Malinowski baut auf Turniererfahrung

Kyra Malinowski erzielte letztes Jahr im Endspiel der UEFA-U17-EM für Frauen fünf Tore gegen Spanien und auch bei der U19-Endrunde in Skopje machte sie schnell auf sich aufmerksam.

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Das deutsche Team, das an der diesjährigen UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen teilnimmt, ist ein ganz anderes, als jenes, welches im letzten Jahr in der Vorrunde ausschied. Passenderweise war es gleich mit Kyra Malinowski ein Neuling, der gegen Italien das erste Tor ihres Teams erzielte.

Die Stürmerin ist eine von neun Spielerinnen, die im letzten Jahr mit Trainer Ralf Peters im Juni bei der UEFA-U17-Europameisterschaft für Frauen in der Schweiz den Titel verteidigen konnten. Damals konnte die Spielerin der SG Essen-Schönebeck mit fünf Toren im Endspiel gegen Spanien auf sich aufmerksam machen.

Einen Monat später kam die U19 dann erstaunlicherweise nicht über die Gruppenphase in Belarus hinaus, als man im direkten Vergleich gegen die Schweiz unterlegen war. Diesmal nimmt man in der EJR Mazedonien ohne das wichtige Duo Alexandra Popp und Dzsenifer Marozsán teil, das aufgrund der anstehenden FIFA-U20-WM für Frauen geschont wird.

Nichtsdestotrotz ist Malinowski optimistisch über Deutschlands Aussichten hier, sie baut auf das Zusammenspiel und den Zusammenhalt der Spielerinnen der ehemaligen U17-Nationalmannschaft. "Die Mannschaft kennt sich sehr gut, was so ein Turnier viel leichter macht", sagte sie gegenüber UEFA.com. "Wir wissen, was wir machen sollen und das ist ein gutes Gefühl."

So war es auch im Eröffnungsspiel der Gruppe A, das mit einem 4:1 gegen die Azzurrine endete. "Ich war sehr glücklich, dass ich das erste Tor gemacht habe, da dadurch der Druck vom Team genommen wurde", sagte sie über ihren Kopfball. "Es war eine Hilfe und machte das Spielen danach einfacher."

Malinowski beschrieb das Endspiel der U17 als "einen der Höhepunkte meiner Karriere bisher", doch der Übergang in die U19 gelang nahtlos mit drei Toren in der zweiten Qualifikationsrunde. "Es ist schon ein Unterschied zwischen den beiden Altersgruppen", fuhr sie fort. "Es ist sehr zweikampfbetont und das Spiel ist viel schneller bei der U19. Am Anfang braucht man etwas Zeit sich anzupassen, doch es war am Ende nicht so schwer."

Am Donnerstag geht es für Malinowski und Co gegen Schottland, wo man wie gegen Italien auf ein frühes Tor baut. "Sie werden wohl sehr defensiv anfangen, aber wir hoffen auf ein schnelles Tor, dann wird das Spiel viel leichter werden."

Nach dem Turnier wird sich Malinowski darauf konzentrieren, dass Essen-Schönebeck eine sorgenfreiere Saison als 2009/10 durchleben kann. Im Alter von 16 feierte sie im September ihr Debüt in der Frauen-Bundesliga, doch am Ende konnte man mit einem Vorsprung von nur drei Punkten die Klasse halten.

"Zu Saisonbeginn hatten wir nicht gedacht, dass wir in den Abstiegskampf kommen würden, doch da wir ein gutes Team sind, haben wir uns nie richtige Sorgen gemacht”, sagte sie. "Trotzdem war es für mich ein gutes Erlebnis, in der höchsten Frauenliga zu spielen."

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