England feiert, Finnland weint

Mo Marley sprach von einem Vergnügen, mit dieser englischen Mannschaft arbeiten zu dürfen, die im Halbfinale Finnland mit 4:0 schlug. Kollegin Marianne Miettinen erkannte die Überlegenheit des Gegners an.

England feiert das vierte Tor
England feiert das vierte Tor ©Sportsfile

Mo Marley, Englands Trainerin
Wir wüssten, dass es heute schwer werden würde. Wir machten uns Gedanken über die Tatsache, dass wir es ins Halbfinale geschafft haben, womit wir Kanada [die FIFA-U20-WM] erreicht hatten. Wir haben uns heute Morgen zusammengesetzt und gesagt: "Wir sind so weit gekommen und haben unser erstes Ziel erreicht. Nun wollen wir noch einmal auf uns aufmerksam machen."

Ich habe noch nie mit einer Gruppe gearbeitet, die so konzentriert ist, und das war in den letzten zwei Wochen ein absolutes Vergnügen. Es war in jeder Weise außergewöhnlich. Und es ist eine Belohnung, wenn man in einem solch wichtigen Spiel sieht, wie die Arbeit des Trainers angeschlagen hat. Die Spielerinnen spielten mit einem Lächeln im Gesicht. Ich bin nicht so einfach zu erfreuen, aber wir haben eine großartige Zeit.

Marianne Miettinen, Trainerin von Finnland
Wir wussten, dass England eine schnelle und laufstarke Mannschaft ist, aber wir hatten nicht erwartet, dass die Abwehrkette so lange Bälle spielen würde, und diese langen Bälle haben unserer Abwehr große Probleme bereitet. Vier Tore haben sie geschossen, drei davon, darunter der Elfmeter, resultierten aus langen Bällen. England war die bessere Mannschaft, körperlich besser, stärker, aggressiver. Sie kannten unsere Schwächen und haben sie ausgenutzt. Und sie haben wirklich gut verteidigt.

Wir versuchten zu reagieren, konnten das aber nicht schnell genug. Vielleicht hätten wir im Angriff mehr über die Flügel kommen müssen, in der zweiten Hälfte haben wir das versucht. Ich habe meinen Spielerinnen erzählt, dass sie etwas enttäuscht sein dürfen. Sie weinten, weil sie jetzt noch nicht nach Hause wollten und sie so nahe dran waren an einem EM-Finale. Sie wären am falschen Platz, wenn sie nicht enttäuscht wären. Aber ich sagte ihnen, dass wir als Sieger gehen werden, wenn wir morgen nach Hause fahren. Wir haben drei wirklich gute Spiele bestritten und das Ticket nach Kanada gelöst. Darauf müssen wir stolz sein.

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