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Jones heißt die Welt in Deutschland willkommen

Veröffentlicht: Mittwoch, 22. Juni 2011, 13.15MEZ
Steffi Jones hat als Spielerin alles gewonnen, jetzt ist sie Chefin des deutschen Organisationskomitees der FIFA-WM für Frauen 2011. Im Gespräch mit UEFA.com räumt sie ein, dass die Begeisterung immer noch spürbar ist.
von Markus Juchem
Jones heißt die Welt in Deutschland willkommen
Steffi Jones im Gespräch mit UEFA.com ©UEFA.com
Veröffentlicht: Mittwoch, 22. Juni 2011, 13.15MEZ

Jones heißt die Welt in Deutschland willkommen

Steffi Jones hat als Spielerin alles gewonnen, jetzt ist sie Chefin des deutschen Organisationskomitees der FIFA-WM für Frauen 2011. Im Gespräch mit UEFA.com räumt sie ein, dass die Begeisterung immer noch spürbar ist.

Steffi Jones hatte in den vergangenen Jahren maßgeblichen Anteil am Aufschwung und der Dominanz des deutschen Frauenfußballs. 2003 gewann sie mit der DFB-Elf die FIFA-Weltmeisterschaft für Frauen sowie zudem drei Mal die UEFA-Europameisterschaft für Frauen. Ihre Karriere dauerte 14 Jahre, dabei bestritt sie 111 Länderspiele.

wir bereits jetzt bestätigen können, jedes Spiel  hat Minimum 8 000 bis 10 000 Zuschauer. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung
Steffi Jones
Ich denke, dass wir da nochmal eine eigene Geschichte schreiben werden. Ob WM oder EM, es gibt uns immer eine Chance, uns als Fußballfamilie
Steffi Jones

Nach ihrem Rücktritt im Jahr 2007 wurde sie die Chefin des deutschen Organisationskomitees der FIFA-WM für Frauen 2011. Im Vorfeld des Turniers, das am Sonntag beginnt, sprach die frühere Abwehrspielerin des 1. FFC Frankfurt mit UEFA.com über die Endrunde, die Chancen der Deutschen und den erwarteten Zuschaueransturm.

UEFA.com: Die Stadien werden voll sein, zumindest bei Spielen der deutschen Mannschaft. Wird es für die Spielerinnen eine ganz besondere Herausforderung, weil es eigentlich nicht einmal die Topspielerinnen gewohnt sind, vor derartigen Kulissen zu spielen?

Steffi Jones: Also ich kriege Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke, dass das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Kanada in Berlin ausverkauft sein wird. Ich weiß eben auch schon aus anderen Turnieren, was es ausmacht, wenn ein Stadion voll ist. Du hörst deine Mitspielerinnen nicht, wenn sie etwas rufen, das ist schon wirklich genial. Das ist großartig.

Ich denke, dass sich alle Mannschaften freuen können, weil wir bereits jetzt bestätigen können, jedes Spiel  hat Minimum 8 000 bis 10 000 Zuschauer. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung ... Jedes Spiel lohnt sich und ich glaube, dass schon noch alles abverkauft wird.

UEFA.com: Wie wird das Turnier Ihrer Meinung nach verlaufen?

Jones: Bei der Auslosung fand ich interessant, dass sich jede Gruppe als schwere Gruppe sieht. Und das stimmt auch, denn bei den 16 Mannschaften finde ich, wird es auch schwer. Wenn ich immer gefragt werde, wen ich als Favoriten sehe, fange ich immer mit den ersten vier Teams an und gehe dann aber weiter, weil ich mir sage, da kann jeder jeden schlagen.

Ich freue mich und glaube, dass es wirklich eine tolle WM werden wird. Ich denke, dass wir da nochmal eine eigene Geschichte schreiben werden. Ob WM oder EM, es gibt uns immer eine Chance, uns als Fußballfamilie. Ich hoffe, dass wir volle Stadien haben werden und dass dann alles in Toren, in der Stimmung, in der Spielweise attraktiver Fußball auch so rüberkommt... Das wäre schön.

UEFA.com: Deutschland hat in den letzten Jahren praktisch alle Titel abgeräumt, die es zu gewinnen gab. Wie schwierig ist es, diesen Platz an der Sonne zu verteidigen?

Jones: Der Druck war immer da, finde ich, und unsere Trainerinnen schaffen es dann auch, die Motivation hoch zu halten, dass man nicht satt wird. Es gibt ja Spielerinnen, die sind über einen sehr langen Zeitraum in der Frauen-Nationalmannschaft. Dann muss man auch die richtige Mischung finden mit den jungen Spielerinnen, die immer integriert werden, und die sofort auch mitspielen.

Es fällt gar nicht auf, dass da junge Spielerinnen erst frisch reingekommen sind. Ich glaube, das macht es aus, dass wir sehr individuell starke Spielerinnen haben, aber auch den Teamgeist haben, dass die Trainerinnen es wirklich schaffen, dass Harmonie herrscht und jede für die andere läuft und die Mannschaft zum Turnier hin immer topfit ist.

Letzte Aktualisierung: 20.12.17 3.20MEZ

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