Mannschaftsanalyse

England

England

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Nr.SpielerGeboren amPos.POLESPITAGERFINToVerein
1Kayla Rendell29.06.2001Torhüter80 808080 Southampton Saints (ENG)
2Emma Brown16.10.2001Verteidiger80 17+14+ Teeside RTC (ENG)
3Phoebe Williams23.03.2001Verteidiger808052*80 Southampton Saints (ENG)
4Katie Bradley25.12.2001Mittelfeldspieler Manchester City WFC (ENG)
5Lia Cataldo11.02.2001Mittelfeldspieler Arsenal WFC (ENG)
6Abbie Roberts07.06.2001Verteidiger80808066*80 Milton Keynes Dons FC (ENG)
7Simran Jhamat22.01.2001Stürmer8026+63*8080 Liverpool LFC (ENG)
8Ava Kuyken15.06.2001Mittelfeldspieler 80 8080 Arsenal WFC (ENG)
9Ebony Salmon27.01.2001Stürmer19+72*68*54*40+4 Aston Villa Ladies FC (ENG)
10Annabel Blanchard07.05.2001Stürmer 17+80 64*1 Liverpool LFC (ENG)
11Olivia Smith11.03.2001Stürmer61*8+ 16+
12Asmita Ale03.11.2001Verteidiger808028+8080 Aston Villa Ladies FC (ENG)
13Frances Stenson27.04.2001Torhüter 80
14Paris Mckenzie17.01.2001Mittelfeldspieler80 808040+1 Birmingham City LFC (ENG)
15Lucy Roberts11.05.2001Verteidiger 54*808080 Liverpool LFC (ENG)
16Missy Bo Kearns14.04.2001Mittelfeldspieler808017* Liverpool LFC (ENG)
17Paige Bailey Gayle12.11.2001Stürmer 63*12+26+40* Arsenal WFC (ENG)
18Jessica Park21.10.2001Mittelfeldspieler80808063+802 Manchester City WFC (ENG)
19Hannah Griffin12.01.2001Stürmer8080808080 1. FC Saarbrücken (GER)
20Jessica Woolley27.03.2001Mittelfeldspieler80 40* Bristol City WFC (ENG)
22Francesca Bentley26.06.2001Torhüter Manchester City WFC (ENG)
Pos. = Position; To = Tore; * = Startelf; + = Ersatzspieler

John Griffiths, Trainer von England:

Wir gehen durch einen Prozess der Talentsichtung: Man geht nicht direkt von einem Klub in die Nationalmannschaft, man geht erst in ein regionales Entwicklungscamp.

Die Größe kein Problem, Ballbehandlung, Abwehrarbeit, Ballverteilung - wir haben uns vier Wochen, bevor wir hierher kamen, mit dem Jahrgang 2001 beschäftigt. Wir denken, das hat einen großen Einfluss. Mo Marley hat für das U20-Camp 60 bis 75 Spielerinnen, aus denen sie wählen kann. 25 wurden durch das U17-Programm ausgewählt.

Es geht um die Ausbildung der Spielerinnen. Über die letzten vier Wochen haben sich sieben Spielerinnen verletzt. Wir haben keine Stamminnenverteidigerinnen mehr, das beeinträchtigt unsere erste Elf enorm.

Aus dem 1998er-Jahrgang haben drei Spielerinnen in der Startelf bei Erstliga-Teams gespielt, vom Jahrgang 1999 waren es vier und von 2000 waren es zwei. Und jetzt (2001) haben wir zwölf Spielerinnen, die in der WSL spielen. Sie spielen am Samstag WSL, am Sonntag ein Entwicklungsspiel und am Dienstag wieder WSL.

Prüfungen in der Schule sind natürlich auch ein Stressfaktor - ein oder zwei Spielerinnen können wegen den Prüfungen nicht spielen. Es geht hier nicht ums Gewinnen, sondern darum, dass die Spielerinnen Erfahrung sammeln und sich entwickeln. Mir bricht es das Herz, zu sehen, wenn die Mädchen wegen dem ganzen Stress in Tränen ausbrechen. Und wir mussten schon mitansehen, was sie alles durchmachen mussten. Ich bin Vater und ich sehe sie als meine Kinder. Mir geht es darum, dass sich die Spielerinnen entwickeln, und wenn sie in der ersten Elf stehen, ist das für mich meine Medaille.

