Return to Play: Die UEFA bereitet sich auf die sichere Rückkehr ihrer Elite-Wettbewerbe vor.

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Endspiel erreicht, Steigerung erwünscht

Deutschland steht im Endspiel der UEFA-U17-EM der Frauen und bekam von Trainerin Anouschka Bernhard dafür auch eine Menge Lob, allerdings muss gegen Spanien einiges besser laufen.

Anouschka Bernhard war eigentlich nur mit der ersten Halbzeit ihres Teams zufrieden
Anouschka Bernhard war eigentlich nur mit der ersten Halbzeit ihres Teams zufrieden ©Sportsfile

Anouschka Bernhard, Trainerin Deutschland
Der Unterschied in diesem Spiel war nur unser Tor in der ersten Halbzeit - das war's. Wir haben gut angefangen und im ersten Durchgang stark gespielt. Wir hatten auch ein paar gute Chancen und konnten dann in Führung gehen. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir komplett den Faden verloren, genau so, wie es gegen Schottland der Fall war. Gegen Ende war es dann ein sehr ausgeglichenes und enges Spiel. Anfangs hatte es nicht den Anschein, als würde es so umkämpft werden, aber wir stehen im Endspiel.

Unsere Stärke liegt in der Offensive. Wir spielen voll auf Angriff, denn unsere Schwachstelle ist hinten in der Abwehr. Wir wollten von Beginn an schnell nach vorne spielen und die Räume nutzen, von denen wir wussten, dass Italien sie uns bieten würde. Das Endspiel ist eine Riesensache, aber ich bin nicht besonders glücklich, wie wir es erreicht haben. Vielleicht fühle ich mich in einer halben Stunde besser. Wir haben gegen Spanien schon in der Gruppenphase gespielt und kennen sie also ein wenig. Aber jetzt genießen wir zunächst diesen Abend.

Enrico Sbardella, Trainer Italien
Körperlich konnten wir mit Deutschland nicht mithalten. Wir hatten viel Leidenschaft und Engagement, aber wir müssen dem Sieger gratulieren. Für uns geht es darum, uns für das Spiel um den dritten Platz am Sonntag zu erholen, denn dabei geht es um das WM-Ticket.

Mit unserer zweiten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Wir hatten vielleicht nicht die ganz großen Chancen, aber wir konnten Deutschland ein paar Probleme bereiten. Ich bin stolz auf meine Mädchen. Hoffentlich konnten wir mit unserer Leistung bei diesem Turnier dazu beitragen, dass der Frauenfußball in Italien wieder einen Aufschwung erlebt.

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