Deutschland nicht bei EM dabei

Serbien, Portugal, England, Schweden und Spanien sicherten sich die Teilnahme an der UEFA-U19-EM für Frauen 2012 neben Rumänien, dem besten Gruppenzweiten Dänemark und Gastgeber Türkei. Deutschland schaffte das nicht.

Portugal feiert das 2:1 gegen Belgien und damit die Endrunden-Qualifikation
Portugal feiert das 2:1 gegen Belgien und damit die Endrunden-Qualifikation ©FPF/Francisco Paraíso

Gleich vier Mannschaften feiern bei der UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen ihr Debüt. Neben den bereits qualifizierten Rumäninnen und Gastgeber Türkei sind auch die Gruppensieger Portugal und Serbien qualifiziert. Auch Schweden, England und Spanien sicherten sich den Gruppensieg und damit die Endrunden-Teilnahme. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch den besten Gruppenzweiten Dänemark. Überraschend die Endrunde verpasst hat hingegen Titelverteidiger Deutschland, das damit zum ersten Mal in der elfjährigen Historie des Wettbewerbs nicht an der Endrunde teilnimmt.

Gruppe 1 (Sieger: Portugal)
Norwegen stand letztes Jahr noch im Endspiel der UEFA-U19-EM für Frauen - dieses Jahr müssen die Nordeuropäerinnen zuschauen. Zwar hatte das Team durch den 3:2-Erfolg über die Tschechische Republik seinen Teil dazu beigetragen, die Endrunde zu erreichen, doch dank des späten Siegtreffers von Vanessa Rodrigues im Spiel gegen Belgien zog Portugal auf Grund des besseren direkten Vergleichs mit Norwegen in die Endrunde ein.

Gruppe 2 (Sieger: Schweden)
In Vasteras kam es zum großen Endspiel zwischen Schweden und Deutschland. Die Deutschen brauchten einen Sieg, um die Gruppe noch zu gewinnen. Zwar dominierte die DFB-Auswahl das Spiel, scheiterte unter anderem einmal am Pfosten und einmal an der Latte, doch der einzige Treffer der Partie gelang der Schwedin Elin Rubensson (36.). "Als deutsche Nationalmannschaft sollte man sich immer für die EM qualifizieren. Wir sind enttäuscht", sagte die deutsche Trainerin Maren Meinert. Im zweiten Spiel der Gruppe schlug Nordirland die Polinnen mit 3:0.

Gruppe 3 (Sieger: Rumänien)
Rumänien hatte die Qualifikation bereits am zweiten Spieltag perfekt gemacht, zeigte sich aber auch zum Abschluss der Qualifikation in Spiellaune und kam zu einem beeindruckenden 1:1 gegen die Niederlande.

Zwar verhinderte Sabine Becx mit ihrem Treffer in der 89. Minute den dritten Sieg der Rumäninnen, doch reichte dieser Punktgewinn Oranje nicht, um als beste zweitplatzierte Mannschaft auch noch auf den EM-Zug aufzuspringen. Am Ende reichte es nur zu Rang drei hinter den Französinnen, die dank eines Treffers von Marion Leroy mit 1:0 gegen Island gewannen.

Gruppe 4 (Sieger: Serbien, Zweiter: Dänemark)
Nevena Damjanović erzielte den einzigen Treffer im Spiel gegen die Schweiz und schoss die Serbinnen so zum dritten Sieg im dritten Spiel und damit zur Endrunde in die Türkei. Dänemark gewann 2:0 gegen die punktlose Republik Irland und qualifizierte sich als bester Gruppenzweiter ebenfalls für die Endrunde.

Gruppe 5 (Sieger: Spanien)
Spanien sicherte sich die Endrunden-Teilnahme durch einen Sieg über Schottland. Die Schottinnen kämpften dabei aufopferungsvoll und mussten sich am Ende mit 2:3 geschlagen geben. Die zweite Partie zwischen Italien und Russland wurde durch einen Elfmetertreffer von Lisa Alborghetti kurz vor Ende der Partie entschieden.

Gruppe 6 (Sieger: England)
Danielle Carters Treffer in der ersten Hälfte entschied die hart umkämpfte Partie gegen Österreich zu Gunsten Englands, das damit nach einem Jahr Abstinenz wieder an der Endrunde teilnehmen wird. Platz zwei in der Gruppe ging an Wales, obwohl die Waliserinnen am letzten Spieltag eine 1:2-Niederlage gegen Finnland hinnehmen mussten.

Abschlusstabellen

Die sieben qualifizierten Teams werden zusammen mit Gastgeber Türkei vom 2. bis 14. Juli an der EM-Endrunde teilnehmen. Die Auslosung findet am 24. April statt.

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