Wir müssen uns die Trainerinnen anschauen - wir hatten Situationen, wo der Cheftrainer weg war und niemand mit Erfahrung da war und ihn ersetzen konnte. Wir werden schauen, wie wir die Trainer mit den Spielerinnen entwickeln können. Wir müssen nachhaltige Bedingungen für Spielerinnen und Trainerinnen schaffen.

Schauen wir uns unsere Situation an: Wir haben keine Innenverteidigerinnen, die Linksverteidigerin muss ins Zentrum, die Flügelspielerin muss Rechtsverteidigerin spielen - wir sagen den Spielerinnen: Wenn ihr für England spielen wollt, müsst ihr flexibel sein. Wir haben eine Struktur und eine bestimmte DNA - so wollen wir spielen und diese auch entwickeln. Wenn die Mädchen jünger sind, spielen sie in einem 4-4-2, um zu lernen, kompakter zu stehen. Wenn sie dann älter sind und das Spiel mehr verstehen, können wir flexibler agieren. Immer in der gleichen Formation zu spielen, ist zu vorhersehbar.

Physisch verändern sich die Länder gerade - auch technisch, was die Ballbehandlung angeht. Die Torhüterinnen haben sich massiv verändert. Als ich hierher kam, konnten einige Spielerinnen nicht mit dem Ball umgehen. Jetzt sind sie stark und können mit dem Ball umgehen. Die Qualität im Spiel ist gut. Ich würde die UEFA drängen, den Wettbewerb zu erweitern - wir sind bereit. Norwegen, Frankreich, Dänemark, Schweden, Irland, Österreich - da sind sechs, sieben Teams, die hier sein sollten, es aber nicht sind. Die Herausforderung ist, dass wir nur drei Mannschaften haben, die zur WM fahren. Die UEFA-Qualifikation ist die härteste für eine WM, die es im Weltfußball gibt. Es gibt drei Runden über jeweils zehn Tage, dann ein Finale, wo man sich für drei Plätze qualifizieren muss. Vorübergehend auf zwölf aufzustocken, wäre vielleicht eine Lösung. Frankreich und Norwegen sind nicht da - wir wollen gegen die besten Teams spielen.

[Ein Treffen aller Nationalmannschaftstrainer wäre] toll - wir machen viele Lehrgänge mit der UEFA, aber mit den Teams, der Philosophie und Fachstudien haben wir eher weniger zu tun. Wieso sollten die Teams ihr Wissen nicht teilen? Anouschka und ich tauschen uns viel aus. Pedro, Sandrine wären auch dabei.

Englands Torwarttrainer:

In der Qualifikationsrunde im September war ich das erste Mal beim Frauenfußball dabei. Sie wollen sich wirklich verbessern, aber sie müssen zuerst die Lücken füllen. Als ich das erste Mal hier war, war das Niveau um einiges höher, als ich es erwartet hatte. Beide Füße zu nutzen ist wichtig, aber... das kann noch verbessert werden. Man sieht den Prozess und mit der Zeit wird das alles kommen.

Ich habe 10, 12 Torhüterinnen und ihre Trainer eingeladen, damit jeder etwas mitnehmen und weitergeben kann.

Wenn ich aufwärmen lasse, sehe ich immer, was die anderen so machen - es ist interessant zu sehen.

Teamanalyse: England

tr_attackTeamanalyse: Englandtr_defenceTeamanalyse: England

• Schnell im Umschaltspiel mit einem Mix aus tiefen Pässen und Tempodribblings.
• Spielaufbau meist durch die Mitte. 
• Gefährlich bei Kontern.
• Kayla Rendell - selbstbewusste und zuverlässige Torhüterin, exzellente Paraden und gute Fußarbeit; kann das Spiel und das Tempo gut lesen; wichtiger Bestandteil im Spielaufbau.
• Mittelfeldspielerin Paris Mckenzie (14) war wichtig im Spielaufbau und hatte eine gute Passreichweite. 
• Die schnelle Stürmerin Ebony Salmon (9) überzeugte mit guter Ballbehandlung und starkem Abschluss.
• Die vielseitige offensive Mittelfeldspielerin Jessica Park (18) kann verschiedene Positionen spielen (Flügel, Angriff, offensives Mittelfeld) und ist Freistoßspezialistin.

John Griffiths, Trainer von England: "Physisch ändern sich die Länder gerade - gerade technisch, wie die Spielerinnen mit dem Ball umgehen. Torhüterinnen haben sich massiv gewandelt - als ich damals anfing, konnten einige Mädchen nicht mit dem Ball umgehen. Jetzt sind sie wirklich gut. Die Spiele haben Qualität."