Faktoren. Die Spanier, deren Saison erst am 27. August beginnt, stecken noch mitten in der Vorbereitung und haben somit im Gegensatz zu den Salzburgern, die bereits sechs Pflichtspiele absolvierten, noch keine Matchpraxis. Für Matthäus bedeutet dies einen „kleinen Vorteil“ für seine Elf. Ein weiterer Faktor könnte die Heimstärke der Salzburger sein, sowie der Belag, auf dem gespielt wird. „Sie haben mit dem Kunstrasen keine Erfahrung“, setzt Trapattoni auf den Effekt des ungewohnten Untergrunds.
Torgarant Zickler
So glaubt der Coach dann auch trotz der Ausfälle von Christian Tiffert (gesperrt) und Marc Janko (verletzt) an seine Mannschaft: „Ich bin überzeugt, dass wir auch gegen Valencia eine Chance haben. Eine Überraschung ist realistisch“, erklärte der „Maestro“, der vor allem auf eine Fortsetzung der guten Form von Alexander Zickler hofft. Der Stürmer hat in der Liga in vier Spielen bereits sieben Treffer erzielt und auch im Duell mit Zürich hatte er mit seinem Elfmetertor zum 2:0 im Rückspiel entscheidenden Anteil am Weiterkommen der Salzburger.
Gute Erinnerungen
Zickler ist auch einer der wenigen Spieler im Kader, der bereits über Champions League-Erfahrung verfügt und vor allem gute Erinnerungen an Valencia hat. 2001 gewann er - übrigens gemeinsam mit dem damaligen und aktuellen Teamkollegen Thomas Linke - gegen eben diesen Gegner mit dem FC Bayern München die UEFA Champions League.
„Traum erfüllen“
Für Lothar Matthäus, der in seiner Karriere unzählige Duelle auf diesem Niveau bestritten hat, ist der Vergleich mit dem europäischen Spitzenklub eine große Herausforderung. „Als Außenseiter können wir den großen Favoriten aus Spanien fordern und auch weiter den Traum träumen, die Champions League zu erreichen - und letztlich diesen Traum auch noch erfüllen“, machte der Deutsche seiner Mannschaft Mut und erklärte auch direkt, wie man diesen Traum erfüllen kann: „Wir dürfen uns nicht verstecken und müssen auch nicht in Ehrfurcht erstarren.“