Ellingham macht Nachwuchs Mut

"Lernen und genießen" ist das Motto für die aufstrebenden Schiedsrichter, die derzeit beim UEFA-Regionenpokal tätig sind. Schiedsrichter-Beobachter Ray Ellingham sagt, dass er eher Mentor als Richter ist.

Ray Ellingham ist jetzt zwar Beobachter, aber in seinem Herzen bleibt er Schiedsrichter
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Der UEFA-Regionenpokal ist ein wichtiger Schritt für die Schiedsrichter, die an diesem Turnier teilnehmen. Ray Ellingham sagt, dass die Schiedsrichter-Beobachter hier sind, um zu helfen und Mut zu machen, damit die Leistungen verbessert werden.

"Manchmal kann man sehen, dass die jüngeren Schiedsrichter Angst in ihren Gesichtern haben, wenn sie das erste Mal ihren Schiedsrichter-Beobachter treffen. Und das erste, was sie mir sagen, ist: 'Herr Ellingham'", sagt der ehemalige Schiedsrichter der Waliser Premier League gegenüber UEFA.com. "Ich sage immer: 'Nennt mich Ray.' Es ist ihr Spiel – wir sind nur hier, um ihnen Ratschläge zu geben. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn ein Schiedsrichter auf den Platz geht und sich Gedanken macht: 'Wo ist der Beobachter'?"

Die vier Beobachter bei den Amateurmeisterschaften bestimmen, wer am Samstag das Finale pfeifen darf. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg nach ganz oben. Aber "lernen und genießen" bleibt Ellinghams Motto für die 16 Offiziellen aus 15 Nationen, die bei der Endrunde dabei sind. "Wir wollen, dass sie es genießen", sagte er. "Das erste Treffen kann recht einschüchternd sein, aber das wird sehr viel besser und nun reden wir richtig."

Ab dem Sonntag bekommen die Schiedsrichter Höhepunkte ihrer eigenen Spiele zu sehen. "Wir nehmen das Spiel auf, und nachdem die Schiedsrichter ihr persönliches Gespräch mit ihrem Beobachter hatten, kommen wir zu einer offenen Diskussion zusammen, wo wir der gesamten Gruppe Clips zeigen; einige von ihnen sind positiv, andere sind dazu da, um etwas zu lernen", erklärte Ellingham.

Schlüssel bei diesen Lernerfahrungen sind die Beobachter. Sie mögen zwar alle ihre Pfeife an den Nagel gehängt haben, aber wie Ellingham weiß, haben sie ihre Leidenschaft für diesen Job nicht verloren. "Selbst wenn ich ein Spiel am Fernseher schaue, sitze ich und sage 'Gelb', 'Foul', 'Abseits'. Alle Beobachter sind in ihrem Herzen noch immer Schiedsrichter. Einzig unsere Beine sind nicht mehr so schnell wie sie sein sollten!"

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