Wensing hofft, "dass die Mädels das hinkriegen"

Luisa Wensing hat gerade erst den Schritt von der U19 in die A-Nationalmannschaft geschafft, doch sie ist zuversichtlich, dass ihr früheres Team auch ohne sie die zweite Qualifikationsrunde übersteht.

Luisa Wensing bei ihrem Führungstor für Deutschland gegen Norwegen im Finale der letzten U19-EM
Luisa Wensing bei ihrem Führungstor für Deutschland gegen Norwegen im Finale der letzten U19-EM ©Sportsfile

Laut Luisa Wensing wird Deutschland die Qualifikation für die UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen in der Türkei schaffen, auch wenn sie nach ihrer überraschenden Berufung in die A-Nationalmannschaft in der zweiten Qualifikationsrunde nicht zur Verfügung steht. Zudem ist sie jetzt auch noch verletzt.

"Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet", sagte sie im Gespräch mit UEFA.com über den Moment, als sie erfuhr, wo ihre Reise hingehen wird. "Ich war schon total auf die U19 fixiert und stand schon mit meinen Teamkolleginnen in Kontakt." Doch dann erhielt Wensing eine SMS von Lena Lotzen, die ihr die frohe Botschaft überbrachte. Doch aufgrund einer Oberschenkelverletzung, die sich Wensing am Dienstag beim Abschiedsspiel von Birgit Prinz zugezogen hat, wird sie bei den entscheidenden deutschen Qualifikationsspielen zur UEFA Women's EURO 2013 gegen Spanien und die Schweiz nicht auflaufen können.

Während Wensings U19-Kollegen also am Mini-Turnier in Schweden teilnehmen, wird die Abwehrspielerin des FCR 2001 Duisburg aus der Ferne mitfiebern und ist fest davon überzeugt, dass es die U19 zur Endrunde im Sommer in der Türkei schaffen wird. "Polen und Nordirland müssen klar geschlagen werden, gegen beide habe ich aber selber noch nicht gespielt, aber ich gehe nicht davon aus, dass das Übermannschaften sein werden, obwohl ich das Leistungsvermögen beider Teams nur schwer einschätzen kann", meinte Wensing. "Schweden wird natürlich die schwerste Aufgabe. Ich hoffe, dass die Mädels das hinkriegen."

Die 19-Jährige, die am Ende der Saison zum aufstrebenden VfL Wolfsburg wechseln wird, erinnert sich noch gut an den Titelgewinn bei der letzten U19-EM im vergangenen Jahr in Italien, als es im Finale einen imposanten 8:1-Sieg gegen Norwegen gab. "Wir haben zur Halbzeit nur 1:0 geführt. Ich habe mit einem Flugkopfball das 1:0 erzielt, das war wirklich ein schöner Treffer und ein ganz wichtiges Tor", erklärte sie. "Es hat keiner damit gerechnet, dass es dann so ein krasser Sieg werden würde. Ab der zweiten Halbzeit war jeder Schuss ein Treffer. Das wird für mich immer in Erinnerung bleiben, vor allem durch mein Tor, das war ein schönes Erlebnis. Wenn Du Europameister wirst, willst Du einfach dieses Gefühl nie wieder los werden."

Dennoch weiß auch Wensing, dass der Druck in der zweiten Qualifikationsrunde schon groß ist. "Es kommt nur der Erste weiter, man darf nicht patzen; schon bei einem Unentschieden wird es knapp, denn dann muss man die anderen beiden Spiele gewinnen. Es ist wichtig, dass man am Anfang mit einem Sieg startet, um noch mehr Selbstbewusstsein zu bekommen." Das klingt nicht gut für Polen, Deutschlands ersten Gegner in der Gruppe 2 am Samstag.

Spielplan der zweiten Qualifikationsrunde

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