Unentschieden reicht Liverpool
Dienstag, 6. Dezember 2005
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Chelsea FC - Liverpool FC 0:0
Der Titelverteidiger zieht als Gruppensieger ins Achtelfinale ein, für Chelsea bleibt nur Platz zwei.
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Abwehrrecken
Wie schon im Halbfinale der vergangenen Saison hatte Chelsea auch diesmal mehr vom Spiel, doch Liverpool verteidigte sehr gut. In der Abwehr waren Jamie Carragher und Sami Hyypiä einmal mehr nicht zu überwinden. Chelseas Trainer José Mourinho dagegen wird enttäuscht darüber gewesen sein, dass sein Team keine von drei sehr guten Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit nutzen konnte. Damit beenden beide Mannschaften ihre sechs Gruppenspiele mit jeweils nur einem Gegentor.
Spekulationen
Zuvor gab es Spekulationen darüber, dass einige Schlüsselspieler auf beiden Seiten geschont würden. Doch beide Trainer setzten auf ihre besten Akteure. Bei Liverpool gab es nur zwei Änderungen gegenüber dem fünften Spieltag, als das Team bereits den Achtelfinal-Einzug perfekt gemacht hatte. Djimi Traoré kam auf der linken Abwehrseite zum Einsatz und Luis García, der im Halbfinale der letzten Saison das entscheidende Tor erzielt hatte, bekam den Vorzug vor Fernando Morientes.
Aggressive Anfangsphase
Chelsea trat mit drei neuen Spielern an, nachdem Hernán Crespo und Joe Cole verletzungsbedingt absagen mussten. Asier Del Horno saß zunächst nur auf der Bank. Dafür spielten Paulo Ferreira, Didier Drogba und Arjen Robben von Anfang an. Schon früh zeichnete sich ab, dass es dem Spiel nicht, wie befürchtet, an Intensität mangeln würde. Es war eine kampfbetonte Partie und wieder bewies die Liverpooler Abwehr, dass sie unbedingt ohne Gegentor bleiben wollte.
Gerrards Chance
García brachte sein eigenes Team früh in Probleme, als sein Fehlpass Chelsea kurz vor dem Liverpooler Strafraum in Ballbesitz brachte. Frank Lampards Schuss wurde aber von José Reina großartig pariert. Auch mit dem daraus resultierenden Eckball hatten die Gäste große Schwierigkeiten, ehe sie den Ball schließlich aus der Gefahrenzone befördern konnten. Der Titelverteidiger antwortete aber prompt und hatte die nächste Chance. Steven Gerrard zirkelte den Ball am langen Pfosten vorbei, nachdem er von Peter Crouch bedient worden war.
Čech rettet
Robbens Rückpass tief in der eigenen Hälfte sorgte anschließend für Gefahr, doch Chelseas John Terry bremste García in überragender Manier aus. Chelsea kontrollierte die Partie zwar, aber Liverpool war bei Kontern stets gefährlich. In der 31. Minute kamen die Gäste zu ihrer bis dato größten Chance, als Gerrard, der immer wieder von der rechten Seite in die Mitte zog, John Arne Riise auf die Reise schickte. Der Norweger konnte aber gerade noch von Petr Čech gebremst werden, der mit seinem rechten Fuß klärte.
Zwei Chancen
Bei Chelsea kam Del Horno in der zweiten Halbzeit für Ferreira, während Riise bei den Gästen für Harry Kewell nach einer Stunde Platz machen musste. Zuvor hatten die Gastgeber allerdings schon zwei weitere gute Tormöglichkeiten durch Michael Essien und Robben.
Gudjohnsen schießt drüber
Nach einer weiten Flanke von William Gallas ließ Drogba den Ball von der Brust für Robben abtropfen, der ihn dann rechts am Tor vorbei schoss. Der Niederländer war nur sieben Minuten später an der nächsten Chance beteiligt, als Lampard eine Ecke über den Strafraum hinweg auf Robben schlug, der anschließend Eidur Gudjohnsen bediente. Der hob den Ball allerdings über das Tor. Liverpool ließ sich nun immer weiter zurückdrängen. Auch Gerrard konnte dies nicht verhindern. Dennoch erzielte Chelsea nicht mehr das entscheidende Tor, das Platz eins in der Gruppe bedeutet hätte.