Trainer bereit für "entscheidendes Spiel"
Dienstag, 23. November 2004
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Für Didier Deschamps und Rafael Benítez geht es im Spiel AS Monaco FC gegen Liverpool FC um Alles oder Nichts.
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Von Matthew Spiro aus Monaco
Trainer Didier Deschamps hofft, dass sich sein AS Monaco FC am Dienstag im vorentscheidenden Spiel der UEFA Champions League-Gruppe A gegen Liverpool FC endlich wieder in Normalform zeigt.
Trotzreaktion gefordert
Am Freitag kassierten die Monegassen eine 1:3-Heimpleite gegen den FC Sochaux-Montbéliard und sind damit in der Ligue 1 bereits seit acht Spielen sieglos. Der Rückstand auf Tabellenführer Olympique Lyonnais beträgt bereits elf Punkte. Deschamps beschrieb die Leistung vom Wochenende als "die schlechteste der gesamten Saison" und hofft nun im Stade Louis II auf eine Trotzreaktion. "Es war ein schweres Wochenende für mich und die Spieler", sagte er. "Ich denke, ich habe ihnen die richtigen Worte mit auf den Weg gegeben, nun müssen sie die richtige Antwort geben."
"Entscheidendes Spiel"
Der Finalist der letzten Saison braucht unbedingt einen Sieg, nachdem man am vierten Spieltag bei Olympiacos CFP die zweite Niederlage kassierte. Monaco belegt derzeit mit sechs Punkten den dritten Rang, davor rangieren Olympiacos und Liverpool mit jeweils sieben Zählern. Deschamps sagte: "Dies ist ein entscheidendes Spiel, und wir müssen gewinnen, wenn wir weiterkommen wollen. Meine Spieler sind sich dieser Situation bewusst."
Fehler in der Abwehr
Deschamps' größte Sorge ist momentan die Abwehr. Dies wurde auch am Freitag einmal mehr deutlich, als sich Gaël Givet und Sébastien Squillaci einige ungewohnte Fehler erlaubten. Givet betonte, dass sich die gesamte Mannschaft verbessern müsse: "Wir haben viele Probleme, aber alle elf Spieler attackieren und verteidigen zusammen. Natürlich müssen auch die Verteidiger ihre individuellen Fehler abstellen, denn das ist zwingend erforderlich, damit wir nicht mehr so viele Gegentore kassieren."
Bernardi fällt aus
Givet wird einmal mehr zusammen mit Squillaci die Innenverteidigung bilden, da Kapitän Julien Rodriguez mit einer Sprunggelenksverletzung ausfällt. Deschamps bestätigte zudem, dass Lucas Bernardi aufgrund einer Oberschenkelblessur nicht zur Verfüfung steht. Mohamed Kallon ist dagegen fit. Der Angreifer aus Sierra Leone spielte zuletzt eher mäßig und wurde gegen Sochaux bereits zur Halbzeit ausgewechselt. Er dürfte wohl dennoch hinter den Spitzen Ernesto Chevanton, Emmanuel Adebayor und Javier Saviola zum Einsatz kommen. Jaroslav Plašil und Pontus Farnerud konkurrieren um Bernardis Platz im Mittelfeld.
Gerrard vor der Rückkehr
Liverpool kann sich unterdessen auf die Rückkehr von Steven Gerrard freuen. Der englische Nationalspieler ist nach zwei Monaten Verletzungspause wieder einsatzbereit. Trainer Rafael Benítez meinte: "Er kann spielen. Für uns ist es enorm wichtig, unseren Kapitän wieder an Bord zu haben." Auch Dietmar Hamann freute sich, Gerrard wieder neben sich im Mittelfeld begrüßen zu können. "Er ist ungeheuer wichtig", sagte der deutsche Nationalspieler. "Wir waren in letzter Zeit nicht torgefährlich genug, Steven wird uns in dieser Hinsicht weiterhelfen. Er ist schnell und stark in der Vorwärtsbewegung, kann Tore vorbereiten und schießen."
Keine Stürmer
Gerrards Rückkehr wird Liverpools Mittelfeld verstärken, dafür muss Benítez im Sturm auf die verletzten Milan Baroš und Djibril Cissé verzichten. Der spanische Trainer ließ am Samstag bei Middlesbrough FC Flügelflitzer Harry Kewell und Spielmacher Luis García in der Spitze agieren, räumte aber nach der 0:2-Niederlage ein, dass er gegen Monaco doch vielleicht lieber mit nur einem Stürmer antreten wird. "Viele Teams spielen mit nur einer Spitze", sagte Benítez. "Das Wichtigste ist es, viele Spieler zu haben, die in den Strafraum eindringen und Tore erzielen."
Frühe Tore
Monaco hat seine letzten beiden Heimspiele in der Champions League gewonnen und dabei in den ersten zehn Minuten jeweils zwei Mal getroffen, doch Benítez betonte, dass ihm dies keine Sorgen bereite und er keine besonderen Maßnahmen deswegen getroffen habe: "Wir planen für 90 Minuten, und nicht für die ersten zehn Minuten. Es ist wichtig, dass mein Team das gesamte Spiel über konzentriert agiert."