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Bauchlandung für Donovan

Landon Donovan hatte am Aus von Bayer 04 Leverkusen, am meisten zu knabbern.

Von Mark Bennett

Als Robson Ponte, Spielmacher von Bayer 04 Leverkusen, bei der 1:3-Niederlage im Hinspiel des Achtelfinals der UEFA Champions League bei Liverpool FC seine fünfte Gelbe Karte erhielt, ahnte Landon Donovan, dass seine Stunde gekommen war.

Schaltzentrale
Wegen Pontes Sperre war Donovan für das Rückspiel in der BayArena von Trainer Klaus Augenthaler gesetzt. Nach einem viel versprechenden Auftritt als Einwechselspieler an der Anfield Road sagte Augenthaler: "Landon hat genau das gezeigt, wozu er heute in der Lage ist, und er wird im Rückspiel in der Schaltzentrale agieren."

Ein Traum wurde wahr
Damit wurde für Donovan ein Traum wahr. Nicht nur, weil er in der Champions League von Beginn an eingesetzt wurde, sondern auch deshalb, weil Spiele mit englischer Beteiligung in seinem Heimatland USA immer jede Menge Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Damit hatte er die Chance, seinen Landsleuten zu beweisen, dass er in Europa auf dem aufsteigenden Ast ist.

"Gewaltige Chance"
"Das Spiel gegen Liverpool ist eine gewaltige Chance für die Mannschaft und für mich persönlich", sagte der US-Kapitän vor dem Spiel gegen die Reds. "Ich möchte nicht nur auf dem Feld sein, ich möchte das Spiel auch kontrollieren."

Neutralisiert
Aber an diesem Abend lief beinahe alles schief für den 23-Jährigen. Donovan verstand es nie, eine Bindung zum Spiel zu finden; Dietmar Hamann sowie Igor Bišcan neutralisierten ihn total, und Steven Gerrard konnte im Mittelfeld nach Belieben schalten und walten. Acht Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da hatte Augenthaler genug gesehen. Ein frustrierter Donovan trottete vom Platz und wurde durch Clemens Fritz ersetzt.

"Nichts ist gelaufen"
"Ich bin sehr enttäuscht", sagte Donovan nach der erneuten 1:3-Pleite. "Nichts ist heute für mich gut gelaufen. Ich habe nicht die Pässe gespielt, die ich spielen kann und ich habe eine gute Chance zur Führung verpasst. Ich kann nur hoffen, dass mich der Trainer nicht nach der heutigen Leistung beurteilt."

Verzweiflung
Dennoch war der Leverkusener Spielmacher an diesem Abend nicht allein schuld. Der Amerikaner schaute oft verzweifelt zu, wenn der Ball über ihn hinweg gespielt wurde. Hinzu kam, dass seine Mitspieler ihn nicht suchten und er so seine Ideen, die ihn sonst auszeichnen, nicht in die Tat umsetzen konnte.

Unterstützung von Augenthaler
"Keiner meiner Spieler war heute in Bestform, und deshalb müssen sich alle die Schuld geben für das, was geschehen ist", sagte Augenthaler, der sich weigerte, einzig und allein den Mittelfeldspieler für die Niederlage verantwortlich zu machen. "Wir glauben noch immer an Landon, weil wir wissen, dass er ein exzellenter Spieler ist. Wenn die Zeit kommt, dann wird er eine weitere Chance erhalten."

Bankdrücker
Trotz der tröstenden Worte des Trainers durfte der 23-Jährige beim darauf folgenden 3:3 gegen Hertha BSC nicht ran, wobei er erstmals seit seiner Rückkehr von den San José Earthquakes im Januar nicht einmal eingewechselt wurde. Bleibt die Hoffnung, dass das viel versprechende Talent durch das Liverpool-Spiel nicht einen zu herben Rückschlag erlitten hat.

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