Bayern will Achtelfinalticket lösen

Mit einem Heimsieg über Maccabi Tel-Aviv FC wäre der FC Bayern München fast sicher im Achtelfinale.

Von Andreas Alf aus München

Trotz der beiden Niederlagen gegen Juventus FC ist man beim FC Bayern München voller Zuversicht, am Dienstagabend mit einem Heimsieg über Maccabi Tel-Aviv FC das Achtelfinale der UEFA Champions League zu erreichen.

Nur der Sieg zählt
Nachdem die Mannschaft von Felix Magath am Wochenende mit einem 3:1-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern endlich wieder die Tabellenspitze der Bundesliga übernehmen konnte, würde nun ein Sieg gegen die Israelis für das Weiterkommen reichen, vorausgesetzt, der AFC Ajax gewinnt nicht in Turin. "Ich glaube, wir werden diese Partie ohne Probleme gewinnen", erklärte Magath, der noch immer etwas verärgert über die zwei unglücklichen Niederlagen gegen Juve ist.

Bayern siegessicher
Auch wenn Maccabi am vierten Spieltag überraschend mit 2:1 gegen Ajax die Oberhand behielt, sind die Bayern trotzdem siegessicher. Magath meinte weiter: "Bei unserem mühsamen Sieg in Tel-Aviv hat man gesehen, dass sie über eine gute Mannschaft verfügen, aber unser Spiel ist noch gefährlicher geworden. Sie werden wohl verteidigen und auf Konter warten. Ich erwarte, dass meine Mannschaft so offensiv spielt wie gegen Ajax [beim 4:0 am zweiten Spieltag] und einige Tore erzielt."

Alle Mann an Bord
Bei den Bayern hat Roy Makaay seine Sprunggelenksverletzung auskuriert und steht wieder zur Verfügung. Deshalb wird der neue Wunderstürmer José Paolo Guerrero vorerst nur auf der Bank sitzen. Neben Makaay soll Claudio Pizarro an seine guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Außerdem hat sich das brasilianische Duo, bestehend aus Zé Roberto und Lúcio, fit gemeldet, ebenso wie Sebastian Deisler, der nach dem erneuten Auftreten seiner Depressionen am Samstag erstmals wieder zum Einsatz kam.

Im Europapokal überwintern
Torjäger Makaay, der für Bayern in dieser Saison bereits vier Treffer in vier Champions League-Spielen erzielt hat, verzichtet gern auf ein eigenes Tor, wenn die Mannschaft dafür in die nächste Runde einzieht: "Auch ein 1:0-Sieg wäre genug. Ich will gewinnen, damit wir auch im nächsten Jahr noch im Europapokal spielen."

Klinger pessimistisch
Maccabis Trainer Nir Klinger lässt keine Zweifel aufkommen, wer für ihn in diesem Spiel favorisiert ist: "Momentan scheint Bayern bärenstark, und sie sind sehr erfolgreich", meinte er. "Diese Partie wird unheimlich schwierig für uns." Mehr wollte er jedoch nicht verraten. "Wir wollen nicht viel reden. Mir ist es lieber, wenn meine Mannschaft auf dem Platz Leistung zeigt."

Angst vor der Kälte
Neben den immer besser in Schwung kommenden Bayern fürchtet Klinger aber auch noch die Eiseskälte, die das Olympiastadion wieder zu einer Gefriertruhe verwandeln wird: "Wir sind es nicht gewohnt, in solch kalten Temperaturen zu spielen." Maccabis bisher einziger Torschütze, Barukh Dego, der gegen Ajax zwei Mal erfolgreich war, lässt sich von den Wetterverhältnissen nicht abschrecken: "Ich verspreche, dass ich wieder alles geben werde, um noch ein Tor zu erzielen. Wir müssen an unsere Stärken glauben, dann sind wir für eine Überraschung gut."

Punktgewinn ein Erfolg
Auch ein Unentschieden, das für Maccabi aller Voraussicht nach das Aus bedeuteten würde, wäre ein Erfolg. "So ein Resultat wäre großartig, besonders im Münchner Olympiastadion", meinte Klinger. Deshalb hofft der Coach auf den Einsatz von Tamir Cohen, der an einer Leistenzerrung laboriert.

Leistungsträger wieder fit
Zwar verlor Maccabi am Samstag gegen den israelischen Tabellenführer Maccabi Haifa mit 0:3, allerdings war Torjäger Dego bei dieser Partie gesperrt. Außerdem sind heute auch Torwart Liran Strauber und Verteidiger Salem Abo Siam wieder dabei, die zuletzt verletzungsbedingt passen mussten.