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Hrebík trotzt den Anfeindungen

Der Trainer von AC Sparta Praha hofft, durch Erfolge in der Königsklasse seine Kritiker zum Schweigen zu bringen.

Wachsender Druck
"Hrebík raus!"-Rufe hörte man auch am vergangenen Mittwoch beim 1:1 zu Hause gegen den AFC Ajax. Das spektakuläre Führungstor durch Miroslav Matušovič in der 66. Minute ließ diese negative Stimmung nur kurz verstummen. Denn nach dem Ausgleich von Wesley Sneijder in der Nachspielzeit forderten die Fans schon wieder Hrebíks Kopf. Spätestens seitdem die Fans ein riesiges Banner mit dem Konterfei von Straka - einem charismatischen und populären Ex-Spieler - mit der Sprechblase "Ich werde zurückkommen" ausrollten, wird Hrebík die Botschaft verstanden haben.

Weiter machen
Trotz der Animositäten will Hrebík unbedingt weiter machen. "Es ist sehr unangenehm, wenn man hört, wie einige Fans einen ausbuhen", sagte er, doch ich muss mich auf meine Mannschaft konzentrieren. Meine Aufgabe ist es, das Team zu den bestmöglichen Resultaten zu führen."

Ehemaliger Held
Die Zweifler könnte er am besten durch die Wiederholung der guten Champions League-Saison 2001/02 zur Ruhe bringen. Damals führte er den Außenseiter Sparta mit aggressivem Pressing zu Platz zwei in der Gruppenphase und damit in die zweite Runde. "Damals haben die Fans meinen Namen gerufen. Ich war für sie der Held", erinnerte sich Hrebík. "Wenn wir diese Leistung noch einmal bringen könnten, wären die Fans wahrscheinlich wieder auf meiner Seite."

Europäischer Erfolg
Hrebíks damaliger Erfolg in der Champions League war der Hauptgrund für die Sparta-Besitzer, den Befürworter des defensiven Fußballs als Nachfolger des gefeuerten Straka zu berufen. Trotz der überlegen gewonnenen Meisterschaft schied Sparta in der vergangenen Champions League-Saison früh aus. Der Tiefpunkt war die 0:5-Blamage gegen eine B-Auswahl von Olympique Lyonnais.

Aufbauprozess
Hrebík, der früher Bauingenieur war und nun Miteigentümer einer Baufirma ist, muss die schwere Aufgabe meistern, mit einer neu formierten Mannschaft an den Erfolg von vor vier Jahren anzuknüpfen. Der wichtigste Unterschied der damaligen zur heutigen Mannschaft ist die Stabilität, wie er anmerkt. "Das Team war damals sehr lange zusammen. Wir hatten nur einige wenige Verletzte und konnten somit oft mit der gleichen Startformation spielen. Jetzt muss ich ein neues Team aufbauen. Es wird eine gewisse Zeit dauern, bis die Spieler miteinander eingespielt sind."

Wiederholt sich die Geschichte?
Die Zeit könnte allerdings knapp werden. Hrebík wurde 2002 vor allem wegen der schwachen Form in der Liga entlassen; trotz der Erfolge in der Champions League. Nun könnte sich die Geschichte wiederholen. Drei Tage nach dem Ajax-Spiel musste Sparta mit dem 0:2 gegen 1. FC Slovácko die zweite Saisonniederlage hinnehmen. Sparta, für das der heimische Erfolg selbstverständlich ist, holte aus den letzten vier Liga-Spielen nur vier Punkte.

"Wir müssen damit fertig werden"
In Tschechien und in der Champions League mit einem so kleinen Kader Erfolg zu haben, ist sehr schwer. Doch Hrebík will dies nicht als Entschuldigung gelten lassen. "Wir müssen damit fertig werden", betont er. "Wir können uns nicht zwei gute Spieler auf jeder Position leisten. Doch wir haben mehr als elf gute Spieler."

Immer noch Hoffnung
Trotz der begrenzten Möglichkeiten und der Unzufriedenheit auf den Rängen hofft Hrebík weiter darauf, die Dinge ins Positive zu lenken. "Im letzten Jahr spielte Sparta in der Champions League sehr schwach", sagte Hrebík. "Wir hoffen, das Image von Sparta in Europa wieder verbessern zu können. Wir werden unser Bestes geben, um wieder die zweite Runde zu erreichen."

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