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Ein Verein wie der FC Bayern München will natürlich immer in der Gruppenphase der UEFA Champions League vertreten sein. Dieses Jahr aber ist das Verlangen noch ein klein bisschen stärker als sonst.
Denn der deutsche Rekordmeister schielt mit mehr als nur einem Auge auf das Endspiel im Mai 2012 - das findet bekanntlich im eigenen Stadion statt. Auf dem langen Weg dorthin gilt es am Mittwoch im Hinspiel der Play-offs mit dem FC Zürich die erste Hürde erfolgreich zu nehmen. "Das zu erreichen, wäre ein Traum. Natürlich wissen wir das, aber es ist ein weiter Weg bis dahin. Wir müssen jetzt erstmal die Hürde Zürich nehmen", sagte Bayerns Mittelfeldspieler Thomas Müller. Für Bayern-Manager Christian Nerlinger ist zudem ganz klar, dass sein Verein die Favoritenrolle annehmen muss. "Wenn wir die nicht schlagen, haben wir in der Champions League nichts verloren" - so die klaren Worte.
Doch für die Mannschaft von Jupp Heynckes lief die Saison bisher nicht wirklich perfekt. Nach zwei Spieltagen ist man in der Bundesliga nur auf dem elften Rang zu finden, da man zum Start 0:1 zu Hause gegen den VfL Borussia Mönchengladbach unterlag, bevor man in der Schlussphase glücklich mit 1:0 beim VfL Wolfsburg gewann. Zwar präsentieren die Bayern sich defensiv gefestigter als noch in der Vorsaison, doch dafür geht nach vorne nicht besonders viel. Selbst Heynckes räumte mittlerweile ein, dass man bei all dem Bestreben, die Abwehr zu stärken, "vielleicht den Angriff ein wenig vernachlässigt" habe.
Mario Gomez - in der letzten Saison mit 28 Treffern der mit Abstand beste Stürmer der Liga - ist ebenfalls noch nicht richtig in Schwung gekommen. "Wir müssen da eine Lösung finden", mahnt der deutsche Nationalstürmer. Neuen Antrieb dürfte es zwar durch die Rückkehr des zuvor verletzten Arjen Robben geben, doch Kapitän Philipp Lahm findet, dass das Problem nicht auf Verletzungen zurückzuführen ist. "Wir müssen schneller nach vorne spielen, schneller umschalten, wenn wir Raum haben. Das muss besser funktionieren. Ballkontrolle ist immer wichtig, aber man muss auch phasenweise schnell nach vorne spielen. Das müssen wir erst wieder reinkriegen."
Stürmer Ivica Olić, der entscheidend am Einzug der Bayern ins Endspiel der Königsklasse 2010 beteiligt war, möchte gar nicht erst an ein Ausscheiden der Bayern in der Qualifikation denken. "Die Champions League ist ein absoluter Feiertag für mich", sagte der Kroate. "Schon als Kind habe ich mich auf die TV-Übertragung die ganze Woche gefreut. Dieser Wettbewerb ist einfach das Beste, was es gibt!"
Zürich dagegen möchte genau das verhindern und selber in die Gruppenphase einziehen. Nach drei Niederlagen zum Start der Schweizer Super League scheint es so, als habe der FCZ just zur rechten Zeit wieder in die Spur gefunden: Zuerst gab es ein 6:0-Schützenfest gegen Stadtrivale Grasshopper-Club, ehe man am vergangenen Wochenende in letzter Minute ein 0:1 bei Meister FC Basel 1893 noch in einen 2:1-Sieg verwandelte.
"Wir müssen realistisch sein"," sagte Mittelfeldspieler Dušan Djurić. "Aber natürlich haben wir eine Chance, so funktioniert der Fußball." Trainer Urs Fischer, ein bekennender Bayern-Fan, fügte hinzu: "Eins kann ich versprechen: Wir werden versuchen, den Bayern das Leben über 90 Minuten schwer zu machen. Und wir gehen auf den Platz, um zu gewinnen. Wir wollen gewinnen. Das ist immer in unseren Köpfen."
Allerdings ist Fischers Aufgabe durch die zahlreichen Verletzten des Stadtclubs nicht unbedingt einfacher geworden. Mittelfeldspieler Stjepan Kukuruzović zog sich beim Sieg in Basel einen Kreuzbandriss zu, während Stürmer Alexandre Alphonse im selben Spiel eine Wadenverletzung erlitt. Auch Spielmacher Xavier Margairaz (Sprunggelenk), Mittelfeldspieler Chaker Zouaghi (Knie) und der dritte Torwart Yanick Brecher (Bauch) fallen aus.
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