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Ein Senderos macht noch keinen Frühling

Dank der starken Bayern-Abwehr war es ein frustrierender Abend für Bergkamp und Co.

Von Michael Harrold aus dem Highbury

Arsène Wenger muss sich verwundert die Augen gerieben haben, als der Lokalrivale Chelsea FC am Dienstag in den ersten 20 Minuten den großen FC Barcelona nach allen Regeln der Kunst auseinander nahm. Diesem Beispiel von Chelsea wollte Arsenal FC 24 Stunden später folgen, um das 1:3 aus dem Hinspiel gegen den FC Bayern München doch noch wettzumachen.

Neue Gesichter
Während Chelsea furios startete, verlangte Wenger Geduld von seinen Spielern, nur nicht in einen Konter der Münchner laufen, war seine Devise. Viel erwartet wurde von zwei neuen Gesichtern, die im Hinspiel nicht dabei gewesen waren. Zum einen von Oldie Dennis Bergkamp, der aufgrund seiner Flugangst die Reise nach München nicht angetreten hatte, zum anderen vom unerfahrenen Schweizer Philippe Senderos, der sein UEFA Champions League-Debüt feiern durfte.

Feuertaufe
Für den 20-Jährigen war es eine echte Feuertaufe. Auch wenn Torjäger Roy Makaay den Bayern verletzt fehlte, setzte Trainer Felix Magath auf eine offensive 4-4-2-Formation und gab im Sturm den beiden Peruanern José Paolo Guerrero und Claudio Pizarro eine Chance. Bei Arsenal fand Bergkamp aber schnell seine Meister in Martin Demichelis und Lucio, und frühzeitig demonstrierte der Niederländer seinen Frust durch einen Ellenbogencheck gegen den Brasilianer.

Senderos bärenstark
Das faszinierendste Duell lieferten sich aber Guerrero und der junge Schweizer, der das in ihn gesetzte Vertrauen zu jeder Sekunde rechtfertigte. Vom ersten gewonnenen Duell an wuchs das Selbstvertrauen von Senderos sichtbar und einige erfolgreich bestrittene Kopfballduelle unterstrichen dies sehr deutlich.

Bayern dominiert
Als dann die Bayern einmal gefährlich vor dem Kasten von Jens Lehmann auftauchten, war sich Bergkamp nicht zu schade, in letzter Sekunde vor dem davon stürmenden Hasan Salihamidzic zu retten. Bergkamps Defensivbemühungen zeigten die Dominanz der Münchner, die ausgesprochen souverän agierten und nie in Verlegenheit gerieten. Nach 19 Minuten ließ sich der frustrierte Niederländer dann zu einem hässlichen Foul gegen Lucio hinreißen und konnte sich beim Schiedsrichter bedanken, dass er mit Gelb davonkam.

Arsenal wacht auf
Doch wenige Minuten vor der Pause wäre die Partie fast gekippt. José Antonio Reyes schickte Thierry Henry auf dem linken Flügel mit einem sehenswerten 40-Meter-Pass auf die Reise und der Franzose scheiterte erst am herausstürzenden Oliver Kahn. Bergkamp war in dieser Phase von Demichelis komplett abgemeldet.

Fantastisches Tor
Wenger hatte ja Geduld gepredigt und mit einem Stürmer wie Henry in den eigenen Reihen scheint das durchaus eine vernünftige Herangehensweise. Mitte der zweiten Halbzeit sorgte der Franzose mit seinem herrlichen Tor für Hoffnung auf den Rängen, zumal die Bayern plötzlich doch ins Schwitzen gerieten.

Ballack als Chef im Ring
Michael Ballack wurde zwar verwarnt, doch der Mittelfeldmotor der Bayern, der im Hinspiel noch gefehlt hatte, riss das Spiel immer mehr an sich. Die Abwehr der Londoner, die ja weiter auf Sol Campbell verzichten mussten, gab jedoch ihr Bestes und als selbst der starke Senderos einmal zu spät kam, drehte Jens Lehmann einen Ballack-Schuss mit den Fingerspitzen noch über die Latte.

Zeit läuft ab
Senderos gewann das Duell gegen Guerrero um Längen, später wurde der Peruaner sogar ausgewechselt. Keinen positiven Einfluss auf das Resultat konnte aber auch Bergkamp nehmen. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff jagte er einen Fernschuss am Bayern-Gehäuse vorbei, mehr war von ihm in dieser Partie nicht zu sehen.

Abwehrrecken überragen
Entgegen den Erwartungen zeigte sich die Arsenal-Abwehr stets auf der Höhe des Geschehens, vor allem dank Senderos, aber auch die Bayern-Defensive ließ die hochgelobten Arsenal-Stars um Bergkamp verzweifeln.

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