Milan macht Juve zum Meister
Samstag, 21. Mai 2005
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Da der AC Milan gegen US Città di Palermo nicht über ein Remis hinaus kam, ist Juventus FC neuer italienischer Meister.
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Juventus FC hat vorzeitig seinen dritten Scudetto in den letzten vier Jahren gewonnen, da Titelkonkurrent AC Milan am Freitag gegen US Città di Palermo nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus kam.
Führung aus der Hand gegeben
Die Rossoneri hätten gegen die Sizilianer gewinnen müssen, um Juve den Titel noch streitig machen zu können. Zur Halbzeit führte Milan sogar mit 3:1, doch letztlich holte das Team nur einen Punkt und hat damit einen Spieltag vor Saisonende vier Zähler Rückstand auf Juventus. Die Mannschaft von Fabio Capello spielt morgen beim AS Livorno Calcio und kann sich nächsten Sonntag vor heimischem Publikum gegen Cagliari Calcio als neuer italienischer Meister feiern lassen.
Erfolgstrainer
Capello hat nunmehr drei Meistertitel mit drei verschiedenen italienischen Klubs gewonnen - zuvor war ihm der Titelgewinn mit Milan und dem AS Roma gelungen, zudem wurde er mit Real Madrid CF spanischer Meister. Für Juve ist es die sechste Meisterschaft in den letzten elf Saisons. Die letzten fünf Titel gewann das Team unter dem jetzigen italienischen Nationaltrainer Marcello Lippi.
Meilenstein für Ferrara
Für Juves Abwehrroutinier Ciro Ferrara war es der insgesamt achte Meistertitel in der Serie A. Damit ist er mit den ehemaligen Nerazzurri-Spielern Giovanni Ferrari und Giuseppe Furino gleichgezogen. Der 38-Jährige hatte bereits zusammen mit Diego Maradona zwei Meisterschaften mit dem SSC Napoli gewonnen, ehe er zu Juve wechselte, wo er nach dieser Saison seine aktive Karriere beenden und eine Tätigkeit im Trainerstab des Vereins aufnehmen wird.
Stars geschont
Obwohl Milan gegen Palermo dringend einen Sieg benötigte, schonte Trainer Carlo Ancelotti angesichts des UEFA Champions League-Endspiels am Mittwoch gegen Liverpool FC alle seine Stars außer Hernán Crespo, Rui Costa und Filippo Inzaghi. Trotzdem führte sein Team zur Halbzeit mit 3:1, die Tore schossen der Brasilianer Serginho (2) und der Däne Jon Dahl Tomasson.
Ambrosini fällt aus
Nach einem Eigentor von Milans Verteidiger Alessandro Costacurta traf Palermos Torjäger Luca Toni in der 77. Minute vom Elfmeterpunkt aus, ehe Simone Barone wenig später der Ausgleichstreffer gelang. Zu seiner Entscheidung, mehrere Stammspieler auf der Bank zu lassen, sagte Ancelotti: "Ich denke, das ist logisch, wenn man vor einem Champions League-Finale steht." In Istanbul kann der Trainer personell aus dem Vollen schöpfen, nur Mittelfeldspieler Massimo Ambrosini fällt mit einer Oberschenkelverletzung aus.