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Traum der Gastgeber zu Ende

Spanien - Portugal 2:2 (Spanien gewinnt im Sechsmeterschießen mit 4:2)
Spanien hatte im Elfmeterschießen die besseren Nerven und beendete damit die Träume der Gastgeber.

Titelverteidiger Spanien hat nach einem dramatischen Halbfinalsieg im Sechsmeterschießen über Gastgeber Portugal das Endspiel der UEFA-Futsal-Europameisterschaft erreicht, in dem es gegen Italien geht.

Comeback
Gonçalo und Ricardinho brachten in den letzten zehn Minuten die Portugiesen in Führung, aber Daniel und Andreu konnten diese Partie in der Schlussphase noch drehen. Beim Schießen vom Strafstoßpunkt erlaubte sich Spanien keinen Patzer, während die Heimmannschaft zwei Mal das Tor verfehlte. Portugal stand erstmals überhaupt im Halbfinale, im Spiel um Platz drei geht es am Sonntag gegen Russland.

Enger Kampf
Kike hatte schon in der Anfangsphase der Partie eine Chance für Spanien, als er einen kraftvollen Distanzschuss abzog, der aber von João Benedito entschärft wurde. Dann aber schienen die Portugiesen in der vollbesetzten Halle die Spanier zunächst überrennen zu wollen; ein Angriff auf den nächsten rollte auf das Gehäuse des amtierenden Europameisters zu. Der spanische Torhüter Luis Amado musste alles zeigen, als der Ball von Arnaldo auf sein Gehäuse zukam, ehe er später aufatmete, weil der selbe Spieler am Kasten vorbei geschossen hatte. Auch Marcelo verfehlte das Ziel, und Arnaldo zwang Amado abermals zu einer Glanzparade.

Latte und Pfosten
Gonçalo versuchte es aus spitzem Winkel und traf dabei nur den Außenpfosten, während Marcelo erneut das portugiesische Tor in Gefahr brachte, aber den Schuss verzog. Joel Queirós hatte Amado schon bezwungen, doch der Ball landete nur an der Latte. Beide Mannschaften zeigten ein leidenschaftliches Spiel, von dem die Fans völlig hingerissen waren. Entsprechend stimmungsvoll war es in der Halle.

Kein taktisches Geplänkel
Nach der Pause ging es ähnlich weiter. Von taktischem Geplänkel, wie im ersten Halbfinale zwischen Italien und Russland, war praktisch nichts zu sehen. Andreu schien auf dem besten Wege zu sein, endlich den ersten Treffer zu erzielen, als er schön von Ortiz angespielt wurde, aber die portugiesische Abwehr stand goldrichtig.

Portugal in Führung
Neun Minuten vor dem Ende war es Javi Rodríguez, der einen Freistoß auf Marcelo spielte, doch João Benedito hielt, lenkte den Ball weiter zu Leitão, der Gonçalo bediente, gegen dessen Gewaltschuss Amado keine Chance hatte. Spanien wehrte sich gegen die drohende Niederlage, zwei Mal war es Álvaro, der über das Tor schoss. Auch Portugal hatte eine weitere gute Chance, als Gonçalo nach einem Freistoß knapp den Kasten verfehlte.

Dramatisches Ende
Dann zeigte der 22-jährige portugiesische Jungstar, warum er als einer der besten Spieler der Welt gilt, als er nach einer Hereingabe von Pedro Costa mit einem Seitfallzieher erfolgreich war. Alles schien gelaufen, aber Daniel verkürzte, und zwei Minuten später erzielte Zé Maria den Ausgleich. Das Spiel musste vom Sechsmeterpunkt aus entschieden werden. Amado hielt den zweiten Schuss der Portugiesen von Joel Queirós, ehe Leitão den Pfosten traf. Schon im Halbfinale der FIFA-Futsal-WM 2004 hatten sich die Spanier auf ähnliche Art und Weise durchgesetzt, damals gegen Brasilien. Und wer war dann der Gegner im Endspiel? Italien!