Historischer Erfolg für Dudelange
Mittwoch, 20. Juli 2005
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Die Rückspiele der ersten Qualifikationsrunde zur Teilnahme an der UEFA Champions League hatten es in sich.
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Die Rückspiele der ersten Qualifikationsrunde zur Teilnahme an der UEFA Champions League hatten es in sich. Nachdem tags zuvor schon Titelverteidiger Liverpool FC, der FBK Kaunas und der FC Dinamo Tbilisi den Sprung in die nächste Runde geschafft hatten, und auch Shelbourne FC und FC Tirana weiterkamen, konnten sich acht weitere Mannschaften glücklich schätzen, die europäischen Träume weiter träumen zu dürfen.
Herzogtum im Siegesrausch
Groß dürfte der Jubel in Luxemburg gewesen sein, weil sich mit F91 Dudelange erstmals seit 42 Jahren ein Verein aus dem Fürstentum für die nächste Runde der europäischen Königklasse qualifiziert hat. Doch das 4:1 beim bosnischen Verein NK Zrinjski sieht klarer aus, als es den Anschein hat. Das Heimspiel hatten die Luxemburger noch mit 0:1 verloren, und in Zrinjski sah es bis zur dritten Minute der Nachspielzeit so aus, als wäre nichts mehr zu machen, bis der polnische Stürmer Thomas Gruszczynski noch die Verlängerung erzwang. Dort machten Joris Di Gregorio, sein französischer Landsmann Gaël Hug und abermals Gruszczynski alles klar. Nun geht es gegen den SK Rapid Wien.
Goldenes Tor
Es war der Tag der “Kleinen”, denn auch eine zypriotische Mannschaft kam weiter. Nach dem 1:1 im Hinspiel beim FC Dinamo Minsk schaffte es Meister Anorthosis Famagusta FC mit einem1:0-Erfolg noch, die nächste Runde zu erreichen. Das Goldene Tor erzielte Constandinos Samaras 20 Minuten vor dem Ende. In der nächsten Woche wartete Trabzonspor aus der Türkei.
Sheriff traf zwei Mal
Ohne Mühe erreichte der FC Sheriff den Sprung die nächste Runde. Nachdem schon das Hinspiel bei den Sliema Wanderers aus Malta mit 4:1 gewonnen wurde, ließ es die Mannschaft aus Moldawien diesmal gemächlicher angehen. Die zwei späten Tore beim 2:0-Sieg erzielten Razvan Cocis und Ben Idrissa Derme. Als Belohnung bekommt es Sheriff nun dem FK Partizan aus Belgrad zu tun.
Kleiner Schönheitsfehler
Ähnlich klar ging es auch im Duell zwischen dem siegreichen lettischen Verein Skonto FC und dem FK Rabotnicki aus Mazedonien zu. Rabotnicki hatte das Heimspiel mit 6:0 gewonnen und so war es nicht dramatisch, dass sich diesmal Skonto mit 0:1 durchsetzte. Das einzige Tor des Tages schoss Andrei Pereplyotkin erst in der letzten Minute. Die Mazedonier dürfen sich nun auf den FC Lokomotiv Moskva freuen.
Skandinavisches Duell für Haka
Auch der finnische Meister FC Haka schaffte den Sprung in die zweite Qualifikationsrunde und trifft dort auf den norwegischen Vertreter Vålerenga IF. Die Finnen taten sich in Armenien beim FC Pyunik aber äußerst schwer. Das Hinspiel hatte Haka dank eines Treffers von Juha Pasoja mit 1:0 gewonnen, im Rückspiel mussten die Finnen zunächst zittern.
Rückstand aufgeholt
Levon Pachajyan und Mamadou Diawara schossen die Hausherren bis zur 30. Minute mit 2:0 in Führung. Doch dann drehten die Gäste auf und kamen durch Jarno Mattila und den südafrikanischen Verteidiger Cheyne Fowler noch zum Ausgleich, wodurch sich das Team mit insgesamt 3:2 durchsetzte.
Hafnarfjördur scheitert an Neftchi
Ausgeschieden ist dagegen der isländische Meister FH Hafnarfjördur. Gegen den PFC Neftchi aus Aserbaidschan setzte es eine 1:2-Heimniederlage, nachdem bereits das Hinspiel in Baku mit 0:2 verloren worden war. Agil Mammadov schoss die Gäste in Führung, Allan Borgvardt konnte zwar zwischenzeitlich den Ausgleich erzielen, doch das 2:1 durch Nadir Nabiyev brachte die endgültige Entscheidung. Neftchi trifft nun auf den RSC Anderlecht.
Drama in Bratislava
Einen dramatischen Erfolg feierte der FC Artmedia Bratislava. Die Slowaken gewannen mit 4:1 nach Verlängerung gegen den kasachischen Vertreter FC Kairat Almaty und erreichten mit einem Gesamtergebnis von 4:3 die nächste Runde. Das Hinspiel hatte Kairat mit 2:0 gewonnen, Balázs Borbély und Daniel Tchuř sorgten mit ihren Toren dafür, dass die Entscheidung in der Verlängerung fallen musste.
Matchwinner Staňo
Dort traf zunächst Andrej Bogomolov für die Gäste, doch Ján Kozák per Elfmeter und Pavol Staňo schafften die Wende und bescherten dem slowakischen Meister den Einzug in die nächste Runde, in der es gegen Celtic FC geht.