Juventus - Real Madrid: Frühere Begegnungen

Das Endspiel in Cardiff ist die 19. Partie – allesamt im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb – zwischen Juventus und Real Madrid, bislang konnten beide Mannschaften je achtmal gewinnen.

Juves Álvaro Morata traf 2015 gegen Real Madrid
Juves Álvaro Morata traf 2015 gegen Real Madrid ©AFP/Getty Images

Das Endspiel der UEFA Champions League 2017 ist das 19. UEFA-Duell zwischen Juventus und Real Madrid, alle 18 vorherigen Partien fanden ebenfalls im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb statt. Beide Klubs konnten je achtmal gewinnen, zwei Partien endeten unentschieden. Juve erzielte 21 Treffer, Madrid 18. UEFA.com blickt auf die früheren Spiele zurück.

Viertelfinale im Pokal der europäischen Meistervereine 1961/62 
Juventus - Real Madrid 0:1
Real Madrid - Juventus 0:1
Real Madrid - Juventus 3:1 (Entscheidungsspiel in Paris)
Das erste Aufeinandertreffen dieser beiden europäischen Giganten benötigte ein Entscheidungsspiel, um einen Sieger zu finden. Nachdem Madrid dank eines späten Tores von Alfredo Di Stéfano in Turin gewonnen hatte, sorgte Omar Sívori für Juves Sieg in der spanischen Hauptstadt und für ein drittes Spiel in Paris, wo Felo den fünfmaligen Champion schon nach wenigen Sekunden in Führung schoss, ehe Sívori vor der Pause ausgleichen konnte. Im zweiten Durchgang beförderten Luis del Sol und Justo Tejada die Königlichen ins Halbfinale.

Zweite Runde im Pokal der europäischen Meistervereine 1986/87
Real Madrid - Juventus 1:0
Juventus - Real Madrid 1:0 n.V. (Real Madrid siegt 3:1 i.E.)
25 Jahre später schoss Emilio Butragueño die Spanier zum Sieg im Hinspiel im Santiago Bernabéu, ehe Juve dank eines Tores von Antonio Cabrini im Rückspiel ebenfalls 1:0 siegte. Dieses Mal sollte jedoch das Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden: Beide Teams verschossen ihre ersten Elfmeter, doch während Real die nächsten drei verwandelte, vergaben bei Juve auch noch Lionello Manfredonia und Luciano Favero.

Viertelfinale der UEFA Champions League 1995/96 
Real Madrid - Juventus 1:0
Juventus - Real Madrid 2:0
Auf dem Weg zu ihrer zweiten europäischen Krone konnten die Italiener dieses erste Duell in der Ära der UEFA Champions League für sich entscheiden, doch das Hinspiel ging nach einem Tor von Raúl González Mitte des ersten Durchgangs verloren. Im Rückspiel hatte aber Juve das bessere Ende auf seiner Seite und siegte dank der Treffer von Alessandro Del Piero und Michele Padovano. Bei Real flog nach 72 Minuten Rafael Alkorta vom Platz, bei Juve kurz darauf Moreno Torricelli.

Finale der UEFA Champions League 1997/98 
Juventus - Real Madrid 0:1
Das bis dato wichtigste Duell der beiden Teams stieg in der Amsterdam ArenA, wo Predrag Mijatović Mitte des zweiten Durchgangs den entscheidenden Treffer erzielte. 32 Jahre nach dem letzten Titelgewinn machte der Angreifer in der 66. Minute aus kurzer Entfernung Reals siebten Triumph im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb klar.

2002/03: Jubel und Trauer bei Nedvěd
2002/03: Jubel und Trauer bei Nedvěd

Halbfinale der UEFA Champions League 2002/03 
Real Madrid - Juventus 2:1
Juventus - Real Madrid 3:1
Im Hinspiel trafen Ronaldo und Roberto Carlos für die Hausherren, David Trezeguet gelang kurz vor der Pause der zwischenzeitliche Ausgleich. In Norditalien war es dann aber eine andere Geschichte: Trezeguet, Del Piero – beide vor der Pause – und Pavel Nedvěd sorgten für eine 3:0-Führung der Italiener, bevor Real durch Ex-Juve-Star Zinédine Zidane der nicht mehr relevante Anschlusstreffer gelang. Nedvěd kassierte jedoch eine späte Gelbe Karte, weshalb er das Endspiel verpasste, das Juve im Elfmeterschießen gegen AC Milan verlor.

Achtelfinale der UEFA Champions League 2004/05 
Real Madrid - Juventus 1:0
Juventus - Real Madrid 2:0 n.V.
Die Italiener feierten ihren dritten K.-o.-Erfolg in Folge gegen Real, obwohl sie sich abermals in Madrid geschlagen geben mussten: Iván Helguera erzielte nach 31 Minuten den Siegtreffer, ehe Trezeguet in Turin eine Viertelstunde vor Spielende für die Verlängerung sorgte. Nachdem Ronaldo und Juves eingewechselter Akteur Alessio Tacchinardi nach 113 Minuten vom Platz gestellt worden waren, markierte Marcelo Zalayeta drei Minuten später den entscheidenden Treffer zugunsten der Bianconeri.

Juves Alessandro Del Piero nach seinem Tor 2008 in Madrid
Juves Alessandro Del Piero nach seinem Tor 2008 in Madrid©Getty Images

Gruppenphase der UEFA Champions League 2008/09 
Juventus - Real Madrid 2:1
Real Madrid - Juventus 0:2
Bei den ersten beiden Duellen der beiden Teams in einer Gruppenphase konnten die Italiener zweimal triumphieren. Del Piero und Amauri schossen Juve zum Heimsieg, Ruud van Nistelrooy konnte nur noch verkürzen. Im Rückspiel, wo Juve erstmals seit 46 Jahren wieder bei Real gewinnen konnte, war Del Piero per Doppelpack erfolgreich. Beide Teams erreichten das Achtelfinale, wo für beide jedoch das Ausscheiden folgte.

Gruppenphase der UEFA Champions League 2013/14 
Real Madrid - Juventus 2:1
Juventus - Real Madrid 2:2
Vor drei Spielzeiten behielt Madrid die Oberhand in den Gruppenspielen. Alle Tore im Bernabéu fielen in der ersten halben Stunde, Cristiano Ronaldo traf zweimal, Fernando Llorente markierte in der 22. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich. Giorgio Chiellini flog zu Beginn des zweiten Durchgangs vom Platz und war für das Rückspiel gesperrt. Arturo Vidal und Llorente brachten Juve in Turin zweimal in Front, Ronaldo und Gareth Bale erzielten zweimal den Ausgleich. Während Juve in der UEFA Europa League weiterspielen musste, gewann Madrid am Ende zum zehnten Mal die Trophäe.

Video: So erreichte Juventus 2015 das Finale
Video: So erreichte Juventus 2015 das Finale

Halbfinale der UEFA Champions League 2014/15 
Juventus - Real Madrid 2:1
Real Madrid - Juventus 1:1
Massimiliano Allegris Juve, erstmals seit dem Sieg 2002/03 gegen Real Madrid wieder im Halbfinale, gewann im Hinspiel in Turin dank der Tore von Álvaro Morata – im Sommer zuvor von Madrid verpflichtet – und Carlos Tévez, Ronaldo gelang der zwischenzeitliche Ausgleich. Im Rückspiel sorgte erneut Ronaldo per Elfmeter in der 23. Minute für die Real-Führung, ehe Morata gegen seinen jetzigen Arbeitgeber zwölf Minuten nach der Pause den Ausgleich erzielte und Juve ins Finale beförderte.

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