Portugiesische Nationalspieler im direkten Duell
Montag, 3. April 2006
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Im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League kommt es wieder zum direkten Aufeinandertreffen der beiden portugiesischen Nationalspieler Fernandes und Deco.
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Senkrechtstarter
Auf Benficas linker Seite spielt Senkrechtstarter Manuel Fernandes, während Barcelonas rechte Seite von Deco, ebenfalls portugiesischer Nationalspieler, besetzt wird. Beide zeigten im Hinspiel starke Leistungen. Ihre Defensiv-Aufgaben erledigten sie zuverlässig und auch ins Angriffsspiel schalteten sie sich ein. Auch zu Torchancen kamen beide. Nun konzentrieren sich die zwei Nationalspieler voll auf das Rückspiel in dieser Woche im Camp Nou.
Die Null stand
Manuel Fernandes sagte: "Das Wichtigste für uns im Hinspiel war, dass wir kein Gegentor kassiert haben. Das Rückspiel wird allerdings ganz anders werden, denn Barcelona spielt dann vor den eigenen Fans. Sie werden versuchen, von Anfang an das Spiel zu kontrollieren, doch der Druck lastet auf ihnen, nicht auf uns."
"Wir sind die Favoriten"
Diesen Druck scheint Deco nicht zu spüren. "Wir sind immer noch favorisiert. Durch das 0:0 im Estádio da Luz haben wir uns für das Heimspiel eine gute Ausgangsposition geschaffen", sagte er. "Es wird nicht leicht, aber wir werden versuchen, Benfica zu Hause zu schlagen."
Kometenhaft
Manuel Fernandes erlebte einen kometenhaften Aufstieg in den vergangenen Monaten. Sein Trainer Ronald Koeman behauptete vor dem Hinspiel: "Man vergisst leicht, dass er erst 20 ist." Der Spieler scheint den Herausforderungen jedenfalls schon gewachsen zu sein. Dazu gehört auch sein Einsatz gegen das Team, das für viele der Top-Favorit auf den Gewinn der Champions League ist.
Taktik
"Wir gehen das Spiel wie jedes andere an, auch wenn Barcelona eine große europäische Mannschaft ist", sagte Manuel Fernandes. "Beide Teams hatten [im Hinspiel] Pech vor dem Tor des Gegners. Gerade gegen Ende des Spiels haben wir einige gute Gelegenheiten vergeben. Barcelona hatte aber auch ein paar dicke Chancen. Ich denke, das Ergebnis ging schon in Ordnung. In der zweiten Halbzeit war ich nicht mehr so gut, weil ich [Mark] van Bommel decken musste, während Petit auf [Andrés] Iniesta aufpasste. Wir werden versuchen, in Katalonien gut zu verteidigen und hoffen, dass Barcelona Fehler macht."
Vergebene Chancen
Beto war der Benfica-Spieler, der Deco bewachen musste. Seine Leistung beeindruckte den portugiesischen Nationalspieler. "Beto hat seine Sache gut gemacht, indem er unser Mittelfeldspiel ständig blockierte", lobte Deco. "Manchmal gelang es mir aber, ihm zu entwischen und gute Chancen vorzubereiten. Wir müssen im Rückspiel genauso weiter spielen. Wir waren besser als Benfica, haben es aber versäumt die Tore zu machen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Barça einmal so viele Möglichkeiten vergeben hat."
Buh-Rufe
Als ehemaliger Spieler des Rivalen FC Porto ist Deco am vergangenen Dienstag in Lissabon nicht gerade freundlich begrüßt worden. Doch das machte ihm nichts aus. "Die Buh-Rufe bei meiner Auswechslung waren absolut normal", sagte er. "In meiner Zeit in Portugal habe ich nun einmal für Porto und nicht für Benfica gespielt." Doch Deco ist sich sicher, dass sein Team vor heimischem Publikum den Sack zumachen wird. "Wir hatten im Hinspiel mehr Chancen und spielten besser als Benfica", sagte er. "Das gibt uns Zuversicht, dass wir das Rückspiel gewinnen werden."