Ajax-Stürmer und Adriano wieder treffsicher
Dienstag, 14. März 2006
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Sowohl die Ajax-Stürmer als auch Inters Adriano zeigten zuletzt wieder ihre Vollstrecker-Qualitäten und wollen diese auch heute Abend beweisen.
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Dass Adriano am Samstag gegen UC Sampdoria wieder einmal das Tor getroffen hat, freut seinen Teamkollegen Javier Zanetti vom FC Internazionale Milano ganz besonders. Denn er glaubt, dass somit vor dem wichtigen Rückspiel im UEFA Champions League-Achtelfinale gegen den AFC Ajax die gefährlichste Waffe der Italiener wieder zu alter Stärke gefunden hat. Doch auch die Mannschaft aus Amsterdam hat bereits bewiesen, dass sie im Sturm sehr gut besetzt ist.
Selbstsicherheit
Der brasilianische Nationalstürmer Adriano nickte den Ball gegen Sampdoria kurz vor der Halbzeitpause zum 1:0-Siegtreffer ein. Durch diesen Erfolg bleibt Inter im Kampf um Platz zwei am Lokalrivalen AC Milan dran. Zanetti war von seinem brasilianischen Stürmer begeistert. "Es war kein leichtes Spiel, aber Adrianos Tor hat den Unterschied ausgemacht. Das gab uns die nötige Selbstsicherheit für den Rest der Partie", sagte der Inter-Kapitän, der nicht mitspielen konnte, weil er sich zum ersten Mal in seiner elfjährigen Karriere in Mailand eine Sperre eingehandelt hatte.
"Wichtige Waffe"
Adriano selbst war bis zum Sampdoria-Spiel gesperrt und war in den elf Partien zuvor ohne Tor geblieben. "Er trainierte während seiner Sperre sehr hart und meldete sich dann mit einem Tor zurück", so Zanetti weiter. "Er ist eine sehr wichtige Waffe in unserem Angriffsspiel, und wenn er in Top-Form ist, kann er jedem Gegner so richtig wehtun." Dies belegt die eindrucksvolle Statistik des 24-Jährigen in der Champions League. In 13 Spielen traf er elf Mal. Nach dem katastrophalen Beginn gegen Ajax im Hinspiel wissen aber auch die Italiener, dass sie sich jedes gute Ergebnis hart erarbeiten müssen.
Einladung zu Toren
"Wir wissen, dass Ajax eine gute und junge Mannschaft ist, der man nicht so viel Raum geben darf. Genau das haben wir allerdings in Amsterdam in der ersten Hälfte nicht geschafft", sagte Zanetti, der mit 32 Jahren älter ist als jeder einzelne Spieler, der bei den Niederländern in der Startformation stand. Diese Freiheiten nutzten Mauro Rosales und Klaas Jan Huntelaar zur frühen 2:0-Führung für ihr Team, ehe Inter in der zweiten Halbzeit durch Treffer von Dejan Stanković und Julio Cruz doch noch der Ausgleich gelang. Das Tor des Argentiniers fiel erst vier Minuten vor Schluss.
Zuversicht
Dennoch bleibt Inter gewarnt, und Ajax' schwedischer Stürmer Markus Rosenberg glaubt, dass sein Team aus der dominanten ersten Halbzeit in der Amsterdam ArenA für das heutige Spiel Zuversicht gewinnen kann. "Im Hinspiel haben wir praktisch zwei verschiedene Partien gespielt", sagte der 23-Jährige. "Die ersten 45 Minuten waren phantastisch, die zweiten eher nicht. Deshalb müssen wir in Mailand auf der Leistung vor der Pause aufbauen."
Erfolgsserie
In der niederländischen Meisterschaft scheint Ajax bereits die Lehren aus einer Schwächeperiode gezogen zu haben. Denn vor dem 0:0 beim PSV Eindhoven am vergangenen Wochenende haben die Amsterdamer fünf Mal in Serie gewonnen. Damit ist die Liga wieder etwas spannender geworden. Hauptverantwortlich dafür war Huntelaar mit neun Toren in den letzten Spielen. Dennoch ist er noch nicht Ajax' Top-Torschütze in dieser Saison. Das ist immer noch Rosenberg, der bisher zwölf Mal erfolgreich war, obwohl er auf den ungewohnten linken Flügel ausweichen musste, nachdem Huntelaar im Januar zu Ajax kam.
"Gute Chance"
"Es ist immer so", sagte der Schwede über den Lauf seines Sturmkollegen. "Manchmal machst du die Dinger eben serienweise rein, manchmal läuft's aber auch viele Spiele lang überhaupt nicht. Klaas Jan war zuletzt super drauf, und wenn er mal nicht trifft, dann tun das eben andere." Das stimmt, denn die Mannschaft von Trainer Danny Blind erzielte in den letzten 14 Eredivisie-Partien 38 Tore und reist auch deshalb selbstbewusst nach Mailand. "Wir haben eine gute Chance, weil wir wissen, dass wir sie schlagen können", so Rosenberg.