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Der Weg nach Chesterfield – und Costa Rica

Der Weg nach Chesterfield – und Costa Rica
Andrea Sánchez feiert ihren Treffer gegen England ©Getty Images

Der Weg nach Chesterfield – und Costa Rica

Bereits die Auslosung der UEFA-U17-Europameisterschaft 2014 für Frauen im Auditorium des UEFA-Stammsitzes in Nyon sorgte für Begeisterung, schließlich ergab sich eine echte "Hammergruppe" mit Frankreich, Deutschland, Spanien und Neuling Schottland.

Wie schwer es Schottland in dieser Gruppe haben würde, zeigte sich schon im ersten Spiel gegen Deutschland, in dem man zur Pause bereits mit 0:3 zurücklag. Pauline Hamill fand in der Kabine aber genau die richtigen Worte und so kam der Außenseiter bis auf 2:3 heran. Am Ende siegte der Favorit aus Deutschland aber doch mit 4:2.

Die Schottinnen zeigten sich anschließend aber auch im zweiten Spiel gegen Spanien von ihrer besten Seite und trotzten den Spanierinnen ein starkes 0:0 ab. Durch diesen Punktgewinn hatten die Neulinge im letzten Spiel noch immer die Chance, in das Halbfinale einzuziehen - ein Sieg gegen Frankreich wäre dafür aber Grundvoraussetzung gewesen. 

Die Mannschaft von Trainer Guy Ferrier hatte zuvor zweimal den Kürzeren gezogen und sowohl gegen Spanien (0:2) als auch gegen Deutschland (0:4) kaum eine Chance gehabt. Damit waren die Französinnen bereits nach zwei Spielen ausgeschieden, doch im letzten Spiel gab sich das Team deswegen ganz und gar nicht auf - am Ende siegte Frankreich gegen Schottland am dritten Spieltag mit 1:0 und damit waren auch die Hoffnungen der Schottinnen auf ein Weiterkommen begraben.

Im Duell zwischen Spanien und Deutschland am gleichen Tag ging es für Spanien darum, zumindest ein Remis einzufahren, während die deutschen Mädchen nach zwei Siegen bereits in der K.-o.-Runde standen. Etwas überraschend, aber alles andere als unverdient, stand am Ende ein 4:0-Triumph der Spanierinnen, womit beide Teams im Halbfinale standen - Spanien konnte sich dank des Sieges den Gruppensieg sichern.

In Gruppe A standen sich Gastgeber England sowie die Neulinge Italien, Österreich und Portugal gegenüber. Der erste Spieltag der Gruppe war von starken Defensivleistungen gezeichnet und so trennten sich Österreich und Portugal mit 0:0, während Italien knapp mit 1:0 gegen England siegreich war. Enrico Sbardellas Team gewann anschließend auch sein zweites Spiel mit 2:0 gegen Portugal und stand nach zwei Spielen bereits sicher im Halbfinale. 

England schaffte am zweiten Spieltag nach Rückstand einen ganz wichtigen 2:1-Erfolg über Österreich und siegte am dritten Spieltag gegen Portugal sogar mit 6:1, um vor heimischer Kulisse in das Halbfinale einzuziehen. Daran konnte auch der 1:0-Erfolg Österreichs gegen Italien nichts mehr ändern.

Italien musste sich im Halbfinale nach einem hart umkämpften Spiel mit 0:1 gegen Deutschland geschlagen geben - zwar zeigten die Italienerinnen immer wieder gute Ansätze, doch es fehlte am Abschluss gegen die sehr robust auftretenden deutschen Mädchen, die damit zum vierten Mal in einem U17-EM-Endspiel standen.

Im zweiten Halbfinale ließ Spanien den Gastgeberinnen keine Chance und setzte sich klar und deutlich mit 3:0 gegen England durch. Damit standen sich Gastgeber England und Neuling Italien im Spiel um Platz drei gegenüber - und sollten den dritten europäischen Teilnehmer an der FIFA-U17-WM 2014 für Frauen ermitteln, während Deutschland und Spanien den Turniersieger ausspielen durften.

https://de.uefa.com/womensunder17/season=2014/technical-report/road-to-the-final/index.html#der+weg+finale