Frankreich triumphiert zum dritten Mal

England - Frankreich 0:2 n.V.
Sandie Toletti und Aminata Diallo sorgten mit ihren Kopfballtoren in der Verlängerung für Frankreichs dritten Erfolg bei einer U19-EM für Frauen.

Sandie Toletti jubelt über ihr Führungstor für Frankreich
©Sportsfile

Frankreich setzte sich im Finale der 12. UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen mit 2:0 nach Verlängerung gegen England durch und holte damit zum dritten Mal diesen Titel.

Angreiferin Sandie Toletti erzielte fünf Minuten nach Beginn der Verlängerung mit einem abgefälschten Kopfball das 1:0, Mittelfeldspielerin Aminata Diallo markierte vor mehr als 1 000 Zuschauern in Llanelli sechs Minuten vor Schluss den zweiten Treffer für die Truppe von Gilles Eyquem. Einige Spielerinnen im französischen Kader haben im vergangenen Herbst noch die FIFA-U17-Weltmeisterschaft für Frauen gewonnen.

Toletti war ein ständiger Unruheherd für die englische Defensive, sie scheiterte bereits in der Anfangsphase bei einer guten Chance an Elizabeth Durack. Kurz darauf bediente sie Aoife Mannion, die alleine vor Durack vergab. Kadidiatou Diani, die im Halbfinale gegen Deutschland noch beide Tore für Les Bleuettes erzielt hatte, scheiterte ebenfalls mit einem Schuss.

Englands erste nennenswerte Möglichkeit hatte die dreifache Torschützin Bethany Mead, doch Solène Durand war nicht zu bezwingen. Frankreich blieb dennoch die überlegene Mannschaft, sie wollten unbedingt den dritten Titel nach 2003 und 2010. Tolettis nächster Versuch verfehlte knapp das Ziel, kurz vor dem Pausenpfiff wurde ein schöner Schuss von ihr auf der Linie geklärt von Melissa Lawley.

Im Verlauf der Begegnung, die es bereits zum Auftakt dieses Turniers in Wales gegeben hatte, wurde Englands Stürmerin Nikita Parris immer stärker, dazu hatte auch Mead eine Möglichkeit. Durack rettete ihr Team danach mit einer Parade gegen Aissatou Tounkara in die Verlängerung.

Die zusätzlichen 30 Minuten hatten gerade begonnen, da brach Toletti den Bann. Nach einer Ecke von Faustine Robert stieg sie zum Kopfball hoch, den Mannion unhaltbar abfälschte. Léa Declercq hatte das 2:0 auf dem Fuß, doch wieder einmal war Durack zur Stelle, genauso wie gegen Aminata Diallo aus kurzer Distanz. In der 114. Minute machte es Diallo dann aber besser, sie überwand Durack mit einem Kopfball und brachte Frankreichs Triumph damit unter Dach und Fach.

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