Cleveres Juve lässt nichts mehr anbrennen

Juventus hat zum sechsten Mal das Finale der UEFA Champions League erreicht. Im Rückspiel gegen Monaco war die Sache schon zur Halbzeit in trockenen Tüchern.

Hier sehen Sie, wie Juventus dank Mario Mandžukić und eines Traumtores von Dani Alves mit 2:1 gegen Monaco gewann und ins Endspiel einzog.

Ciao, Cardiff! Juventus steht nach dem 2:1-Rückspiel-Sieg gegen Monaco als erster Finalteilnehmer der UEFA Champions League fest. Mario Mandžukić und Dani Alves machten schon in der ersten Halbzeit alles klar, Kylian Mbappé sorgte mit seinem fünften Tor in der Königsklasse noch für Ergebniskosmetik.

Monaco startete mit einer mittelmäßig durchschlagskräftigen Anfangsoffensive, die aber nach wenigen Minuten wieder verpuffte. Juventus musste in der zehnten Minute  das erste Mal wechseln, da Sami Khedira mit Oberschenkelproblemen ausschied. Irgendwie diente die Auswechselung aber gleichzeitig als Weckruf.

In der zwölften Minute tauchte Gonzalo Higuaín frei vor dem Tor auf und versuchte es mit einem Lupfer, den Kamil Glik für seinen geschlagenen Keeper noch vor der Linie klärte. In der Folgezeit sollte Danijel Subašić noch mehrfach im Mittelpunkt stehen.

Etwa in der 25. Minute, als er gegen Mandžukić einen Glanztat auspacken musste. Monaco hatte in dieser Phase überhaupt keinen Zugriff mehr und in der 33. Minute konnte Mandžukić seinen Landsmann überwinden: Den ersten Versuch parierte Subašić noch, den Abpraller versenkte Mandžukić aber mühelos.

Ganz ausgeknipst hatte er Monacos Lichter damit aber noch nicht, denn die Franzosen meldeten sich kurz vor der Pause noch mit zwei Hochkarätern. Während diese aber ungenutzt blieben, offenbarten die Monegassen hinten viel zu viele Lücken. Juventus stand dem Gegner in Sachen Nachlässigkeit überhaupt nicht nach, ging nach einem tollen Volley von Dani Alves, der es kurz vor der Pause aus 19 Metern richtig krachen ließ, aber dennoch mit 2:0 in Führung.

Dani Alves nach seinem Traumtor
Dani Alves nach seinem Traumtor©Getty Images

Zur Halbzeit konnte man es drehen und wenden, wie man wollte. Spannung war in dieser Partie nicht mehr zu finden. Ansehnlicher Fußball wurde dennoch geboten und auch Gianluigi Buffon bekam Möglichkeiten, sich auszeichnen. Mbappé, der inklusive Hinspiel mehr als zweieinhalb Stunden vergeblich versucht hatte, den 39-Jährigen zu überwinden, stand in der 69. Minute goldrichtig und traf zum 1:2.

Für Buffon war es erst der dritte Gegentreffer im gesamten Wettbewerb. Mehr sollten jedoch nicht dazu kommen, denn die Alte Dame brachte es nun routiniert über die Zeit und steht zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren im Endspiel der Königsklasse.

Schlüsselspieler: Dani Alves (Juventus)
Über Hin- und Rückspiel war er der auffälligste Akteur. Wie immer mit vielen Freiheiten in der Offensive ausgestattet, ließ der Brasilianer seinen zwei Vorlagen im Hinspiel nun ein Traumtor folgen. Der 34-Jährige könnte in Cardiff zum vierten Mal den Henkelpott in den Händen halten.

Faktor Hinspiel
Monaco schien zunächst voll auf der Höhe. Zu viel Geduld darf man auch bei einer Heimmacht wie Juventus nicht an den Tag legen, wenn man einen 0:2-Rückstand aufholen muss. Den Italienern wurde das Ganze aber schnell zu bunt und so nahm man nach einer Viertelstunde das Heft in die Hand. Juve erkannte die Vorzüge einer frühzeitigen Entscheidung und konnte sich beim Pausentee schon über den kommenden Betriebsausflug nach Cardiff unterhalten.

Lehrgeld
Diese Halbfinalpleite kann die zurückliegenden Leistungen von Monaco nicht schmälern. Vor allem die Siege gegen Manchester City und Borussia Dortmund werden im Fürstentum lange in Erinnerung bleiben. Gegen eine mit allen Wassern gewaschene Mannschaft wie Juve stieß Monaco an seine Grenzen und musste feststellen, dass dynamischer Offensivfußball alleine nicht ausreicht. In der Schlussphase des Konzerts der Großen ist ohne Effektivität nichts zu holen.

©Getty Images
©AFP/Getty Images
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