WM 2026: Vorschau auf die europäischen Play-off-Halbfinals
Freitag, 13. Februar 2026
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Sechzehn Mannschaften kämpfen um die letzten vier europäischen Startplätze für die Endrunde der Weltmeisterschaft 2026.
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Italien, Polen, Dänemark und die Türkei zählen zu den 16 Nationen, die in den europäischen Play-offs um die letzten WM-Tickets kämpfen, wenn die Qualifikation für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in ihre entscheidende Phase geht.
UEFA.com blickt auf die wichtigsten Geschichten und Statistiken vor dem Auftakt.
Alle Anstoßzeiten 20:45 MEZ, sofern nicht anders angegeben
Pfad A
Norwegen verdrängte Italien in Gruppe I von Platz eins und schickte die Mannschaft von Gennaro Gattuso damit in die Play-offs – gegen einen Gegner, gegen den die Azzurri seit 1958 nicht mehr verloren haben. Seit 1961 kassierte Italien in sieben Spielen gegen Nordirland kein einziges Gegentor (5S, 2U). Eine unlösbare Aufgabe für die Gäste? "Ich sehe das als Chance – und genau so werden wir es auch den Spielern vermitteln", sagte Nordirlands Trainer Michael O’Neill. "Sie sehen das genauso. Sie sind nur noch zwei Spiele von einer Weltmeisterschaft entfernt."
Wales - Bosnien und Herzegowina
Wales wartet in vier Duellen immer noch auf einen Sieg gegen Bosnien und Herzegowina (2U, 2N). Für Trainer Sergej Barbarez ist das Auswärtsspiel in Cardiff dennoch "eine Auslosung, mit der wir leben können". Zugleich warnte er: "Wales ist eine starke und seriöse Mannschaft, besonders zuhause." Die Formkurve spricht nicht unbedingt für seine Elf, doch Craig Bellamy zeigte sich nach eingehender Analyse zuversichtlich: "Ich habe viele Stärken bei ihnen gesehen – aber auch viele Schwächen."
Pfad B
Serhij Rebrow hofft auf einen fitten Kader für das Play-off-Spiel in Valencia. "Ich denke, es wird stark vom Zustand beider Teams im März abhängen", erklärte der ukrainische Trainer. "Entscheidend ist, wer in Bestform ist. Die Vorbereitung begann im Grunde in dem Moment, als wir den Gegner erfahren haben." Schwedens neuer Coach Graham Potter muss derweil aller Voraussicht nach auf Alexander Isak (Beinbruch) und Dejan Kulusevski (Knie) verzichten. Doch solange Arsenal-Stürmer Viktor Gyökeres zur Verfügung steht, sollte es nicht an Durchschlagskraft mangeln.
"Wir kennen Albanien sehr gut, wir haben bereits in der Qualifikation für die EURO 2024 und die WM 2022 gegen sie gespielt“, sagte Polens Trainer Jan Urban nach der Auslosung. "Sie sind taktisch gut organisiert, kassieren wenige Gegentore, schießen aber auch nicht viele." Die Statistik spricht für die Gastgeber (10S, 3U, 2N in 15 Duellen), doch Albanien lebt von Mentalität und Widerstandskraft. "In 90 Minuten kann alles passieren", betonte Trainer Sylvinho. "Wir kennen sie – aber sie kennen auch uns."
Pfad C
Türkei - Rumänien (18:00 MEZ)
Die enorme Erfahrung des 80-jährigen rumänischen Trainers könnte in diesem Duell eine Rolle spielen. Sein Gegenpart Vincenzo Montella erklärte: "Ich kenne Mircea Lucescu gut, und er kennt auch unsere Liga. Jeder muss 100 Prozent geben, wenn er zur Weltmeisterschaft will." Lucescu trainierte einst Galatasaray und Beşiktaş und war von 2017 bis 2019 selbst Nationaltrainer der Türkei. Zu seiner Amtszeit gehörte auch eine 0:2-Niederlage gegen Rumänien im bislang letzten Aufeinandertreffen.
Für Slowakei-Coach Francesco Calzona steht die Fitness seines Kaders im Vordergrund, wenn es zum ersten Duell mit Kosovo kommt. "Wir wissen, welche Probleme wir in der Qualifikation mit Verletzungen hatten", erklärte er. "Ich hoffe, alle sind gesund und bereit, für unser Ziel zu kämpfen." Kosovo träumt von der ersten Teilnahme an einem großen Turnier. Trainer Franco Foda schöpft Zuversicht aus einer Serie von fünf ungeschlagenen Spielen (3S, 2U): "Die Mannschaft hat viel Selbstvertrauen. Es wird ein ausgeglichenes Spiel."
Pfad D
Ein Remis gegen Belarus und eine Niederlage in Schottland kosteten Dänemark den direkten Weg zur WM. Mit dem, was er als "den Nebel von Schottland" bezeichnete, aufgelöst, blickt Trainer Brian Riemer nun wieder optimistisch nach vorn. Nordmazedonien, einst Teilnehmer an der EURO 2020-Endrunde, reist mit neuem Coach an: Der frühere Nationalverteidiger Goce Sedloski übernahm im Dezember und sprach von "der größten Verantwortung meiner Karriere".
"Sie spielen so, wie man sie spielen lässt", sagte der neue tschechische Trainer Miroslav Koubek über Irland. "Und wenn man ihnen zu viel Raum gibt, sind sie sehr stark." Tschechien gewann die letzten drei Heimspiele gegen Irland, doch ein Sieg gegen Portugal in der Qualifikation hat der Mannschaft von Heimir Hallgrímsson neues Selbstvertrauen gegeben. "Ich habe den Spielern gesagt, dass sie nicht nur für die Mannschaft spielen", so der Isländer. "Die Zukunft des irischen Fußballs liegt in ihren Händen."
Wo und wann findet die Weltmeisterschaft 2026 statt?
Die Endrunde wird vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in 16 Städten in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen:
USA (11): Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Kansas City, Los Angeles, Miami, New York, Philadelphia, San Francisco, Seattle
Mexiko (3): Guadalajara, Mexiko-Stadt, Monterrey
Kanada (2): Toronto, Vancouver
Das Finale steigt am 19. Juli 2026 im New York New Jersey-Stadion.