"Wir sind nur erfreut und erschüttert"

Englands Trainerin Mo Marley war nach dem 2:0-Erfolg über Schweden mit ihrer Mannschaft sehr zufrieden, schließlich hatte das Team ohne Gegentor erstmals die UEFA-U19-EURO geholt.

Die UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen des Jahres 2009 war ein Schritt ins Ungewisse. Belarus war zum ersten Mal Ausrichter eines Endrunden-Turniers - und sie enttäuschten nicht.

Englands Trainerin Mo Marley war nach dem 2:0-Erfolg über Schweden mit ihrer Mannschaft natürlich außerordentlich zufrieden, schließlich hatte das Team mit zwölf erzielten Treffern und ohne Gegentor erstmals die UEFA-U19-Europameisterschaft auf die Insel geholt. Aber auch Calle Barrling war trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit seinen Schützlingen.

Mo Marley, England-Trainerin
Während des Turnier waren wir wahrscheinlich das beständigste Team. Wir haben einige exzellente Mannschaften besiegt, und heute war es außergewöhnlich schwierig für die Spielerinnen, sie hatten Mühe, ihren Fluss zu finden. Aber wenn es eng ist, dann kommt es auf das gewisse Extra an. Ich habe in der ganzen Woche den Mädels gesagt, dass das Finale durch ein kleines bisschen zusätzlicher Qualität entschieden wird, und das war heute der Unterschied zwischen zwei starken und beherzten Mannschaften. Wir wissen, dass wir ein schwerer Spiel hatten und dass wir es geschafft haben.

Das ist ein unglaubliches Gefühl. Jeder hat danach gestrebt, aber ich hätte nie gedacht, dass es diese englische Mannschaft schaffen würde. Ein wenig habe auch ich dazu beitragen. Wir freuen uns alle und sind erschüttert. Es ist großartig und wird uns hoffentlich in der Zukunft inspirieren.

Calle Barrling, Schweden-Trainer
Glückwunsch an England - das war nicht nur heute eine exzellente Leistung, sondern während des gesamten Turniers, und das ohne Gegentor und alles. Wir haben gegen eine bessere Mannschaft verloren, aber das Spiel ist alles, was wir verloren haben, weil wir hier auch eine Menge gewonnen haben - einen WM-Platz und eine Silbermedaille. Natürlich sind wir enttäuscht, aber wenn wir zuhause sind, dann werden wir mit Befriedigung zurück blicken.

Wir kannten die Laufwege von England, wie sie spielen, und wir hatten Pläne, dies in Angriff zu nehmen, aber sie waren zu schnell. Sie haben uns gezwungen, zu viele hohe Bälle zu spielen, was wir gar nicht mögen, und im Kopfball sind sie exzellent. Wir haben die Dinge zwei- oder dreimal verändert, aber ich war mit der Durchführung nicht zufrieden, doch solche Dinge passieren, wenn man gegen bessere Mannschaften spielt. Wir haben heute nicht unser Bestes gezeigt, aber manchmal läuft alles für den Gegner.

Wir sind jung, machen Anfängerfehler, und sie haben uns bestraft. Ich war mit unserem Kampfgeist zufrieden - 90 Minuten lang waren wir leidenschaftlich auf den Beinen, trotz der Verlängerung gegen Frankreich. Wir haben nie aufgegeben, und der Mannschaftsgeist wird uns im nächsten Jahr zugute kommen, wenn wir unser Passspiel verbessern. Ich hoffe, dann eine weitere Medaille gewinnen zu können.

Oben