Champions League Offiziell Live-Ergebnisse & Fantasy
Erhalten
UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Milan mit Glück weiter

AC Milan - Olympique Lyonnais 3:1(Gesamt: 3:1)
Durch späte Tore von Filippo Inzaghi und Andriy Shevchenko zogen die Mailänder etwas glücklich ins Halbfinale ein.

Durch zwei Tore von Filippo Inzaghi und Andriy Shevchenko in den letzten fünf Minuten ist der AC Milan ins Halbfinale der UEFA Champions League eingezogen, obwohl Gegner Olympique Lyonnais über weite Strecken mindestens ebenbürtig war.

Lyons Drama
Mitte der ersten Hälfte köpfte Inzaghi den letztjährigen Finalisten in Führung, doch der französische Meister schlug durch Mahamadou Diarra sofort zurück und hatte auch in der zweiten Hälfte gute Möglichkeiten, alles vorzeitig klar zu machen. Zwei Minuten vor dem Ende staubte jedoch Inzaghi nach einem Pfostenschuss von Shevchenko ab, in der Nachspielzeit war es dann der Ukrainer, der Lyons Aus endgültig besiegelte. Die Franzosen schieden damit das dritte Mal in Folge im Viertelfinale aus.

Milan stärker
Milans Trainer Carlo Ancelotti setzte von Beginn an auf Inzaghi und Jaap Stam und seine Mannschaft hatte zunächst mehr vom Spiel. Vor allem Clarence Seedorf und Andrea Pirlo suchten immer wieder die extrem beweglichen Inzaghi und Shevchenko. Inzaghi machte zum ersten Mal nach zehn Minuten auf sich aufmerksam, als er einen langen Ball von Kakha Kaladze knapp verzog, nur fünf Minuten später setzte er eine flache Hereingabe von Serginho neben den kurzen Pfosten. Lyon, dessen Trainer Gérard Houllier im Drei-Mann-Sturm auf Fred und Sydney Govou setzte, hatte zu diesem Zeitpunkt nur wenig zu bestellen und wartete auf Fehler der Gastgeber - und die sollten kommen.

Inzaghi trifft
Zunächst traf Dida einen Rückpass von Alessandro Nesta nicht richtig, doch der überraschte Sylvain Wiltord konnte keinen Nutzen daraus schlagen, dann kam Fred vor dem heute extrem schwachen Milan-Keeper an den Ball, der zu Florent Malouda zurücksprang, aber der hob das Leder aus 14 Metern über das verlassene Tor. Juninho Pernambucano, der im Hinspiel noch gesperrt gefehlt hatte, durfte dann erstmals seine Freistoßkünste demonstrieren, doch diesmal war Dida auf dem Posten. Nach 25 Minuten schien Lyon das Spiel im Griff zu haben, doch ein schwerer Fehler von Fred, der im Mittelfeld den Ball verlor, leitete die Milan-Führung ein. Shevchenko bediente Seedorf auf dem linken Flügel, dessen Maßflanke köpfte der völlig freistehende Inzaghi ins lange Eck zum 1:0.

Diarras Antwort
Lyon zeigte sich aber nicht geschockt, und sechs Minuten später stand es 1:1. Juninho schlug einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum und Freds Kopfball wurde zunächst von seinem Teamkollegen Cris abgeblockt. Doch Diarra reagierte am schnellsten und köpfte das Leder ins leere Netz, Dida hatte sich zuvor mal wieder verschätzt und lag hilflos auf dem Boden. Milan hatte dann durch Seedorf und Inzaghi noch zwei Möglichkeiten, die beste Chance vor der Pause verzeichneten aber die Gäste. Zunächst konnte Dida eine verirrte Juninho-Flanke gerade noch über die Latte lenken, dann traf Fred bei der folgenden Ecke völlig frei stehend nur den Außenpfosten.

Tolles Spiel
Milan begann auch die zweite Hälfte sehr offensiv, immer wieder wurde es vor dem Tor von Grégory Coupet turbulent, doch ein Kopfball von Alessandro Nesta verfehlte sein Ziel knapp. Immer wieder versuchte Milan die Unerfahrenheit von Lyons jungem Rechtsverteidiger François Clerc auszunutzen, Kakà setzte Serginho in Szene, der zog aber ab, statt den frei stehenden Inzaghi zu sehen. Die Partie wurde nun immer besser, auch Lyon hielt voll dagegen und hatte einige gute Kontermöglichkeiten. Juninho kombinierte wunderbar mit Govou, doch dessen flache Hereingabe von der Torauslinie konnte Nesta gerade noch zur Ecke klären.

Dramatisches Finale
Angetrieben von seinen enthusiastischen Fans suchte Milan die Entscheidung, bei einem 1:1 wäre ja Lyon ins Halbfinale eingezogen. Serginho tanzte auf der linken Seite gleich drei Abwehrspieler Lyons aus, schlug aber eine Flanke ins Nichts, dann rettete Wiltord bei einem Kaká-Kopfball auf der Linie. Doch als kaum noch einer an Milan glaubte, hatte der Fußballgott sein Herz für die Mailänder entdeckt. Nach einem Stellungsfehler in der Abwehr von Lyon kam Shevchenko halbrechts frei zum Schuss, Coupet lenkte den Ball noch an den rechten Pfosten, von da rollte er an den linken Pfosten und genau vor die Füße von Inzaghi. Nach einem haarsträubenden Rückpass von Clerc war es dann dem Ukrainer vorbehalten, den Schlusspunkt in einer spannenden Partie zu setzen, die einen glücklichen Sieger sah. Milan trifft nun im Halbfinale auf den FC Barcelona oder auf SL Benfica.