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Dallmann und Deutschland mit toller Rückkehr

Linda Dallmann meint, dass das Verpassen der Endrunde 2012 die DFB-Elf noch hungriger sein lässt - Norwegen musste das am Montag mit einer 0:5-Niederlage gleich schmerzhaft feststellen.

Linda Dallmann feiert eines ihrer Tore
Linda Dallmann feiert eines ihrer Tore ©Getty Images

Linda Dallmann, die gemeinsam mit Pauline Bremer jenes dynamische Duo bildete, das Norwegen am Montag mit einer tollen ersten Halbzeit hinwegfegte, sagte gegenüber UEFA.com, dass das Verpassen der Endrunde vor zwölf Monaten dafür gesorgt habe, dass Deutschland hungriger denn je in das Turnier in Wales geht.

Deutschland war in den ersten zehn Jahren der UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen konstant bei der Endrunde vertreten, aber letzte Saison scheiterte man auf dem Weg dorthin an Schweden. Dieses Mal marschierte man durch die Qualifikation und der 5:0-Auftakterfolg gegen Norwegen – alle Treffer fielen vor dem Pausenpfiff – lässt vermuten, dass Maren Meinerts Mannschaft etwas nachzuholen hat.

"Es war damals [als man 2012 die Qualifikation zur Endrunde verpasste] fast die gleiche Mannschaft wie heute. Da haben wir die Chance verpasst, jetzt wollen wir es dieses Jahr natürlich umso besser machen", sagte Dallmann. "Die erste Halbzeit [gegen Norwegen] war gut, da haben wir prima ins Turnier gefunden. Es war wichtig, dass wir dort alles gezeigt haben. Die zwei Tore waren gut herausgespielt, ich musste ja nur noch einschieben. Das waren zwei gute Vorlagen und für uns ein wichtiger Start ins Turnier."

Dallmann ist ein wenig zu bescheiden. Das zweite ihrer beiden Tore im Parc y Scarlets, als sie sich in die Luft schraubte und einköpfte, kann man wohl kaum als "einschieben" bezeichnen. Danach bereitete sie noch zwei weitere Treffer der 17-jährigen Pauline Bremer vor, die ihrerseits einen Hattrick erzielte. "Man hat selten die Chance international zu spielen. Diese Chance muss man nutzen und sich hier durchsetzen", so Deutschlands Nummer zehn.

Dallmann ist gerade einmal 18 Jahre alt, gilt aber schon als großes Talent. Im Alter von 16 bestritt sie ihr Bundesliga-Debüt für die SGS Essen und nicht lange nach ihrem 17. Geburtstag gelang ihr auch das erste Bundesliga-Tor. Mittlerweile kommt sie auf bald 50 Erstligaeinsätze, doch sie betont, dass die hoffentlich zwei Wochen in Wales einen fast größeren Stellenwert besitzen. "So eine Europameisterschaft ist nicht zu vergleichen mit normalen Turnieren oder der Bundesliga", sagte sie.

"Ich habe selbst die U17-EM gespielt und da haben wir im Halbfinale verloren. Das ist auch für die eigene Entwicklung etwas ganz Besonderes, da man sich hier mit jedem Spiel weiterentwickelt und das eine tragende Rolle für die eigene Zukunft spielt. Jedes Land spielt anders, man muss sich auf jeden Gegner einstellen können – das ist die Herausforderung hier in diesem Turnier."

Es geht mit schweren Gegnern weiter für Deutschland – zuerst steht das "Rückspiel" gegen Schweden an, bevor es am Sonntag in der letzten Partie der Gruppe B gegen Finnland geht. "Schweden ist auf jeden Fall eine starke Mannschaft. Dass Finnland gegen sie jetzt unentschieden gespielt hat, zeigt, dass beide sehr stark sind", meint Dallmann. "Beides sind gute Gegner, die wir nicht unterschätzen dürfen. Wir müssen die Leistung abrufen, die wir heute auch gebracht haben." Falls Meinerts Elf das gelingt, dürfte den Schwedinnen und Finninnen ein heißer Tanz bevorstehen.