Guerreros "komischer" Treffer
Donnerstag, 15. September 2005
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Paolo Guerrero beschrieb seinen Siegtreffer, der dem FC Bayern München einen wertvollen 1:0-Erfolg beim SK Rapid Wien bescherte, als "komisch".
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Payer rettet
Guerrero traf nach einer Stunde, acht Minuten, nachdem er für seinen Stürmer-Kollegen Claudio Pizarro aufs Spielfeld geschickt worden war. Rapid-Torhüter Helge Payer hatte den Kopfball von Roy Makaay noch abwehren können, aber gegen Gueerreros "Stocherer" war er machtlos.
"Komisches Tor"
Der Peruaner bekam den Ball zwar nicht richtig unter Kontrolle, jedoch prallte dieser einen Meter vor dem Gehäuse letztlich von seinem Fuß ab und kullerte ins Tor. "Das war ein komisches Tor", gab Guerrero zu. "Ich habe den Ball gar nicht gesehen, befand mich aber in der richtigen Position. Ich denke, dass war das komischste Tor, das ich je geschossen habe."
Duell mit Makaay
Einem außergewöhnlich gut aufgelegtem Payer war es zu verdanken, dass Rapid, trotz eigener großer Möglichkeiten, bis dahin nicht ins Hintertreffen geraten war. Sein Duell mit Makaay, der wieder fit war, war der Höhepunkt in einem Spiel, in dem sich beide Teams etliche Chancen erarbeiten konnten. "Wir haben gut gespielt, und ich auch, aber das Ergebnis ist sehr hart für uns", sagte Payer zu uefa.com. "Ich war zufrieden mit meiner Leistung, aber wegen des Resultates bedeutet das nicht viel."
Rapids Chancen
Zuvor hatte Ex-Bayern-Gewächs Steffen Hofmann per Freistoß die Latte getroffen, den Abpraller setzte Andreas Dober per Kopf abermals an die Latte. Rapids beste Chance des Spiel wurde aber zehn Minuten vor dem Ende durch Jozef Valachovič vergeben.
Elfer verschossen
Der slowakische Verteidiger hatte beim 2:1-Gesamtsieg gegen den FC Lokomotiv Moskva in der dritten Qualifikationsrunde beide Treffer erzielt, davon den ersten in Wien beim 1:1 per Strafstoß. Und auch gestern Abend schritt er zum Punkt, nachdem Muhammet Akagündüz von Lucio im Strafraum gelegt worden war. Aber diesmal knallte er den Ball scharf am linken Pfosten vorbei.
"Mein Fehler"
"Ich wollte in die rechte Ecke schießen", sagte er. "Ich weiß nicht, warum ich meine Meinung geändert habe oder was in meinem Kopf vorgegangen ist. Das ist mein Fehler, aber meine Mannschaftskameraden bauten mich danach wieder auf, was mir sehr half."
"Gerechtes Ergebnis"
Mehmet Scholl, der für den verletzten Spielmacher Michael Ballack im Spiel war, gab zu, dass Rapid, das erstmals seit 1996/97 wieder in der europäischen Königsklasse antrat, für die Bayern ein hartes Stück Arbeit war. "Es war ein schweres Spiel, aber das hatten wir erwartet", sagte der Bayern-Veteran. "Das war ein schwerer Gegner. Sie hatten Pech, dass sie den Elfmeter verschossen haben, aber das Ergebnis war gerecht."
"Weltklasse"
Für Rapid-Kapitän Hoffmann war es eine Lehrstunde, von der seine Mannschaft in zwei Wochen im Auswärtsspiel bei Juventus FC profitieren könnte. "Wir haben gegen ein Weltklasseteam gespielt, aber wir haben eine Menge Chancen vergeben. So kann man die Bayern nicht schlagen."