Morientes wartet auf bessere Zeiten
Dienstag, 1. Februar 2005
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Fernando Morientes ist sich sicher, dass er bei Liverpool FC bald den Durchbruch schaffen wird.
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Von Adrian Clarke
Erstes Endspiel
Der ehemalige Angreifer von Real Madrid CF hat mit seinem neuen Klub bereits das erste Finale der englischen Saison erreicht. In das Endspiel des Liga-Pokals zogen die "Reds" dank eines Halbfinal-Sieges gegen den Zweitligisten Watford FC ein. Im Millenium-Stadium in Cardiff ist am 27. Februar Chelsea FC der Finalgegner.
Guter Eindruck
Der spanische Nationalspieler ist sich sicher, dass dieses Spiel nur der erste von vielen Höhepunkten der neuen Liverpooler Mannschaft unter Trainer Rafael Benítez sein wird. "Meine ersten Eindrücke von Liverpool sind sehr, sehr gut", erzählte Morientes bei uefa.com. "Das ist einer der größten Klubs in Europa, und ich bin mir sicher, dass wir unser Ziel erreichen und in den nächsten Jahren um die wichtigsten Titel mitspielen werden."
Geduld benötigt
"Ich schätze meine neuen Mitspieler sehr hoch ein. Aber es ist schwierig, sie mit meinen ehemaligen Kollegen von Real Madrid zu vergleichen, weil es ein ganz anderer Verein ist und sie einen ganz anderen Fußball spielen", fügte er hinzu. "Aber dieses Team wird immer sein Bestes für den Verein und die Fans geben. Wir haben immer noch die Chance, in dieser Saison Pokale zu holen. Aber wir sollten auch geduldig sein. In absehbarer Zeit werden wir zu Sieger-Typen reifen."
Notsituation
Zwei Stammstürmer bei Liverpool, Djibril Cissé und Florent Sinama-Pongolle, laborieren an Langzeitverletzungen und werden wohl noch für den Rest der Saison ausfallen. Da die "Reds" im Sturm also nur knapp besetzt sind, steht Morientes schon unter Druck, so schnell wie möglich mit dem tschechischen Nationalspieler Milan Baroš ein harmonisches Sturmduo zu bilden.
Erfolgreiches Angriffsduo
Der Spanier ist sich ziemlich sicher, dass dies funktionieren wird. Er sagte: "Ich kann nicht versprechen, dass Milan Baroš und ich in dieser Saison Pokale nach Anfield holen werden. Aber das ist unser Ziel für die nächsten Spielzeiten. Ich glaube, der Baroš-Morientes-Sturm wird sehr erfolgreich sein, weil wir beide Torinstinkt haben. Wir hatten noch nicht viel Zeit, uns außerhalb des Platzes aneinander zu gewöhnen. Aber ich bin mir sicher, dass wir auf und außerhalb des Feldes noch harmonisieren werden."
Eingewöhnungszeit
Nach siebeneinhalb erfolgreichen Jahren in Madrid könnte man Morientes durchaus eine gewisse Eingewöhnungszeit im Nordosten Englands zugestehen. Doch bei den vielen spanischen Spielern in Liverpool und einem spanischen Trainer muss der Stürmer zugeben, dass er sich schon fast heimisch fühlt.
Spanische Armada
"Ich fühle mich wirklich sehr wohl in Liverpool, und die Tatsache, dass Rafa Benítez, [Antonio] Nunez, [Xabi] Alonso, [Luís] García und Josemi mir hier sehr helfen, alles einfacher und schneller zu verstehen, ist dabei sehr wichtig", sagte er. "Sie erklärten mir, was es heißt, in Liverpool zu spielen und ich war ihnen sehr dankbar dafür."
Frühe Gespräche
Morientes fügte an: "Wir wissen alle, dass wir unser Spiel und unsere Resultate verbessern müssen. Also nehme ich jeden Tipp dankbar an. Bis jetzt habe ich mehr mit den Spaniern gesprochen, und sie haben mir erklärt, wie das Training hier aussieht und wie wir als Mannschaft agieren sollten."
"Großes Potenzial"
"Ich kann die Liverpool-Fans nur bitten, Geduld mit uns zu haben. Denn ich bin mir sicher, dass die guten Resultate und vielen Tore schon bald kommen werden", sagte er. "Ich denke, die Truppe hat ein großes Potenzial. Jetzt schon und sicher auch in der Zukunft."