García Remón kennt keinen Druck
Montag, 27. September 2004
Artikel-Zusammenfassung
Mariano García Remón, neuer Trainer von Real Madrid CF, verriet uefa.com, dass er gegen den AS Roma keinen besonderen Druck verspüre.
Artikel-Aufbau
Von Andy Hall aus Madrid
Mariano García Remón verriet uefa.com, dass er vor seinem ersten Spiel als Trainer von Real Madrid CF in der UEFA Champions League keinen besonderen Druck verspüre.
Auftaktniederlagen
Madrid startete mit einer 0:3-Pleite bei Bayer 04 Leverkusen in die Gruppe B - im Anschluss erklärte Trainer José Antonio Camacho letzte Woche seinen Rücktritt. García Remón übernahm das Amt und trifft mit seinem Team nun im Santiago Bernabéu auf den AS Roma, den ebenfalls große Sorgen plagen. Das Auftaktspiel der Römer gegen den FC Dynamo Kyiv im Stadio Olimpico wurde zur Halbzeit abgebrochen und mit 3:0 für die Ukrainer gewertet.
"Nichts Neues"
García Remón musste am Samstag eine 1:2-Niederlage seiner Mannschaft bei Athletic Club Bilbao miterleben, doch nach 17 Jahren als Torwart bei Madrid ist er an Druck in Europapokalspielen gewohnt. "Ich habe viele solcher Spiele erlebt, auch Partien, in denen es um alles oder nichts ging", sagte er gegenüber uefa.com. "Daher sind Spiele wie dieses nichts Neues für mich. Für uns ist entscheidend, dass wir wieder Selbstvertrauen aufbauen."
Solari fällt aus
Er fügte hinzu: "In den letzten Monaten ließen die Spieler die Köpfe hängen. Sie müssen den Blick wieder nach vorne richten, und wenn wir wieder Selbstvertrauen haben, werden wir auch endlich wieder das wahre Real Madrid sehen." García Remón muss auf den am Knie verletzten Mittelfeldspieler Santiago Solari verzichten, hinter dem Einsatz des an Grippe erkrankten David Beckham steht ein Fragezeichen. Dafür stehen Zinedine Zidane und Michael Owen vor der Rückkehr. Der Trainer räumte ein, dass seine Mannschaft ihre Bestleistung abrufen muss, um erfolgreich zu sein.
"Wie ein Finale"
"Die Spieler sind sich der Situation voll bewusst", sagte er. "Ich habe ihnen meine Meinung zu allem mitgeteilt, und diese ist bei allen angekommen. Wenn wir dieses Spiel nicht gewinnen, dann wird es für uns sehr schwer, die nächste Runde zu erreichen - wir würden dann jeden Vorteil für die anstehenden Partien verlieren. Es gibt für Madrid derzeit kein schwereres Spiel, für uns ist es wie ein Finale, das wir auf jeden Fall gewinnen müssen."
Helguera denkt positiv
Madrids Verteidiger Iván Helguera stimmte seinem Trainer zu. "Das einzige, was uns Sorgen bereitet, sind wir selbst. Hoffentlich können wir eine gute Leistung zeigen und uns aus dieser so genannten Krise befreien", sagte er. "Wir waren in der Offensive nicht gut, das bereitet uns Kopfzerbrechen, aber es ist noch zu früh, um unseren Saisonstart zu analysieren. Wir haben schon Schlimmeres als das erlebt."
Völler tritt zurück
Auch bei der Roma hängt der Haussegen schief - nicht nur aufgrund der Vorfälle, die vor zwei Wochen zum Abbruch des Dynamo-Spiels führten. Trainer Fabio Capello wechselte im Sommer zu Juventus, sein Nachfolger Cesare Prandelli erklärte kurz vor Saisonbeginn aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt. Am 31. August wurde Rudi Völler verpflichtet, dieser nahm jedoch am Samstag nach der 1:3-Niederlage in der Serie A gegen Bologna FC seinen Hut.
Schwere Aufgabe für Sella
Interimstrainer Ezio Sella muss auf den gegen Dynamo vom Platz gestellten Verteidiger Philippe Mexes verzichten. Hinter dem Einsatz von Christian Panucci und Cristian Chivu steht noch ein Fragezeichen, dennoch bleibt Sella optimistisch.
"Delikate Situation"
Er sagte: "Wir treffen auf einen Gegner, der wie wir angeschlagen ist und ein Ergebnis erzielen will, das ihn aus dem Tief herausholt. Aber das ist eine Herausforderung für mich. Es ist eine delikate Situation, wie in Madrid, unsere Zukunft steht auf dem Spiel, aber ich denke nur an das Spiel. Ich muss dafür sorgen, dass meine Spieler eine großartige Partie absolvieren."