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Lob für Hiddink und den PSV

Für die niederländische und italienische Presse machte nur die Chancenverwertung den Unterschied zwischen dem AC Milan und dem PSV Eindhoven aus.

Die niederländische und italienische Presse waren sich in der Beurteilung des gestrigen Halbfinal-Hinspiels der UEFA Champions League zwischen dem AC Milan und dem PSV Eindhoven im San Siro einig - Milan war eiskalt vor dem Tor, während dem PSV der Killerinstinkt eines Andriy Shevchenko fehlte.

Erinnerungen an Deportivo-Debakel
Die niederländischen Zeitungen glauben, dass Milan das Halbfinale bereits für sich entschieden hat. In Italien warnen die Gazetten jedoch vor einer Wiederholung der Ereignisse des letzten Jahres, als Milan gegen den RC Deportivo La Coruña einen Drei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel verspielte und ausschied.

AC Milan - PSV Eindhoven 2:0
Nach einem großartigen Abend ist Milan nur noch einen Schritt vom Finale entfernt. Und genauso, wie sie es schon im Viertelfinale gegen Inter getan haben, werden sich die Rossoneri nun an die unglaubliche Niederlage gegen Deportivo aus der letzten Saison zurückerinnern und trotz der Zwei-Tore-Führung voll konzentriert in den Niederlanden antreten. Gestern wurde uns einmal mehr vor Augen geführt, warum es nicht nur die Schuld des Schiedsrichters war, dass Italien bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2002 gegen Südkorea verloren hat. Der damalige südkoreanische Nationaltrainer Guus Hiddink hatte auch gestern Abend eine wirksame Taktik entwickelt. Der PSV kontrollierte Mailand die meiste Zeit, konnte jedoch seine Chancen nicht nutzen. Damit hat der routinierte Trainer wieder einmal bewiesen, dass er ein wahrer Meister seines Fachs ist. (Corriere dello Sport, Italien)

Dieses Fußballspiel ähnelte einer Schachpartie - Geduld war für Milan der Schlüssel zum Sieg. Der PSV zeigte bei jedem Angriff, dass sie Fußball spielen können, und Hiddink lieferte trotz der beschränkten Möglichkeiten seines Teams ein weiteres Meisterstück ab. Der südkoreanische Nationalspieler Ji-Sung Park stellte Milans Defensive immer wieder vor Probleme. Der PSV erspielte sich vor allem in der zweiten Hälfte viele Chancen, konnte diese aber nicht in Tore ummünzen. Schließlich machte Milans Klasse den Unterschied zwischen beiden Mannschaften aus. Die erste Runde ging damit an Carlo Ancelotti, der jedoch auch weiß, dass der PSV ein wichtiges Auswärtstor verdient gehabt hätte. Die Mission ist noch nicht erfüllt. (Gazzetta dello Sport, Italien)

In dieser Saison ist die Spielweise des PSV oft als italienisch bezeichnet worden. Berechnend, nüchtern und effektiv. Im Halbfinale der Champions League war es nun ausgerechnet eine italienische Mannschaft, die den PSV mit dem Spielsystem ausgehebelt hat, das er selbst so erfolgreich kopiert hat. Auf Seiten des AC Milan nutzten Shevchenko und Tomasson die wenigen Fehler der Eindhovener gnadenlos aus. (De Telegraaf, Niederlande)

Die Erfolgsgeschichte des PSV auf europäischer Bühne wird nicht beim Finale der Champions League am 25. Mai in Istanbul enden. Eine unnötige 0:2-Niederlage bei Milan stellt den PSV vor die schier unmögliche Aufgabe, in Eindhoven drei Tore gegen den italienischen Meister zu erzielen. Der niederländische Meister hatte gestern mehr Torchancen, als er es sich hätte erträumen lassen, doch es fehlte einfach ein Stürmer vom Kaliber eines Shevchenko. (De Volkskrant, Niederlande)

Der PSV hat auf der großen Bühne den Mut eines Löwen an den Tag gelegt. Doch die Chancen, die sich das Team gestern erspielte und nicht verwertete, sorgen dafür, dass der PSV nächste Woche im Heimspiel einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen muss. Daher scheint der Weg zum Finale in Istanbul schon versperrt zu sein. (Algemeen Dagblad, Niederlande)