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Futsal-Schiedsrichter auf 2012 vorbereitet

Der UEFA-Kurs für internationale Schiedsrichter in Prag bereitete die Unparteiischen nicht nur auf die UEFA Futsal EURO 2012 vor, sondern informierte die Teilnehmer auch über die Veränderungen im Spiel.

Die Teilnehmer des Futsal-Schiedsrichterkurses in Prag
Die Teilnehmer des Futsal-Schiedsrichterkurses in Prag ©Sportsfile

Europas Futsal-Schiedsrichter waren in dieser Woche in Prag, um am UEFA-Kurs für internationale Unparteiische teilzunehmen. Damit setzt die UEFA ihre umfangreichen Bemühungen im Bereich Entwicklung und Training der Schiedsrichter fort. Einer der wichtigsten Punkte war die UEFA Futsal EURO 2012 in Kroatien, die vom 31. Januar bis 11. Februar in Zagreb und Split stattfindet.

40 Schiedsrichter aus den drei UEFA-Kategorien kamen in die Tschechische Republik, außerdem waren dabei: Ángel María Villar Llona, Vorsitzender der UEFA-Schiedsrichterkommission und dritter Vizepräsident der UEFA, sowie Mitglieder der Schiedsrichterkommission, Schiedsrichterausbilder und -Beobachter, und Trainingspersonal, angeführt von Werner Helsen, Fitnessexperte für Schiedsrichter. Zu den Schiedsrichtern gesellten sich auch zwei Offizielle vom Asiatischen Fußballverband (AFC). Der neue Präsident des Fußballverbands der Tschechischen Republik (ČMFS), Miroslav Pelta, war ein eifriger Beobachter der Veranstaltung.

Der Kurs bestand aus theoretischer und praktischer Arbeit. Dabei ging es um das Studium der Änderungen der Futsal-Regeln, die einheitliche Anwendung der Regeln und um das Schiedsrichterkommunikationssystem, das bei der UEFA Futsal-EURO 2012 zur Anwendung kommt. Beim Fitnesstest mussten die Schiedsrichter 1 000 Meter laufen und sich Geschwindigkeits- und Beweglichkeitstests unterziehen. Die UEFA unterrichtete die Schiedsrichter über die administrativen Pflichten, während AFC-Vertreter Yasuhiro Matsuzaki in einer Präsentation darstellte, wie die Futsal-Strukturen im Schwesternverband sind.

Schiedsrichterausbilder Pedro Galán Nieto sagte gegenüber UEFA.com, dass besonders die jungen Schiedsrichter von den in Prag geteilten Erfahrungen profitieren werden. "Wichtig für die jungen Leute ist es, zu wissen, wie man im Spiel entschlossen handelt, die Gelegenheiten beim Schopfe packt, das Spiel entwickelt und die Erfahrung nutzt, weil sie die Zukunft des Schiedsrichterwesens in Europa sind."

Beim Zusammentreffen wurden auch die Veränderungen im Futsal und seinem Schiedsrichterwesen während der Jahre hervorgehoben. "Es hat sich komplett gewandelt", sagte Galán Nieto. "Warum hat es sich gewandelt? Weil sich das Spiel geändert hat, und der moderne Futsal-Spieler ist anders als der in früheren Tagen. Deshalb hat sich der Futsal-Schiedsrichter in die gleiche Richtung entwickelt wie das Spiel. Das Spiel ist heutzutage viel schneller. Deshalb ist die körperliche Rolle des Schiedsrichters sehr wichtig geworden in der Entwicklung des Futsal-Schiedsrichterwesens."

"Die größte Änderung im Futsal ist das Tempo des Spiels", fuhr er fort. "Die Spieler spielen sehr schnell, der Ball zirkuliert schneller auf dem Platz. Das bedeutet, dass der Schiedsrichter sich an das Tempo anpassen und zusätzlich über eine gute Kommunikation und ein gutes Teamwork mit dem anderen Schiedsrichter verfügen muss."

Wie ist die Rolle des Schiedsrichters vergleichbar mit den Kollegen auf dem Großfeld? "Die Rolle des Futsal-Schiedsrichters ist sehr ähnlich der eines Assistenten im Fußball", erklärte Werner Helsen, der in der UEFA auch zuständig für die Fußball-Schiedsrichter ist. "Zum Beispiel beim ständigen Ändern der Aktivitäten. Im Futsal wechselt der Schiedsrichter alle zwei Sekunden zwischen Laufen, Sprinten und seitlichem Laufen. Im Durchschnitt laufen sie 1,5 Kilometer mit hoher Intensität und legen im Schnitt sechs bis acht Kilometer pro Spiel zurück, was sehr vergleichbar ist mit dem, was ein Fußball-Assistenzschiedsrichter im Schnitt leistet."

"Im Bereich der visuellen Konzentration ist die Futsal-Schiedsrichterei wegen des Tempos noch anspruchsvoller", fügte Helsen hinzu. "Alles in allem ist es auf Topniveau eine Herausforderung."

Die Kursdelegierten verließen Prag mit viel Positivem und einer Menge Selbstbewusstsein, was künftige Berufungen anbelangt. "Dieses Ereignis ist sehr wichtig, weil es uns eine Chance bietet, über Zusammenhalt und Einheitlichkeit der Regeln zu reden und einander zu treffen", sagte der tschechische Schiedsrichter Karel Henych. "Diese Treffen sind wichtig für die Schiedsrichter, die an der Futsal-EURO teilnehmen, aber auch für die neuen Schiedsrichter."