Trostpreis für Fenerbahçe
Dienstag, 23. November 2004
Artikel-Zusammenfassung
AC Sparta Praha - Fenerbahçe SK 0:1
Ein Eigentor beendete alle Hoffnungen der Prager auf weitere Europapokalabende.
Artikel-Aufbau
Von Sam Beckwith aus dem Letná-Stadion
Fenerbahçe SK hat sich durch einen hart umkämpften Sieg beim AC Sparta Praha den dritten Platz in der UEFA Champions League-Gruppe D gesichert und kann damit wenigstens im UEFA-Pokal weiterspielen.
Eigentor entscheidet
Sparta-Verteidiger Radoslav Kovác war der Unglücksrabe, der mit einem Eigentor den letzten Gruppenplatz seiner Mannschaft zementierte, als er eine Flanke an Torhüter Jaromír Blazek vorbei ins eigene Netz köpfte. Durch den gleichzeitigen Sieg von Manchester United FC gegen Olympique Lyonnais wurden allerdings die Hoffnungen der Türken zerstört, das Achtelfinale der Champions League zu erreichen.
Ohne Poborský
Sparta musste in diesem so wichtigen Spiel auf die gesperrten Karel Poborský und Jirí Homola verzichten, bei der Mannschaft von Christoph Daum fehlte der verletzte Torjäger Pierre van Hooijdonk, der im Hinspiel den einzigen Treffer erzielt hatte.
Pechvogel Kovác
Nachdem Lukáš Zelenka nach 18 Minuten nach einem herrlichen Solo eine gute Chance für Prag verpasst hatte, ging Fenerbahçe überraschend in Führung. Kovác stieg bei einer Flanke, die für Márcio Nobre gedacht war, zusammen mit seinem Torhüter hoch und köpfte Blazek das Leder praktisch aus der Hand ins eigene Tor.
Turbulente Partie
Im bitterkalten Letná-Stadion hatten beide Seiten beste Chancen auf ein Tor, doch beide Torhüter erwiesen sich als wahre Meister ihres Fachs. Auf Seiten der Türken scheiterte Alex an Blazek, auf der Gegenseite war es Tomáš Jun, der nach 73 Minuten den Ausgleich hätte erzielen müssen. Je länger die Partie dauerte, desto besser kamen die Prager ins Spiel, doch Fenerbahçe verteidigte aufopferungsvoll und erfolgreich das eigene Gehäuse.
Mangelnde Chancenverwertung
In den letzten zehn Minuten hatten die Fans im Letná mehrfach den Torschrei auf den Lippen, doch der Ausgleich, der Sparta noch die Chance auf Platz drei gelassen hätte, wollte einfach nicht fallen. So ist Prag schon vor dem sechsten Spieltag aus dem Rennen ums internationale Geschäft, Christoph Daum kann sich nach Weihnachten wenigstens auf den UEFA-Pokal freuen.