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"Der Imperator" meldet sich zurück

Adriano machte seinem Spitznamen mit einem Hattrick gegen den FC Porto alle Ehre.

Von Ivan Carvalho aus dem Giuseppe Meazza

Eine der Fragen, die sich Roberto Mancini, Trainer des FC Internazionale Milano, vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Porto stellte, war, ob er und die Inter-Fans den in der Serie A zuletzt eher schwachen Adriano oder den Torjäger sehen würden, den sie gerne als "den Imperator" bezeichnen. Letzteres war der Fall, denn der brasilianische Stürmer beförderte mit einem großartigen Hattrick Titelverteidiger Porto aus dem Wettbewerb und sein Team ins Viertelfinale der Königsklasse.

Geteilte Meinungen
Die italienische Presse war zuletzt geteilter Meinung über die Krise, die der 23-jährige Copa America-Gewinner durchleben musste. Drei Monate war er in allen Wettbewerben ohne ein einziges Tor geblieben. Die Torflaute war so drastisch geworden, dass Mancini im Derby gegen den AC Milan im vergangenen Monat über eine Pause für seinen Angreifer nachgedacht hatte. Viele fragten sich, ob der Torjäger die Klasse verloren hatte, die für Inter lebenswichtig in den Gruppenspielen war.

Magischer Adriano
Doch während Landsmann Ronaldo in Diensten von Real Madrid CF auch in den Spielen gegen Juventus FC auf die Erlösung wartete und zudem wegen Nachtretens gegen Alessio Tacchinardi die Rote Karte sah, präsentierte sich Adriano in magischer Form. Nach sechs Minuten ließ er Jorge Costa im Strafraum problemlos aussteigen und zog ab. Verteidiger Pedro Emmanuel lenkte die Kugel beim Abwehrversuch ins eigene Tor. Anschließend zeigte Adriano eine glänzende Vorstellung und sorgte immer wieder für Unruhe in der Gäste-Abwehr.

Porto erholt sich schnell
Als Porto jedoch langsam ins Spiel fand und die anfängliche Enttäuschung über das frühe Gegentor abgeschüttelt hatte, verlor auch Adriano ein wenig an Gefahr, und die Gäste rissen die Partie an sich. Zuerst versuchte Benni McCarthy, Inter-Keeper Francesco Toldo in Verlegenheit zu bringen, als er einen Schuss eines Mitspielers abfälschte. Dann sorgte der Brasilianer Diego für Unruhe in der Abwehr der Gastgeber. Trotzdem konnte Inter mit dem Vorteil in die Pause gehen, dass Adriano seine Batterien noch einmal aufladen konnte für seine große Show in der zweiten Hälfte.

Adriano im Aufwind
Gerade als es so aussah, als ob der Brasilianer wie in so vielen Serie A-Spielen in dieser Saison die Zügel schleifen ließe, entschloss sich Adriano, dass es kein Unentschieden und keine vergebenen Chancen geben durfte. Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchte er sich im direkten Duell gegen Ricardo Costa, scheiterte aber knapp. Das zweite Tor lag in der Luft, als sich der Argentinier Juan Sebastián Verón durchsetzte und den freistehenden Adriano anspielen konnte - doch sein Pass war zu ungenau.

Entscheidung nach einer Stunde
Adriano wollte sich nicht ein zweites Mal bitten lassen, als ihn Sturmpartner Julio Cruz nach einer Stunde mit einem schönen Pass vom rechten Strafraumeck bediente. Der Stürmer hebelte die Abseitsfalle aus und versetzte das Stadion mit einem geschickten Linksschuss in Jubelstürme.

Jorge Costa mit dem Anschluss
Als die Vorentscheidung schon gefallen schien, brachte sich Porto noch einmal zurück ins Spiel. Trainer José Couceiro hatte in der Halbzeit Ricardo Quaresma für den schwachen Cláudio Mejolaro aufs Feld geschickt, und das Ex-Talent des FC Barcelona schien genau die richtige Lösung für das kränkelnde Angriffsspiel der Portugiesen zu sein. Der 33-jährige Verteidiger Jorge Costa nutzte das Chaos im Inter-Strafraum aus und brachte die Gäste mit seinem Anschlusstreffer noch einmal zurück in die Partie.

Perfekte Antwort
Aber erneut war Adriano zur Stelle, der in den letzten Monaten nicht fähig war, die passende Antwort zu finden. Mit seinen technischen Fähigkeiten und seiner Kraft setzte er sich im Strafraum gegen Nuno Valente durch, dribbelte nach rechts und schoss am machtlosen Vítor Baía vorbei ins lange Eck. "Der Imperator" meldete sich mit einem Paukenschlag zurück.

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