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Schweinsteiger peilt das "ganz Große" an

Nur wenige Wochen nach Spielführer Philipp Lahm hat auch Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger sein 100. Länderspiel bestritten. Für die nächsten Monate hat der 29-Jährige noch einiges vor.

Bastian Schweinsteigers Karriere ©Getty Images

"Ich habe mit Bayern die Champions League gewonnen. Jetzt möchte ich mit der Nationalelf das ganz Große erreichen." Bastian Schweinsteiger, der am Dienstagabend beim letzten FIFA-WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden als zwölfter Deutscher in den "Hunderter-Klub" eintrat, hat seine Ziele für die kommenden Monate klar abgesteckt.

Nachdem der Mittelfeldmotor des FC Bayern München, für den er seit seinem 14. Lebensjahr kickt, vor wenigen Monaten mit dem Triumph in der Königsklasse gegen Borussia Dortmund endlich den Makel einer "unvollendeten Generation", die immer kurz vor dem Ziel scheitert, abgelegt hat, soll nun in Brasilien der nächste große Titel her und dies natürlich mit Schweinsteiger als Leitwolf.

2004 betritt er als 19-Jähriger unter Teamchef Rudi Völler sein erstes Länderspiel und verlor gegen Ungarn mit 0:2. Es folgten bis gestern 99 weitere Länderspiele, in den er 23 Tore erzielte. Er bestritt je zwei Welt- und Europameisterschaften und hätte wohl schon wesentlich mehr Spiele auf dem Konto, hätte er sich nicht immer wieder verletzt. Dennoch ist er längst ein echter Leader, den nicht nur Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer als "Weltklasse-Fußballer und Weltklasse-Mensch" charakterisiert.

Ex-Trainer Jupp Heynckes zählt ihn "zu den drei besten Mittelfeldspielern in der deutschen Fußball-Geschichte" und Bundestrainer Joachim Löw würdigt den einstigen Bruder Leichtfuß, dem der damalige Bayern-Manager Uli Hoeneß schon mal "den Puderzucker aus dem Hintern klopfen" wollte, als "eine Führungsperson, die den Erfolg der Mannschaft absolut in den Mittelpunkt stellt und sich selbst ein bisschen zurücknehmen kann".

Das Jubiläum sei für ihn "eine Ehre" erklärte Schweinsteiger schon vor dem Schweden-Spiel, es mache ihn stolz, als zwölfter deutscher Spieler in den Hunderter-Klub einzuziehen, doch das sei nun auch kein so großes Ding, denn: "Ich habe noch immer viel vor mir. Ich bin ja nicht 36, sondern erst 29, das ist ein sehr gutes Fußball-Alter."