UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Delie schießt Frankreich ins Endspiel

Frankreich - Finnland 1:0
Dank Marie-Laure Delie steht Frankreich zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren im Finale.

Von Kevin Ashby aus dem ZTE-Stadium

Die eingewechselte Marie-Laure Delie hat im Halbfinale der UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen gegen Finnland den 1:0-Siegtreffer für Frankreich erzielt.

Toller Volleyschuss
Die Französinnen kamen bereits sehr früh im Stadion in Zalaegerszeg an. Und weil dort beide Halbfinals ausgetragen wurden, sahen sie auch noch die letzten Minuten von Russlands 3:1-Erfolg gegen Deutschland. Die zweite Partie kam nicht ganz an das Niveau der ersten Begegnung heran. Wenigstens setzte Delie mit ihrem Treffer einen Glanzpunkt. Nachdem sie nach etwa einer Stunde eingewechselt worden war, erspielte sie sich einige gute Gelegenheiten, ehe sie in der 74. Minute einen tollen Volleyschuss ins Netz setzte.

Einige Veränderungen
Frankreich hatte bereits vor dem letzten Gruppenspiel am Montag einen Platz im Halbfinale sicher, deshalb konnte Trainerin Stéphane Pilard beim 1:1-Unentschieden gegen England fünf Spielerinnen schonen. Vier davon kehrten wieder in die Startformation zurück, darunter Marie-Pierre Castera, die im Angriff an der Seite von Elodie Thomis spielte. Finnland veränderte gegenüber der 1:3-Niederlage gegen Deutschland lediglich zwei Positionen, jedoch beide in der Offensive. Essi Sainio kehrte zurück auf den linken Flügel, und die vierfache Torschützin Linda Sällström rückte wieder von Anfang an ins Sturmzentrum.

Erste Gelegenheiten
Am ersten Spieltag gelang der 17-Jährigen ein Dreierpack gegen die Schweiz. Gegen Frankreich ließ sie bereits in der zweiten Minute mit einem tollen Flankenlauf, bei dem am Ende ein Eckball heraus sprang, ihr Können aufblitzen. Elina Sormunen brachte die anschließende Ecke nach innen, und Tuija Hyyrynen verfehlte mit ihrem Kopfball das Ziel nur knapp. Frankreich brauchte 15 Minuten, um das Gehäuse von Tinja-Riikka Korpela zum ersten Mal in Gefahr zu bringen. Julie Peruzzetto kam nach schönem Zusammenspiel mit Louisa Necib und Jessica Houara zum Abschluss, scheiterte aber an der finnischen Torhüterin.

Necib macht das Spiel
Bei den Skandinavierinnen war Sällström im Angriff allein auf weiter Flur. Denn Finnland hatte im Mittelfeld genug damit zu tun, die französische Spielmacherin Necib aus dem Spiel zu nehmen. Kurz vor der Pause konnte sie sich noch einmal durchsetzen, doch ihr Schuss wurde zur sicheren Beute von Korpela. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde die Partie etwas offener gestaltet. Die finnische Mittelfeldspielerin Neea Berg feuerte den ersten gefährlichen Schuss auf das französische Tor ab, verursachte aber auch kurz darauf eine brenzlige Freistoßsituation vor dem eigenen Strafraum.

Wechsel im Angriff
Laure Boulleau lief über den Ball und Peruzzetto legte auf für Necib, doch deren Schuss entschärfte Korpela mit einer Glanzparade. Die bereits in der ersten Hälfte eingewechselte Morgan Couteille kam anschließend nach einem Eckball zum Kopfball, doch der wurde in letzter Sekunde noch von der Linie gekratzt. Die zweite Auswechslung von Pilard sollte schließlich die Entscheidung bringen. In der 58. Minute brachte sie Delie für Castera.

Bann gebrochen
Diese bediente gleich mit ihrer ersten Ballberührung Thomis, deren Schuss aber lediglich gegen den Pfosten klatschte. Beim nächsten Angriff kam Peruzzetto zum Abschluss, aber wieder war Korpela auf dem Posten. Delie konnte den Bann schließlich doch noch brechen, und vier Minuten vor dem Ende wäre ihr beinahe sogar noch das 2:0 gelungen. Doch nach einer schönen Flanke von Houra setzte sie ihren Kopfball etwas zu hoch an.

Qualifikation für die Weltmeisterschaft
Ein Treffer war für die Französinnen also genug, um ins Endspiel gegen Russland einzuziehen. Finnland kann auf ein tolles Turnier zurück blicken, bei dem die Mannschaft immerhin die Qualifikation für die FIFA-U20-Weltmeisterschaft der Frauen 2006 geschafft hat.

Für dich ausgewählt