Quiz betont Anti-Doping-Botschaft für U17-Spielerinnen

Die Anti-Doping-Aufklärung wurde bei der U17-Europameisterschaft der Frauen durch ein Quiz unterstützt, das die Deutsche Katja Friedl gewann.

Caroline Thom von der UEFA überreicht der Anti-Doping-Quiz-Siegerin Katja Friedl aus Deutschland den Preis
©Sportsfile

Mittwoch war zwar kein Spieltag bei der UEFA-U17-Europameisterschaft für Frauen, doch am Abend gab es unter den acht Mannschaften in Island trotzdem einen Sieger.

Diesmal war es jedoch nur eine einzige Spielerin, die den Sieg feiern konnte, und es fand abseits des Platzes statt – Katja Friedl aus Deutschland gewann das Anti-Doping-Quiz, das allen Spielern im Teamhotel in Reykjavik nahegelegt wurde.

Der Preis für die Mittelfeldspielerin Friedl war ein iPad Mini, doch das eigentliche Ziel des Quiz' war es, die Botschaft noch einmal zu verdeutlichen, die den Mannschaften in Anti-Doping-Seminaren zwischen den ersten beiden Spieltagen nähergebracht wurde.

Der Multiple-Choice-Test bestand aus zehn Fragen, die zufällig aus insgesamt 50 ausgewählt wurden und von (richtige Antwort unterstrichen) "Doping ist a) Betrug, b) Gefährlich für die Gesundheit, c) Der einzige Weg, die Leistung zu verbessern, d) Nicht fair gegenüber anderen" bis "Wenn ein Spieler Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke kauft, kann er sich sicher sein, dass keine verbotenen Substanzen enthalten sind, a) Richtig, b) Falsch, reichten.

Das Quiz machte nicht nur Spaß, sondern deckte auch die wichtigsten Punkte ab, die Caroline Thom von der Anti-Doping-Einheit der UEFA während ihrer halbstündigen Präsentation aufführte. Thom, die bei der UEFA für Anti-Doping und medizinische Projekte zuständig ist, machte den Standpunkt der UEFA in Bezug auf Doping klar und betonte, dass es um Respekt gehe und darum, dass es ein ausgeglichenes Spielerfeld gibt, um sowohl das Image des Spiels als auch die Gesundheit der Spieler zu schützen.

Die Regeln und die Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wurden neben einem strengen Prinzip ebenfalls erläutert: Der Spieler ist immer selbst verantwortlich.

Dann wurden den Spielerinnen die Mechanismen des Anti-Dopings erklärt, insbesondere der Vorgang der Kontrollen, und ihnen wurde auch ihre persönliche Verantwortung als Sportler klargemacht. Thom stellte auch die Risiken von sowohl normalen Medikamenten als auch Nahrungsergänzungsmitteln heraus, da beide verbotene Substanzen enthalten können. Um den Ernst der Situation zu unterstreichen, nannte sie Beispiele von Top-Athleten, die gesperrt wurden, nachdem sie positiv auf verbotene Substanzen getestet wurden, die in Hustensaft, Diätpillen oder Nahrungsergänzungsmitten enthalten waren.

"Man muss einfach wissen, dass es bestimmte Sachen gibt, die man nicht nehmen darf, wenn man krank ist. Sprich mit deinem Arzt, der UEFA oder schau auf der Website globaldro.com nach", sagte sie. "Man kann sich bei Nahrungsergänzungsmitteln nie zu 100 Prozent sicher sein."

Da alle Drogen sowieso verboten sind, informierte Thom die Spielerinnen auch darüber, dass "Cannabis bis zu zwei Monate in euren Körpern bleiben kann", illustrierte die Nebeneffekte des Missbrauchs von Steroiden und betonte besonders die Folgen von Doping auf die Karriere und den Ruf eines Spielers sowie auch die Ergebnisse der Mannschaft.

Ein Video, das bei der UEFA EURO 2012 gedreht wurde und den Ablauf der Dopingkontrollen zeigt, war auch Teil der Sitzung. "Zwei Spieler jeder Mannschaft wurden jeweils kontrolliert, alle Tests fielen negativ aus", war die gute Nachricht dieses Events.

Die Investition von Zeit und Geld seitens der UEFA in Anti-Doping bezieht sich sowohl auf Information als auch auf Kontrollen; die Spieler der Herren-Nationalmannschaften werden nächsten Sommer bei der UEFA EURO 2016 eingehend informiert. Thom erinnerte ihr talentiertes Publikum daran, dass sie "heute hier sind, weil ihr talentiert, schlau und diszipliniert seid – diese Fähigkeiten werden euch an die Spitze bringen".

Dass sich die Mädchen für das Thema interessierten, wurde durch die Fragen deutlich, die nach jeder Präsentation gestellt wurden. Darunter: "Dürfen Spieler vor der Dopingkontrolle zurück in die Kabine?" Katja Friedl aus Deutschland hätte diese Frage natürlich beantworten können: Nein.

Oben