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Deutschland Maß aller Dinge

Nach dem Triumph in der Schweiz hält Deutschland nun alle wichtigen Titel im Frauenfußball in der Hand.

Ein weiterer Wettbewerb im Frauenfußball, ein weiterer deutscher Triumph. Nach dem Erfolg bei der UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen hält Deutschland nun sowohl weltweit als auch in Europa alle Titel im Senioren- und auch im Juniorenbereich in der Hand. Die Trainerin der U19 war eine der Heldinnen bei der FIFA-Weltmeisterschaft für Frauen 2003 - Maren Meinert.

Großartiges Gefühl
Meinert übernahm das Amt vor der Endrunde 2005 in Ungarn und führte die Mannschaft auf Anhieb ins Halbfinale. Jetzt hat sie in ihrer ersten kompletten Saison gleich einen Titel geholt. "Es ist immer die Mannschaft, die ein Turnier gewinnt, nicht der Trainer. Aber es ist ein großartiges Gefühl", erzählte sie uefa.com. "Als Spielerin freut man sich, wenn man eine gute Leistung zeigt. Aber als Trainerin hat man die Übersicht und das macht einen stolz." Im Finale am Samstag feierte ihr Team einen 3:0-Sieg gegen Frankreich. Alle Treffer gingen dabei auf das Konto der Zwillinge Isabel und Monique Kerschowski, die sich auch schon im Halbfinale gegen Russland in die Torschützenliste eintragen konnten.

Entscheidender Moment
Isabel hatte bereits einmal getroffen, als sie zu Beginn der zweiten Halbzeit etwa 35 Meter vor dem Tor der Französinnen Torhüterin Véronique Pons umkurvte und den Ball in Zeitlupentempo über die Linie schob. Meinert sagte: "Es schien eine Stunde zu dauern, bis der Ball endlich drin war. Ich dachte: 'Hallo, hättest Du nicht etwas fester schießen können?!'"

Deutsche Talente
Deutschland musste vier Jahre auf den nächsten kontinentalen Juniorinnentitel warten. Zudem gingen sie nicht gerade als Favoriten in dieses Turnier. Sie haben jedoch eine Menge Qualität in der Mannschaft, unter anderem durch die Mittelfeldspielerinnen Meike Weber und Nadine Kessler, die talentierte Fatmire Bajramaj, Flügelspielerin und Freistoßspezialistin Juliane Meier, und, natürlich, die Kerschowski-Schwestern im Angriff. Und Meinert hat als Trainerin ebenso viel taktisches Verständnis bewiesen wie als Spielerin - zum Beispiel beim 1:1-Unentschieden gegen Schweden, als die Deutschen erst kurz vor dem Ende zum Ausgleich kamen; oder auch beim 4:0-Halbfinalsieg gegen Russland, als die in der Pause eingewechselten Angel und Monique Kerschowski innerhalb von fünf Minuten zwei Mal trafen.

Frankreich wieder geschlagen
Ihr Pendant im Finale, Stéphane Pilard, will nach zwei Endspiel-Niederlagen in Folge im nächsten Jahr einen neuen Angriff unternehmen. Dabei kann er auch noch auf seine Star-Stürmerin Marie Laure Delie bauen, die in der Schweiz fünf Treffer erzielte. Neben der starken Angreiferin überzeugten bei den Les Bleuettes vor allem Spielmacherin Jessica Houara sowie die beiden Verteidigerinnen Livia Jean und Elodie Cordier.

Grandiose Danilova
Die Französinnen konnten wie Deutschland deutlich gegen Titelverteidiger Russland gewinnen, doch die Mädchen aus dem Osten hatten dabei vor allem mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Mit Elena Danilova, die mittlerweile nahezu jeden möglichen Rekord hält, hatten die Russinnen immerhin die beste Torjägerin in ihren Reihen, die zusammen mit Elena Terekhova und Elena Morozova - die schon bei den letzten drei Turnieren an ihrer Seite waren - glänzte. Bei der FIFA-U20-Weltmeisterschaft im kommenden Monat, die Russland ausrichtet, kommen noch einige Schlüsselspielerinnen aus dem letzten Jahr hinzu. Neben Russland sind bei dieser WM aus Europa auch noch Deutschland, Frankreich, Finnland und die Schweiz mit dabei.

Neuer Anlauf
EM-Gastgeber Schweiz scheiterte bereits in der Gruppenphase an Russland und vor allem an Danilova. Der Großteil der Mannschaft ist jedoch jung genug, um beim Turnier 2007 in Island einen neuen Anlauf zu unternehmen. Die Däninnen, die im Halbfinale mit 0:1 gegen Frankreich unterlagen, haben ebenfalls eine Vielzahl von 17- und 18-Jährigen in ihren Reihen. Das torlose Remis gegen Schweden, das ihnen den Einzug ins Halbfinale bescherte, war das wahrscheinlich spannendste Spiel bei diesem Turnier. Sogar die Tabellenletzten der Gruppenphase, Belgien und die Niederlande, haben gute Leistungen gezeigt. Am Ende stellt sich jedoch die gleiche Frage wie bei allen Frauenfußball-Turnieren in Europa: wer soll Deutschland schlagen? In der Schweiz schaffte es niemand.

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