Luís García im Trikot der Legenden
Montag, 21. Februar 2005
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Der spanische Mittelfeldspieler Luís García ist davon überzeugt, bei Liverpool FC den ganz großen Durchbruch zu schaffen.
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Von Sean Taylor
Als Mittelfeldspieler Luís García im letzten Sommer für neun Millionen Euro vom FC Barcelona zu Liverpool FC wechselte, war er voller Selbstvertrauen, unter dem neuen Trainer Rafael Benítez seinen neuen Traumverein gefunden zu haben.
Unbeständige Form
Allerdings haben Verletzungen und die unbeständige Form der Mannschaft in Liverpool für viel Frust gesorgt, so dass die Reds bei der Vergabe der Meisterschaft keine Rolle mehr spielen und auch im FA Cup bereits frühzeitig die Segel streichen mussten. Einzig die Hoffnung, am Sonntag im Endspiel des Ligapokals gegen Chelsea FC einen Titel zu holen und in der UEFA Champions League das Viertelfinale zu erreichen, ist der Mannschaft von García noch geblieben.
Positives Fazit
Dennoch zieht der Spanier einen Tag vor dem Hinspiel gegen Bayer 04 Leverkusen ein positives Zwischenfazit: "Ich glaube, wir schlagen uns momentan ganz gut und kommen gut voran, aber die Fans wissen, dass wir uns noch in einer Entwicklungsphase befinden", sagte er gegenüber uefa.com.
Spanische "Rafalution"
Als einer der spanischen Neuzugänge in Benítez' "Rafalution" bei Liverpool, hat sich der offensive Mittelfeldspieler schnell in England zurecht gefunden. "Insgesamt bin ich mit meinen Leistungen zufrieden, aber ich glaube, der Höhepunkt steht noch aus", so der 26-Jährige.
Große Pläne
Nachdem er bereits für Barcelona, Real Valladolid, CD Toledo, CD Tenerife und Club Atlético de Madrid gespielt hat, gibt er nun offen zu, in Liverpool den ganz großen Durchbruch schaffen zu wollen. "Ich möchte in meiner Karriere noch viel erreichen und irgendwann werde ich dies hier schaffen", sagt er selbstbewusst.
Trikot mit Tradition
Wohl nicht zuletzt deshalb wollte er unbedingt das Trikot mit der Nummer 10, das nach Michael Owens Abgang zu Real Madrid CF frei wurde. Dabei tritt er die Nachfolge einiger Liverpool-Legenden an, schließlich trugen es vor Owen bereits Namen wie Kenny Dalglish und John Barnes. Für García ist dies eine Herausforderung.
Ruhmreiche Vorgänger
"Dalglish ist ein Held hier in Anfield, Barnes war ein großartiger Spieler und ich weiß, wie viel Michael Owen den Fans bedeutet hat. Aber ich mag die Nummer und will sie tragen. Es ist eine große Herausforderung, wenn man an all die Spieler denkt, die dieses Trikot in der Vergangenheit übergestreift haben und ich möchte auch als großartige Nummer 10 in Erinnerung bleiben."
Lob für den Trainer
García glaubt, dass Benítez, unter dem er bereits in Teneriffa gespielt hat, ihm dabei helfen kann. "Dass ich dazu bereit war, meine Heimat und Familie in Barcelona zu verlassen, um mit ihm in Liverpool zu spielen, zeigt, wie viel ich von Rafael halte", verrät er. "Ich habe großes Vertrauen zum Trainer, weil er auch mir immer vertraut hat. Ich glaube, er wird den Erfolg nach Liverpool zurückbringen, wenn die Fans ihm die nötige Zeit dafür geben."
"Auf der gleichen Wellenlänge"
"Er hat in Valencia gezeigt, dass er zu den besten Trainern überhaupt gehört. In Liverpool kann er sogar noch Größeres erreichen, wenn wir hier Titel gewinnen", fügt er hinzu. "Außerdem liegt mir seine Spielweise sehr, und hier in Liverpool sind wir alle auf einer Wellenlänge."
Heiß auf einen Titel
Wenn sie dies am Dienstag im Hinspiel gegen Leverkusen unter Beweis stellen können, würde dies den Druck auf Liverpools Trainer sicherlich senken, auch wenn die Zeit für die ganz großen Titel wohl noch nicht reif ist. "Hoffentlich können wir einen Titel holen, weil es einfach wichtig ist. Wenn es diese Saison aber nicht klappt, dann im nächsten Jahr", sagt Luís García abschließend.