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Gruselspiel und abgenutzter Kahn

Olympique Lyonnais und Juventus FC konnten sich heute Morgen bei einem Blick in die Zeitungen über überschwängliche Lobeshymnen freuen.

Olympique Lyonnais und Juventus FC erreichten gestern mit ihren Siegen nicht nur vorzeitig das Achtelfinale der UEFA Champions League, sondern konnten sich heute Morgen bei einem Blick in die Zeitungen auch über überschwängliche Lobeshymnen freuen. In Deutschland herrschte dagegen nach den durchwachsenen Auftritten von Bayer 04 Leverkusen und dem FC Bayern München Ernüchterung vor.

AS Roma - Bayer 04 Leverkusen 1:1
Die Roma hätte eine exzellente Vorstellung von Kapitän Francesco Totti benötigt, dem Mann, der seine jüngeren Teamkollegen an die Hand nehmen sollte. Die Giallorossi hatten Pech, dass sie auf einige verletzte Stammspieler verzichten mussten und zudem noch einmal den Pfosten trafen. Wir hatten fast schon Mitleid mit Del Neri, der sich das gesamte Spiel über in einem traurig leeren Stadion die Seele aus dem Leib schrie. Die Roma hat einige hoffnungsvolle junge Spieler für einen Neuaufbau, aber dafür benötigen sie einen Kapitän in Bestform.
(Gazzetta dello Sport, Italien)

Keine Zuschauer, keine Spannung, kein tolles Spiel. Die Rückkehr von Klaus Augentaler in das Stadion, in dem er am 8. Juli 1990 den WM-Triumph feierte, wurde nicht zu einem Fußballfest. Weil die UEFA nach dem Skandalspiel gegen Kiew keine Zuschauer zuließ, entwickelte sich in Testspiel-Atmosphäre ein Gruselspiel - mit einem genialen Tor von Berbatov! Zum Sieg lange es dennoch nicht, weil Montella in der Schlussminute ausglich.
(Kicker, Deutschland)

FC Dynamo Kyiv - Real Madrid CF 2:2
Die Fernseh-Reporter fühlten sich schon als sichere Sieger und fragten sich nur noch, wann wohl das dritte Tor für Dynamo fallen würde. Den Fans erging es ähnlich. Vielleicht erging es ja auch den Dynamo-Spielern so, und das könnte sich am Ende gerächt haben. Wenn man gegen Real Madrid spielt, kann man erst nach dem Schlusspfiff wieder durchschnaufen. (www.sport.com.ua, Ukraine)

Es gibt ein altes russisches Sprichwort, das besagt, in der Vergangenheit zu schwelgen, ist wie gegen den Wind zu laufen. Madrid stand gestern Abend kurz davor, genau diesen Fehler zu machen. Aber als die Beerdigung schon bereitet schien, kam plötzlich dieser unsichtbare Faktor zum Vorschein, der diesen Klub groß gemacht hat. Was vorher unmöglich erschien, wurde mit einem Mal wahrscheinlich, ein Sieg gegen Leverkusen im Bernabéu und Madrid ist durch. (AS, Spanien)

FC Bayern München - Juventus FC 0:1
Wie im Hinspiel sah alles nach einem 0:0 gegen Juve aus. Und wieder schossen die Italiener die Bayern kurz vor Schluss eiskalt ab, gewannen erneut mit 1:0. Jetzt müssen die Münchner ums Weiterkommen zittern. Was für ein Glück, dass gestern wenigstens Außenseiter Tel Aviv gegen Bayern-Verfolger Ajax überraschend gewann. Aus den letzten beiden Gruppenspielen brauchen die Bayern mindestens drei Punkte.
(Bild, Deutschland)

Juve schreitet in der Champions League unaufhaltsam wie ein Panzer voran. Del Pieros Tor fiel dank Kahns gravierendem Patzer. Der alte Kahn scheint nach einer langen Karriere abgenutzt zu sein. Del Piero ist nach seiner Krise wieder auferstanden. Die Bayern scheitern an Buffon.
(Gazzetta dello Sport, Italien)

Maccabi Tel-Aviv FC - AFC Ajax 2:1
Klinger hatte Angst, zu viele Tore zu kassieren und wollte sich nicht blamieren, doch bis gestern Abend ist genau das passiert. Wenn Maccabi endlich die Initiative übernimmt, spielen auch Teams wie Ajax mit nicht mehr als zwei Spitzen. Als Maccabi mit drei oder vier Spitzen attackierte, wackelte die Ajax-Abwehr. Doch das ist keine neue Erkenntnis bei Klinger. Dieses Mal hat er seine Spieler einfach ihren Job machen lassen. (Haaretz, Israel)

