UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Deutschland mit Respekt vor England

Zum Auftakt der UEFA U19-EURO der Frauen will Titelverteidiger Deutschland in der Neuauflage des Vorjahresfinales nichts anbrennen lassen.

Deutschlands Trainerin Maren Meinert will von Spiel zu Spiel denken
Deutschlands Trainerin Maren Meinert will von Spiel zu Spiel denken ©Sportsfile

Zum Auftakt der UEFA U19-Europameisterschaft der Frauen will Titelverteidiger Deutschland in der Neuauflage des Vorjahresfinales gegen England am Montag im französischen Avoine nichts anbrennen lassen. „Wir haben Respekt vor England, denn sie haben im Vorjahr bis auf das Finale vier richtig gute Spiele gemacht. Aber natürlich wollen wir das erste Spiel gewinnen", blickt Trainerin Maren Meinert im Gespräch mit uefa.com der Aufgabe entgegen.

Titel als Zielsetzung
Die Erwartungshaltung an das Team ist hoch. Kein Problem für die Spielerinnen, wie Meinert betont: „Ich erwarte auch im U19-Bereich von meinen Spielerinnen, dass sie mit einem gewissen Druck umgehen können." Die anderen Nationen schlafen jedoch nicht. „Wir wissen, dass wir die Gejagten sind, deswegen wird es schwer sein, die Erfolgsserie der vergangenen Jahre aufrechtzuerhalten. Doch natürlich wollen wir als Titelverteidiger erneut gewinnen."

Nur schwere Spiele
Vor allem gilt es, sich mit harter Arbeit und optimaler Vorbereitung in den Partien weiterzuentwickeln. Als härtesten Gruppengegner stuft Meinert den Vizeeuropameister jedoch nicht zwangsläufig ein: „Es ist auch unangenehm, gegen Schweden zu spielen und gegen Schottland wäre es zum Auftakt nicht einfacher gewesen. Wir haben schon bei zwei Testspielsiegen in den letzten Jahren gemerkt, dass sie auf dem aufsteigenden Ast sind."

Defensive als Schlüssel zum Erfolg
In der Vorbereitung lag einer der Schwerpunkte darauf, das Defensivverhalten aller Spielerinnen zu verbessern. Denn in der zweiten Qualifikationsrunde kassierte man beim 8:3 gegen Russland drei Gegentreffer. „Die gesamte Mannschaft hat dort keine gute Abwehrleistung geboten. Aber wenn man Turniere gewinnen will, muss man in der Defensivarbeit alles richtig machen. Denn Erfolge sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis harter Arbeit."

Kulig: "Müssen unser Spiel aufziehen"
Stürmerin Kim Kulig, die noch nie gegen England gespielt hat, meint: „Wir dürfen uns nicht der Spielweise des Gegners anpassen, sondern müssen unser Spiel aufziehen. Wenn wir das umsetzen, was wir können, können wir jede Mannschaft schlagen. Wir dürfen nur nicht anfangen, lange Bälle zu spielen."

England setzt auf gute Vorbereitung
Englands Trainerin Mo Marley hofft, dass ihr Team Vorteile hat. „Wir hatten eine umfangreiche Vorbereitung und ein gemeinsames Trainingslager mit der U20 Anfang Juli. Besser geht es wohl kaum." Ob Deutschland ein passender Auftaktgegner ist, wollte sie jedoch noch nicht beantworten. „Fragen Sie mich nach dem Spiel. Deutschland hat ein großartiges Team und was sie in der Vergangenheit erreicht haben, spricht Bände über ihre gute Arbeit. Für uns sind sie immer der Bezugspunkt, an dem wir uns orientieren, denn wir haben sie noch nie geschlagen."

Junger Kader
Marley schickt einen jungen, recht unerfahrenen Kader ins Rennen, „wahrscheinlich der jüngste, der je bei einem großen Turnier gespielt hat." Gleich sieben Spielerinnen könnten noch in der U17 zum Einsatz kommen. Vor allem in punkto Konsistenz will man sich verbessern. „Letztes Jahr haben wir die Erwartungen übertroffen, auch wenn uns im Finale ein wenig die Puste ausgegangen ist. Jetzt gilt es, aus den Erfahrungen zu lernen, wenngleich sie einräumt: „Erfahrung alleine garantiert gar nichts, man muss sie auch auf dem Platz umsetzen."