Die Art und Weise, wie sich Ajax in Tel Aviv präsentiert hat, war eine Beleidigung für den niederländischen Fußball im Allgemeinen und für Ajax im Besonderen. Die 1:2-Niederlage bei Maccabi wirft erneut die Frage auf, ob es für Ajax unter diesem Trainer bessere Zeiten geben wird. Es scheint so, als ob nur drastische Maßnahmen diese Mannschaft wieder nach oben bringen können. (De Volkskrant, Niederlande)

RC Deportivo La Coruña - Liverpool FC 0:1
Deportivo zeigte unglaublichen Mut, aber wenig fußballerisches Können und keinerlei Torgefährlichkeit. Damit ist das Team so gut wie aus der Champions League ausgeschieden, dem Wettbewerb, in dem man die letzten fünf Jahre so glänzen konnte. Das Deportivo, das für seine Aufholjagden, dramatischen Spiele und Halbfinal-Teilnahmen berühmt war, gehört der Vergangenheit an. Aufgezeigt wurde dies von einer Liverpooler Mannschaft, die auch lange nicht mehr die Klasse von früher hat. (El País, Spanien)

Die Vorzeichen versprachen nichts Gutes, aber die Realität hat manchmal Sinn für Humor. Liverpool musste gestern Abend auf drei seiner wichtigsten Spieler verzichten, und dennoch endete Rafael Benítez' erstes Spiel in seiner alten Heimat mit dem ersten Sieg der Mannschaft von der Merseyside in Spanien seit 21 Jahren. Eine Niederlage hätte das Team auf den letzten Gruppenplatz katapultiert, nun liegt man an der Spitze, die Aussichten sind also gar nicht so schlecht. (The Guardian, England)

Olympiacos CFP - AS Monaco FC 1:0
Vor dem Anpfiff war es Bajevics Plan, Monaco zu überraschen, sie mit einem frühen Tor auf dem falschen Fuß zu erwischen, so wie es die Franzosen vor 14 Tagen in Monte Carlo getan hatten. Doch das klappte nicht wie gewünscht. Fakt ist aber, dass Olympiacos mit 1:0 gewann. Rache genießt man am besten eisgekühlt. Jetzt hat Olympiacos sein Schicksal selbst in der Hand, vorausgesetzt sie bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden. (Goal News, Griechenland)

Monaco wehrte sich lange Zeit im Hexenkessel des Georgios Karaiskakis-Stadions, ehe sie sechs Minuten vor dem Ende durch das Tor des Argentiniers Gabriel Schürrer doch noch kapitulieren mussten. Die Führung in der Gruppe A vor Augen, fiel Monaco nun auf den dritten Platz zurück. Es sieht nicht allzu gut aus für die Mannschaft von Didier Deschamps, die schon alle Joker gesetzt zu haben scheint. (www.lequipe.fr, France)

Olympique Lyonnais - Fenerbahçe SK 4:2
Gut gemacht. Olympique Lyonnais bestätigte erneut seine Europapokal-Ambitionen in dieser Saison. 14 Tage, nachdem man in der Türkei einen Ausrutscher verhindern konnte, vollendete Lyon seine Aufgabe und versenkte Istanbuls Armada, die unbedingt ein gutes Ergebnis aus dem Gerland mit nach Hause nehmen wollte. (www.lequipe.fr, Frankreich)

Manchester United FC - AC Sparta Praha 4:1
In der heimischen Liga gesperrt, schoss sich Ruud van Nistelrooij seinen Frust gegen Sparta Prag spektakulär von der Seele. Vier Tore des Niederländers, kombiniert mit einer grandiosen Vorstellung eines wendigen portugiesischen Expresszuges namens Cristiano Ronaldo bescherten Manchester United einen großen Schritt nach vorne in Richtung Achtelfinale der Champions League. (Daily Telegraph, England)

Das Wunder blieb aus und Sparta bekam von der legendären Mannschaft von Manchester United eine Lektion erteilt. Dennoch hielt Sparta sein Versprechen an die Fans und zeigte eine furchtlose Vorstellung. Unglücklicherweise patzten sie immer wieder in der Abwehr. Karel Poborský zeigte bei seiner Rückkehr ins Old Trafford eine sehr unbeständige Leistung - er wurde vom Platz gestellt, aber von den heimischen Fans mit großem Applaus verabschiedet. (Sport, Tschechische Republik)

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